Haustiere

Panische Angst vor fremden Menschen

» User #720 schrieb:

Hallo,

Ich habe einen sieben Monate alten Schäferhund-Stafford-Mix. Bis vor einer Woche war mein Teddy ein ganz normaler fröhlicher Welpe, welcher ohne Scheu auf alle Leute zugelaufen ist und jeden spontan freudig begrüßen musste.
Seit einer Woche hat sich das schlagartig geändert. Sobald wir das Haus verlassen und fremden Menschen auf der Straße begegnen, zieht er den Schwanz ein und versucht alles um jedem aus dem Weg zu gehen. Bei zu vielen Leuten oder wenn jemand direkt auf ihn zugeht, fängt er an zu zittern und verkriecht sich zwischen meinen Beinen.
Es ist als wenn er irgendeine schlechte Erfahrung gemacht hat, welche er icht verarbeiten kann. Vor zwei Wochen ist er mir vor einem Laden ausgebüchst. Als ein paar Leute aufgeregt in den Laden kamen um mitzuteilen, dass sich ein Hund auf der Straße verirrt hat, lief ich schnell heraus und fand ihn zitternd auf der anderen Straßenseite vor. Ein fremder Mann kam mir entgegen und brüllte mich an, wie ich meinen Hund frei laufen lassen kann. (Ich hatte Teddy wie immer vor dem Laden angeleint, als ich heraus kam, lag nur die Leine auf dem Boden.)
Ich weiß nicht, was passiert ist, vielleicht wurde er fast angefaren oder der fremde Mann hat ihm irgendetwas angetan. Ich kann mir auch nicht erklären, wie er aus seinem Geschirr flüchten konnte.
Ich weiß nicht, ob diese Situation ausschlaggebend für seinen Zustand ist. Aber momentan weiß ich nicht weiter.

Liebe Grüße, Sunny


» User #243 schrieb:

Ich denke schon, daß diese Situation ausschlaggebend für sein jetziges Verhalten ist.
Du mußt versuchen, ihn langsam wieder an fremde Menschen zu gewöhnen. Vielleicht können Dir ja dabei Bekannte helfen, die Dein Teddy noch nicht kennt? Auf einem Spaziergang triffst Du dann "zufällig" auf einen "Fremden". Geh mit Teddy an der Leine in einem Abstand, der für Teddy noch nicht "bedrohlich" ist, einfach an ihm vorbei, belohne Teddy, wenn er nicht gleich wieder vor Angst "in die Hosen" macht. Gib ihm Leckerchen, sobald er einen Fremden sieht. Allerdings darf er da noch keine Angst zeigen, sonst würdest Du ihn für seine Angst belohnen. Wenn das "im-Abstand-vorbeigehen" klappt, verringer den Abstand immer mehr. Für jedes richtige Verhalten (also keine Angst zeigen) wird Teddy belohnt. Aber rechne auch mit Rückschlägen. Du mußt Geduld haben!

Vor allen Dingen darfst Du Teddy nicht durch Streicheln oder Hätscheln oder Gut-zureden zu beruhigen versuchen, sobald er Angst zeigt. Er verbindet sein Verhalten mit dem Streicheln als Belohnung. Du würdest also das falsche Verhalten bestärken. Du kannst auch versuchen, Deinen Hund durch "calming signals" wie z.B. Gähnen oder über-die-Lippen-lecken (ok, das sieht vielleicht manchmal etwas komisch aus icon_wink.gif ) zu beruhigen. Das sind Beschwichtigungssignale, die Teddy zeigen, daß alles in Ordnung ist (hierzu gibt es auch ein recht gutes Buch von Turid Rugaas "Calming signals - Beschwichtigungssignale der Hunde". Nach der Lektüre sind Dir einige Verhaltensweisen von Teddy wesentlich klarer).
Unterstützend könntest Du auch mit Bachblüten oder auch Aromatherapie arbeiten, die einen ängstlichen gestressten Hund beruhigen helfen.

Viel Glück und hab Geduld mit Teddy!

Viele Grüße
Ice


» User #751 schrieb:

Sunny79 hat folgendes geschrieben::
Hallo,

Ich habe einen sieben Monate alten Schäferhund-Stafford-Mix. Bis vor einer Woche war mein Teddy ein ganz normaler fröhlicher Welpe, welcher ohne Scheu auf alle Leute zugelaufen ist und jeden spontan freudig begrüßen musste.
Seit einer Woche hat sich das schlagartig geändert. Sobald wir das Haus verlassen und fremden Menschen auf der Straße begegnen, zieht er den Schwanz ein und versucht alles um jedem aus dem Weg zu gehen. Bei zu vielen Leuten oder wenn jemand direkt auf ihn zugeht, fängt er an zu zittern und verkriecht sich zwischen meinen Beinen.
Es ist als wenn er irgendeine schlechte Erfahrung gemacht hat, welche er icht verarbeiten kann. Vor zwei Wochen ist er mir vor einem Laden ausgebüchst. Als ein paar Leute aufgeregt in den Laden kamen um mitzuteilen, dass sich ein Hund auf der Straße verirrt hat, lief ich schnell heraus und fand ihn zitternd auf der anderen Straßenseite vor. Ein fremder Mann kam mir entgegen und brüllte mich an, wie ich meinen Hund frei laufen lassen kann. (Ich hatte Teddy wie immer vor dem Laden angeleint, als ich heraus kam, lag nur die Leine auf dem Boden.)
Ich weiß nicht, was passiert ist, vielleicht wurde er fast angefaren oder der fremde Mann hat ihm irgendetwas angetan. Ich kann mir auch nicht erklären, wie er aus seinem Geschirr flüchten konnte.
Ich weiß nicht, ob diese Situation ausschlaggebend für seinen Zustand ist. Aber momentan weiß ich nicht weiter.

Liebe Grüße, Sunny


Hallo icon_eek.gif icon_sad.gif

Er hat bestimmt was erlebt was ihn ensetzliche Angst einjagt.
Ich hoffe er kann irgendwann ohne angst wieder raus.
Ich drück die Daumen

viel Grüße von Marga