Haustiere

Mein Hund knurrt mich an - wie verhalte ich mich?

» User #604 schrieb:

Hallo miteinander,
wir haben einen 6 Jahre alten Schäferhund Rüden, der seit ca. 3 Monaten Probleme macht. Er hatte schon immer seinen eigenen Kopf und mußte schon des öfteren in seine Schranken verwiesen werden. Bisher hat er aber immer alle Befehle befolgt. Jetzt ist es jedoch so, das er uns anknurrt, wenn er dem Befehl nicht gehorchen will.
Beispiel: Da wir im Garten Unkrautvernichtungsmittel benutzen wollten, sollte der Hund ins Haus kommen. Auf mehrmaliges Rufen reagierte er gar nicht. Da er nicht rein kommen wollte, legte er sich auf den Boden und bewegte sich kein Stück. Als ich zu ihm hinging um ihn rein zu führen, knurrte er mich an. Daraufhin packte ich Ihn und kniff ihm in´s Ohr. Da schnappte er nach mir und fletschte die Zähne.
Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Sollen wir Ihn dafür bestrafen? Ist er sogar verhaltensgestört? Wäre eine Hundeschule ratsam?
Wäre nett, wenn uns jemand hierzu einige Tips geben könnte.

Gruß Sylke und Matze


» User #360 schrieb:

icon_eek.gif Ich würde mich als erstes fragen: ist er gesund? Vielleicht mal den Tierarzt aufsuchen und es abklären! Hat es eine Veränderung im Umfeld gegeben? Neues Familienmitglied etc.?
Auf jeden Fall hätte ich Ihn für dieses Verhalten gleich gestraft!


» User #243 schrieb:

Schon mal daran gedacht, daß sein sich-auf-den-Boden-legen ein calming signal gewesen sein könnte, aus Angst vor Eurer Reaktion?
Daß er geschnappt hat, als Du ihn ins Ohr gekniffen hast, ist doch kein Wunder. Wie soll der Hund Vertrauen zu Euch aufbauen (und behalten) wenn er weiß, gleich fügt ihr ihm wieder Schmerzen zu?!

Ich würde Euch eine gute Hundeschule empfehlen, und zwar eine die ohne Starkzwangmittel wie Stachelhalsband etc. arbeitet!

Seht Euch doch mal nach einer animal learn Hundeschule in Eurer Nähe um. Die werden Euch bestimmt weiterhelfen.

Außerdem solltet Ihr auch abklären, ob der Hund gesund ist. Es könnte auch durchaus sein, daß er Schmerzen hat und deswegen ein verändertes Verhalten zeigt.


» User #604 schrieb:

Danke erstmal für eure Antworten!
Ich glaube nicht, dass unser Hund Angst vor unserer Reaktion hat, da er im Grunde nichts von uns zu befürchten hat. Und das mit dem "ins Ohr kneifen" sollte nur eine Strafe für das knurren sein. Er hat dieses Verhalten übrigens auch anderen Personen gegenüber gezeigt, die Ihm nicht so nah stehen, wie wir. ( Bsp. meinem Vater )
Mit den Schmerzen könnte vielleicht eine Ursache sein, da er HD hat. Wir haben ihn zwar im Oktober 2002 operieren lassen, aber dies hatte nicht den gewünschten Erfolg.
Aber wie gesagt, er hat einen richtigen Dickkopf und kann wahnsinnig stur sein. Darin sehen wir vielmehr die Ursache.
Ich denke, das mit der Hundeschule ist die beste Alternative, da wir doch Angst haben, dass sich das Verhalten ausprägt.


» User #639 schrieb:

Sylke76 hat folgendes geschrieben::
Hallo miteinander,
wir haben einen 6 Jahre alten Schäferhund Rüden, der seit ca. 3 Monaten Probleme macht. Er hatte schon immer seinen eigenen Kopf und mußte schon des öfteren in seine Schranken verwiesen werden. Bisher hat er aber immer alle Befehle befolgt. Jetzt ist es jedoch so, das er uns anknurrt, wenn er dem Befehl nicht gehorchen will.
Beispiel: Da wir im Garten Unkrautvernichtungsmittel benutzen wollten, sollte der Hund ins Haus kommen. Auf mehrmaliges Rufen reagierte er gar nicht. Da er nicht rein kommen wollte, legte er sich auf den Boden und bewegte sich kein Stück. Als ich zu ihm hinging um ihn rein zu führen, knurrte er mich an. Daraufhin packte ich Ihn und kniff ihm in´s Ohr. Da schnappte er nach mir und fletschte die Zähne.
Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Sollen wir Ihn dafür bestrafen? Ist er sogar verhaltensgestört? Wäre eine Hundeschule ratsam?
Wäre nett, wenn uns jemand hierzu einige Tips geben könnte.

