Haustiere

Trennungsangst - besonders im Zwinger

» User #530 schrieb:

Hallo,

wir haben ein Problem mit unserer DD-Hündin, die jetzt fast 6 Monate alt ist. Seit längerer Zeit kommt sie in den Zwinger und seit dieser Zeit schreit sie sich auch die Seele aus dem Hals. icon_sad.gif

Wir haben versucht ihr den Zwinger schmackhaft zu machen, indem wir ihr Schweineohren, Kauknochen etc. dort gegeben haben. Sie kam am Anfang zur Eingewöhnung auch nur einige Minuten hinein und sobald sie still war, durfte sie wieder heraus.

Doch jetzt muss sie auch schon länger (2-4 Stunden) im Zwinger bleiben, weil wir sie nicht mit in die Uni nehmen können. Sie jault von Anfang an und hört nur auf, um Luft zu holen. Sie trinkt nicht, frisst nicht und nimmt auch die Leckerlis nicht an.

Sie kratzt an der Tür, klettert das Gitter hoch (Wir haben immer Angst, dass sie hängen bleibt und sich verletzt), und öffnet sogar schon allein den Riegel, so dass wir jetzt ein Schloss davor gehängt haben.

Sonst ist sie übrigens immer in der Wohnung und schläft auch nachts dort. Wir haben es auch schon versucht, sie in der Wohnung zu lassen, weil diese ja ihr gewohntes Umfeld ist, aber das machen weder unsere Türen, noch unsere Tapeten noch lange mit. icon_sad.gif

Meine Schwiegermutter ist zwar meist zu Hause, aber sobald sie die Dielentür schließt, geht Judy auf die Suche nach uns, weil sie ja dann auch wieder meint, dass sie alleine ist. Und meine Schwiegermutter kann die Tür nicht auflassen,weil dann der DL mit seinen 45 kg Kleinholz aus der Wohnung macht, in die er nicht rein darf, es aber trotzdem tut, wenn Judy reingeht.

Kann uns jemand einen Tipp geben? Wir sind mit unserer Weisheit am Ende!


» User #313 schrieb:

Hallo,

Ich studiere derzeit Tierpsychologie für Hund und Pferd.
Um deinen Hund ans alleinsein zu gewöhnen, braucht ihr GANZ VIEL GEDULD!
Ihr solltet es immer wieder mit ihm üben!
Zuerst lasst ihr euren Hund in einem Zimmer Platz und bleib machen.
Er soll einige Zeit in einem Zimmer liegen bleiben, so das ihr euch frei in der Wohnung bewegen könnt, ohne das euer Hund euch folgt!
Wenn euer Hund das macht, schließt ihr die Türe bis auf einen spalt und macht das gleiche wieder!
Nie in das Zimmer gehen, wenn er fiept, jault oder andere Sachen macht!
Wäre sonst eine belohnung für sein Verhalten!
Erst in das Zimmer wenn er ruhig ist!
Wenn das auch klappt, dann schließt ihr die Türe ganz und bewegt euch auch einige Zeit frei in eurer Wohnung!
Euer Hund sollte vor der Trennung nicht beachtet werden und auch nicht überschwänglich begrüßt werden!
Sonst macht man die Sache nur noch schlimmer!
Wenn das dann auch klappt, versucht ihr es mal für ganz kurze Zeit die Wohnung zu verlassen!
Aber bitte den Hund nicht beachten!
Ihr tut am besten einfach so, als ob ihr nur eben in ein anderes Zimmer geht!
Geht erst wieder zurück in die Wohnung, wenn euer Hund ruhig ist!
Sollte er sich aber einfach nicht beruhigen und ihr müsst wieder in die Wohnung, dann beachtet ihn ABSOLUT nicht, bis er sich ganz ruhig verhält! Dann erst darf er begrüßt werden!
Ich hoffe das ich euch eine Hilfe sein durfte!?
Ihr dürft mich aber auch gerne für weitere Fragen persönlich anschreiben!
Geht einfach links auf private NAchricht senden!

