Haustiere

Geschwür bei gichtkrankem Welli - OP noch sinnvoll?

» User #7416 schrieb:

Hallo aus dem Katzenforum,

Ich habe außer unseren beiden Katzen 3 Wellensittiche, eigentlich waren es mal 2 Pärchen, aber ein Männchen ist letzten Sommer gestorben. icon_sad.gif Das nun einzelne Weibchen, Lena, ist etwa 8 Jahre alt und bereits seit 3 Jahren an Gicht erkrankt. Ihr Zustand ist aber recht stabil, bis auf die Tatsache, dass sie nicht mehr fliegen kann und ein Füßchen nicht mehr viel benutzt.

Nun hat sie seit mehreren Wochen ein Geschwür an der linken Seite. Ich war schon bei unserer Tierärztin, die ihr zunächst eine Halskrause verpasst und mir eine milde Lotion mitgegeben hat, die ich täglich auftragen soll, um die Haut geschmeidig zu halten und die Wundheilung zu verbessern. Sie meinte, wir sollten erst einmal versuchen, ob die Wunde von allein wieder verschwindet; wenn nicht, würde sie mich bitten, zu einem Fachtierarzt für Geflügel zu gehen. Es könne ein Tumor sein, und das müsste operiert werden.

Nun behandle ich Lena seit ca. 4 Wochen selbst, und die Wunde ist etwas kleiner geworden, vermutlich in erster Linie durch die Halskrause, weil sie nicht mehr daran rumpicken kann. Für mich sieht es aber nicht so aus, als würde es weggehen, also ist es vermutlich ein Geschwür/Tumor.

Jetzt kommt die Gewissensfrage. Soll ich wirklich zu dem Fachtierarzt gehen? Er ist nicht bei uns im Ort, sondern ca. 40 Minuten Autofahrt entfernt. Und soll ich wirklich noch eine OP machen lassen?

Ich muss dazu sagen, dass ich schwanger bin und bis spätestens September meine Wellis leider aus Platzgründen abgeben muss. Die beiden "Dicken" sind kerngesund, und für sie hätte ich evtl. sogar schon ein gutes Zuhause. Aber was mache ich mit Lena? Wer nimmt schon einen bereits 8jährigen, gichtkranken Vogel, von dem man nicht weiss, wie lange er noch lebt und welche Tierarztkosten evtl. noch auf einen zukommen?

Bitte zerreisst mich jetzt nicht in der Luft - es ist ja nicht so, dass ich an dem Vogel nicht hänge. Ich frage mich einfach nur, wie es generell weitergehen wird, ob mit oder ohne OP, und ob sie überhaupt noch so lange leben wird.

Was würdet ihr machen? Und was wären überhaupt meine Alternativen, falls ich mich gegen die OP entscheide? Gleich einschläfern lassen? Oder (mit Halskrause) weiter ihr trübes Dasein fristen lassen? Oh je... arme Lena! icon_cry.gif

Viele Grüße

Steffi