Gruß Sylke und Matze




Hallo,
Du solltest den Hund zuerst einmal tatsächlich zum Tierarzt schleppen. Es kann gut sein, dass er sich wegen der Schmerzen so bockig verhält.
Sind Schmerzen aber nicht der Grund, so hab bitte nicht so viel Respekt, wenn der Hund Dich anknurrt. Denn wenn er nicht gehorcht und Dich dann auchnoch durch das Anknurren "verwarnt", sieht er sich selbst als Rudeloberster an. Du must ihm zeigen, dass Du den Ton angibst, dass er vor Dir Respekt haben muss. Nicht umgekehrt. Das solltest Du ihm aber nicht durch das Zufügen von Schmerzen zeigen, sondern durch Konsequenz und auch Strenge. Bei meinem Hund reicht es mittlerweile, wenn ich ihr kurz die Zähne zeige (sie also "anfletsche") - und die Fronten sind wieder klar! Vermenschliche den Hund nicht, er braucht klare Rudelstrukturen. Das ist ganz normal.

Gruß
Susanne.


» User #291 schrieb:

Hi Sylke!
Ich muss ICE recht geben!
Auch wenn Du es nicht war haben willst dein Hund beschwichtigt wenn er sich auf den Boden legt ("von mir geht keine Gefahr aus")!
Leider verhältst Du dich vollkommen falsch! icon_sad.gif In den Augen des Hundes sogar "VERHALTENSGESTÖRT"! Er spürt deinen ärger und will dich mit den Signal beruhigen und was machst Du...Du wirst sauer und kneifst Ihn noch im Ohr (was ist das eigentlich für eine UNART?) Und dann wunderst du dich; das dein Hund sich wehrt! icon_eek.gif
Ihr habt beide ein Problem... Ich fange beim Menschen an:
-Sylke tu Dir selbst und dein Tier ein gefallen und lerne die Hundesprache! Es gibt ganz tolle Bücher - oder spar Geld und informiere dich im Netz und lese, verstehe und lerne!
-Hund du darfst dein Mensch nicht beissen! Lass dir von Sylke zeigen, dass Sie dich ab heute versteht und nicht mehr in deinen Augen verhaltensgestört reagiert! Vielleicht fängt Sie ja mit Clickertraining an! Das macht dir und Sylke bestimmt Spass und Du hörst dann auch sofort, gell!?
Sylke, ich habe das nicht geschrieben um dich zu ärgern oder niederzumachen - sondern um euch beiden zu helfen!
Ich mache Verhaltenstherapien für Hunde und Missverständnisse in der Sprache sind nicht selten! Du bist normal und dein Hund auch; ihr müsst nur ein weg finden euch zu verstehen!
Viel Erfolg!


» User #707 schrieb:

Hallo Sylke,
zu deiner frage wie du ihn bestrafen sollst, wenn er dich anknurrt: solltest du wirklich ein Dominanzproblem haben, dann wäre es viel zu gefährlich für dich ihn zu strafen (außerdem gibt es aus Sicht der hunde gar keine Strafe). Lieber würde ich grundsätzlich einige Regeln beachren, wie zum Beispiel ihr esst zuerst, ihr geht zuerst an die Tür, wenn es klingelt, alles Spielzeug und Kauknochen kommen weg und er bekommt sie nur wenn ihr Zeit habt, danach nehmt ihr sie wieder weg. Wenn er kommt und spielen will/ gestreichelt werden will,... dann ignoriert ihr ihn bis er aufhört euch zu bedrängen, wartet 5 Minuten und dann wollt ihr! Entweder er macht mit oder eben nicht. Dem Problem mit dem nicht ins Haus kommen würde ich erst einmal aus dem weg gehen indem ich ihm eine 10m-Leine anhänge mit der ich ihn im Notfall hereinholen kann.
Außerdem solltet ihr ihm erst einmal ger keine Kommandos geben. Außer beim fressen: Wenn es geht gebt ihm sein Futter aus eurer Hand (d.h.: alles Futter und gar nichts mehr aus dem Napf) und "zwingt" ihn damit das zu tun was ihr wollt. Er soll sich zum Beispiel für eine halbe Hand voll Futter hinsetzten, wenn er es macht bekommt er sie und muss für die Nächste Hand Platz machen. Wenn er es aber nicht macht bringt ihr das Futter weg und versucht es später wieder irgendwann wird er schon genug Hunger haben. Ihr werdet sehen, dass dieser Zwang viel sinnvoller ist als ihn runterzudrücken zu schütteln,... was er gar nicht verstehen würde. Viel Glück und wenn ihr Fragen habt, dann schreibt.
Sophie