Haustiere

Mäuse - Einzel- oder Gruppenhaltung?

» User #6739 schrieb:

Hallo!
Ich würde gerne wissen, ob Mäuse eher Einzelgänger sind oder ob es unserer Maus besser gehen würde, wenn sie noch einen Gefährten hätte.
Ich denke, sie ist ein Männchen...


» User #7304 schrieb:

Mäuse brauchen unbedingt einen Partner, sie sind sehr sozial! Infotext:

Soziales

Mäuse leben auch in freier Wildbahn im Familienverbund, in großen Rudeln zusammen. Einzelgänger werden nicht beobachtet, sie hätten auch keine Überlebenschance. Das Überleben ihrer Art sichert die Maus mit vielen Nachkommen. Unteeinander haben Mäuse ein ausgeprägtes Sozialverhalten, Familien halten zusammen, sie betreiben gegenseitige Fellpflege und wohlen zusammen im Nest. Mäuse sind sehr gesellige Tiere und sollten niemals einzeln gehalten werden. Es trifft auch keinesfalls zu, dass einzeln gehaltene Tiere schneller zahm werden. Die Tiere leiden sehr unter der Einzelhaft und kein menschliches Wesen kann den Artgenossen ersetzen. Ein Teil der Einzeltiere wird krank oder stirbt gar vor Einsamkeit. Mäuse brauchen einen Artgenossen zum Spielen, Rangeln, gegenseitigem Putzen, Kuscheln, um sich sicher zu fühlen und auch zum Kommunizieren im Ultraschallbereich.

Entscheiden Sie sich von Anfang an auf jeden Fall für mind. 2 gleichgeschlechtliche Mäuse. Es ist ebenfalls möglich, einen kastrierten Bock zu mehreren weiblichen Tieren zu setzen. Allerdings ist eine Kastration ein gefährlicher, operativer Eingriff und somit sollte diese Möglichkeit nur eine absolute Notlösung sein.

Gute Erfahrungen wurden bei einer Haltung von 4 und mehr gleichgeschlechtlichen weiblichen Tieren gemacht, wobei zu einer graden Anzahl Mäusen geraten wird. Böcke hält man besser zu zweit, bei ihnen kann bei dieser Haltungsform auch nach längerer Zeit zu Rangkämpfen und gefährlichen Beißereien kommen. Auf keinen Fall sollten Sie mehrere Böcke zu einem Weibchen setzen, auf Dauer entstehen hier meist Rangkämpfe. Nehmen Sie am besten Geschwistertiere aus einem Wurf oder Jungtiere. Bei Weibchen spielt das Alter keine allzugroße Rolle, es wird sogar gesagt, dass ältere Tiere meist verträglicher sein. Möchten Sie einen Junbock zu einem Altbock setzten, sollte der Jungbock aber nicht älter als 27 Tage sein, so ist er noch nicht Geschlechtsreif und die Vergesellschaftung ist Erfolgversprechender.

Wenn Sie vor haben Mäuse zu züchten, rate ich Ihnen trotzdem dazu, erstmal nur 2 - 4 Tiere aufzunehmen und sie genau kennen zu lernen. Wenn Sie die Tier lange beobachten haben, ihre Verhaltensweisen kennen, Sie sich ausgiebig mit der Fachliteratur über Genetik und Zucht auseinander gesetzt haben und sich über die Absatzmärkte in Ihrer Umgebung informiert haben, dann können Sie mit einer verantwortungsvollen Zucht beginnen


» User #7456 schrieb:

Du solltst Deiner Maus auf jeden Fall einen bzw. mehrere Artgenossen holen. :!:


» User #6739 schrieb:

Also erstmal vielen Dank für die Antworten und zweitens: Wir haben jetzt einen Partner für Arnie. Nach anfänglichem Mäusekrach sind beide jetzt ganz dicke Freunde und kuschenln miteinander, wenn sie schlafen...Der Neue heißt Chester


» User #7304 schrieb:

Hey, das ist ja echt super! icon_biggrin.gif


» User #-1 schrieb:

Vielleicht klappt es ja, dass bald Nachwuchs da ist (sind doch männchen und weibchen oder?)
Vielleicht kannst du dann noch ein oder zwei Mäuse behalten, denn das sind sehr soziale und gesellige Tiere und zwei ist die Mindestanzahl von Mäusen und es sollten eher mehrere sein!
Ein Freund von mir hatte am Anfang 5 ägyptische wüstenrennmäuse und am Ende lag er bei ca. 28
Am Verhalten der Mäuse konnte man sehen, wie gut es denen ging! Jetzt ist er wieder bei 5 weiblichen Tieren gelandet, will sich aber wieder ein Männchen kaufen!


» User #6739 schrieb:

Also der Zwischenstand: Chester und Arnie haben nach anfänglichem Krach sogar zusammen in einem Häuschen gelegen und gepennt.

Seit 2 Tagen lässt Arnie Chester nichts mehr fressen icon_heul.gif ...Der Arme ist völlig apathisch und total verbissen am Hintern.
Jetzt haben wir sie wieder getrennt.

Also wenn jemand bei uns in der Nähe wohnt und einen Chester haben möchte (Arnie schein nicht wirklich an Gesellschaft interessiert zu sein) bitte bei mir melden! icon_pray.gif


» User #9700 schrieb:

lass ihnen etwas zeit, trenn sie einwenig. halte chester erstmal einzeln bis er sich wieder erholt hat. dann solltest du ihren käfig komplett reinigen und neu einrichten damit alles eine neue umgebung ist und sie dann wieder zusammen setzten. vielleicht klappt es. das halten zweier böcke ist immer etwas kompliziert, sie vertragen sich meist recht schlecht.


» User #1537 schrieb:

Wenn du noch ein freies Behältnis hast, stopfe es komplett mit Heu voll und setze die beiden zunächst nur kurze Zeit zusammen hinein. Sie können sich noch aus dem Weg gehen und die Gerüche vermischen sich mit der Zeit. Gestalte die Zeiten immer länger und nimm nach einer Zeit immer etwas Heu heraus bis fast keins mehr da ist und sie sich aneinander gewöhnt haben.

Gruß
Yasmin