Viel erfolg und lieben Gruß
Susanne


» User #593 schrieb:

würde auch nach susannes ratschlägen vorgehen - allerdings würde mein hund sicher nicht ohne aufsicht platz bleiben icon_wink.gif , aber ich habe es einfach gelöst, indem er zwei zimmer unserer wohnung nicht betreten darf.

lest euch auch das mit dem regenschirm (forum erziehung, thema: hund allein lassen?) durch. prinzipiell geht es da ja auch darum, dass der hund lernt auch ohne euch auszukommen ohne gleich in panik zu verfallen. das alleinbleiben ist nämlich logischerweise umso schwerer für den hund umso mehr er gewöhnt ist während ihr da seit ständig bei euch zu sein, nicht von eurer seite zu weichen und eure aufmerksamkeit zu haben. er fällt dann so ganz alleine einfach in ein loch...

wenn bei euch sonst immer viel trubel ist kann es auch helfen das radio laufen zu lassen (natürlich nur als zusätzliche hilfe zu susannes beschreibung des trainings).

viel erfolg und geduld wünsche auch ich euch,
früher oder später schafft ihr das (bei meinem tierheimhund hat`s auch einige monate gedauert und jetzt klappt es prima! *freu*),

lg mottenschwein


» User #707 schrieb:

Hallo,
Ich arbeite als Hundetrainerin und habe schon viele gute Erfahrungen gemacht indem ich den Leuten geraten habe, dass sie ihren hunden erst einmal beibringen sollen allein in einem Zimmer zu bleiben. Als nächstes sollen sie dann unbemerkt aus der Wohnung gehen, am besten durch ein Terrassenfenster, denn der Hund regt sich nur auf, wenn er merkt, dass ihr gleich wieder geht,wenn er es aber gar nicht mitbekommt, dann ist alles in Ordnung. Probiert das docheinfach mal aus und wenn es nicht besser wird, dann schreibt mir mal privat oder versucht es mit Susannes Vorschlag.
Ganz wichtig: Wenn es irgendwie geht, lasst den Zwinger weg. wenn ihr Angst habt, dass sie euch die Wohnung zerlegt, dann macht einen sehr starken Haken in die Wand und legt sie an eine kurze Leine.
Viel Glück
Sophie


» User #593 schrieb:

hallo
ich würde auch nicht zu einem zwinger raten (außer dieser ist so groß, dass er wie ein garten ist und wird vom hund selbst der wohnung vorgezogen - wenn er alleine ist), aber ihn an einem haken an kurzer leine in die wohnung hängen?
stell ich mir noch unangenehmer vor! wenn schon anhängen, dann wenigst am brustgeschirr, aber ich denke hier ist es schon eine trainingssache und sollte weder mit einfach in den zwinger wegsperren noch in die wohnung ketten gelöst werden!
tipps gab es ja genug, jetzt ist es eigentlich nur noch eine zeitfrage bis der hund checkt, dass sie immer wieder kommen und er keine angst haben muss. darf man eben nicht zu schnell vorgehen - ich musste mit 2 sec. anfangen! aber es klappt immer! geduld!
lg mottenschwein


» User #243 schrieb:

Mein Hund blieb anfangs auch nicht alleine (was ich sehr gut verstehen kann, da er ausgesetzt wurde). Anfangs ist mir mein Hund sogar bis auf die Toilette nachgedackelt icon_wink.gif mittlerweile bleibt er problemlos einige Stunden alleine (ohne die Wohnung zu zerbasteln oder sonstiges).
Ihr müßt mit wirklich kurzen Intervallen des Alleinebleibens anfangen. Laßt Euren Hund in einem Zimmer liegen, während Ihr ins Nebenzimmer geht. Sobald das klappt, geht Ihr für kurze Zeit aus dem Haus. Achtet darauf, daß der Hund ruhig ist, wenn Ihr wieder kommt. Sonst lernt er nur, daß es sich lohnt, Krach zu machen und zu jaulen. Er verbindet sein Theater dann nämlich damit, daß Ihr zurückkommt, sobald er damit anfängt. Um ihm das Alleinesein schmackhaft zu machen, könnt Ihr ihm was zum Kauen geben (meiner verschwindet sofort im Nebenzimmer, sobald er Schweineohren oder Parmaschinkenknochen bekommt. Daß ich dann gehe, interessiert ihn nicht mehr icon_wink.gif ). Vor allen Dingen dürft Ihr auch kein Aufhebens um Euer Gehen machen. Einfach raus und Tür zu. Wenn Ihr Euch von Eurem Hund verabschiedet, macht Ihr ihn nur darauf aufmerksam, daß Ihr jetzt geht.

Von der Idee, den Hund an die kurze Leine zu legen, halte ich nicht viel. Meiner würde am Rad drehen, wenn ich das machen würde.

Vor allen Dingen braucht Ihr wirklich Geduld und nochmals Geduld! Und versucht doch bitte, ohne Zwinger auszukommen.

Viele Grüße
Ice