Haustiere

Wie lange muß ich meinem Hund Welpenfutter geben?

» User #1771 schrieb:

Da hab ich mal 'ne Frage. Nach Angaben des Herstellers wird die Futtermenge danach berechnet, wie schwer der Hund wird, wenn er ausgewachsen ist. Unser Hund soll nach Angaben des TA ca. 30 kg schwer werden. Er ist ein fast 5 Monate alter Schäferhund und wiegt jetzt 25 kg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er nur noch 5 kg zunehmen wird bis er ausgewachsen ist. Er fristt immer auf, ist dabei aber eher hager. Vielleicht wird er ja mal 50 kg schwer, dann wäre doch die Futtermenge die er zurzeit bekommt nicht ausreichend. Die Menge wird von uns auch reduziert, wenn Schweineohren oder Leckerli dabei sind. Außerdem bekommt er einmal die Woche ein rohes Ei und abwechselnd einen EL Öl oder einen EL Schmalz ins Futter. Wie handhabt ihr das? Wir wollen natürlich auch nicht, dass der Hund ein Dicki wird. Bin gespannt auf eure Antworten. Zaki


» User #2970 schrieb:

Hallo,

die Angaben auf den Futtersäcken mögen vielleicht gute Anhaltswerte sein. Wieviel der einzelne Hund jedoch braucht, muss jeder selber herausfinden.

Dazu macht man einfach den Rippentest, dh wenn man beim Auflegen der Hand auf die Seite die Rippenbögen gut spüren kann und nicht bohren muss, ist die Figur optimal. Bei einem Hund im Wachstum ist weniger meist mehr.

Ist der Hund zu dick, wird die Futtermenge reduziert, ist er zu mager, wird sie erhöht. So findet man irgendwann dann die perfekte Portion icon_wink.gif

LG, Saskia


» User #2891 schrieb:

Hallo treckie,

ich habe mich vor kurzem mit meinem Tierarzt über dieses Thema unterhalten, weil bei meiner Hündin , sie ist erst 1 3/4 Jahr alt, Gesäugekrebs festgestellt wurde. Er hat mir erklärt zu viel und lange Proteingabe nicht gesund sind und die Krebsentstehung begünstigen.

Die Ernährungswissentschaftler seinen soweit sogar dazu das Welpen nur Seniorenfutter gefütter wird, da darin auch erhöht Kalzium und Phosphor enthalten sind, aber nicht soviel Proteine so das der Welpe in aller Ruhe und langsam (was gesünder ist) wachsen kann. Und wer mal darüber nachdenkt der wird ganzschnell herausfinden das es eigentlich ganz logisch ist, was gute Zellen zum wachsen bringt kann auch bösartige zum wachsen bringen oder?

Mein Tierarzt hat mir geraten bis 4 Monate Welpenfutter zu füttern und dann langsam auf Adultfutter umzustellen.

Liebe Grüße Monika


» User #173 schrieb:

Die genetische Grösse eines Hundes steht fest, aber Du kannst durchs Füttern bestimmen wie schnell er seine Grösse erreicht.
Ab 6.Monat kein Welpenfutter.
Ich habe 4 RR's grossgezogen und keiner hatte Probleme mit den Gelenken.

Gruss
Sanne


» User #2891 schrieb:

... ich meinte auch nicht Probleme mit Gelenken sondern mit Krebs und der wird durch zu Proteinhaltiges Futter begünstigt.

Das die Größe feststeht weiß ich, aber wie du schon geschrieben hast die Geschwindigkeit kann man beeinflussen, und zu schnelles Wachstum ist nicht gesund, ich habe zwar nicht weil ich sie so gepuscht habe sondern der Vorbesitzer die Quittung jetzt dafür erhalten.

Liebe Grüße Moinka


» User #3007 schrieb:

Hallo Leute,

ich habe mir den gesamten Thread in Ruhe durchgelesen und stelle fest, dass wohl viele ahnen, wo die Grenze liegt, aber keiner sich traut, es mal verständlich in Worte zu fassen. Hier also denn der mutige Versuch, den letzten belegten wissenschaftlichen Stand mal zu publizieren:

Bei der Ernährung von Welpen wird zwar grundsätzlich vom Bedarf des ausgewachsenen Hundes ausgegangen, jedoch werden entsprechend der Gewichtsentwicklung verschiedene Faktoren zur Multiplikation dieses Wertes angesetzt. Richtig und wichtig geschrieben wurde schon: Große Tiere sollten nicht zu schnell Gewicht ansetzen. Falsch ist jedoch, sich dabei an den Proteinwerten eines Futters zu orientieren. Wichtiger wäre, die Verdaulichkeit des Proteins zu kennen. icon_wink.gif

Hier ging es, glaube ich, um eine Rasse, die eher größer wird. Dazu gilt dann folgende Orientierung: Mit ca. 10 Monaten sollten 80% des Endgewichtes erreicht werden. Soweit das Ziel.

Der Weg dahin: Nach dem Absetzen benötigen die kleinen Racker ca. das doppelte an Energie eines ausgewachsenen Tieres gleichen Gewichtes. (Faktor 2)

Sind jedoch ca. 40% des Endgewichtes erreicht, reduziert sich der Energiebedarf auf den Faktor 1,6.

Ab 80% des Endgewichtes rechnet man mit dem Faktor 1,2 des Energiebedarfs eines ausgewachsenen Tieres gleicher Rasse.

Soviel zur Theorie. Jetzt bleibt natürlich die Frage offen: Wieviel Energie braucht das Tier? Das wiederum läßt sich nach einer Formel der MKG (metabolischen Körpergröße) errechnen.

Gleichzeitig sollte man in der Lage sein, auch die Fütterungsempfehlung des Herstellers zu überprüfen. Dazu wäre notwendig, den Energiegehalt jedes Futters zumindest überschlägig zu berechnen. Auch das geht.

Toll wären dafür Futterrechner, die nach Möglichkeit auch noch auf wissenschaftlicher Basis zumindest gute Anhaltspunkte bieten.

Selbstverständlich ist jedes Tier ein eigenes Individium. Man kann also nicht alles einfach so übertragen. Aber es hilft einem selbst schon, wenn man mehr über die Zusammenhänge weiß.

In diesem Sinne
LG Frank


» User #338 schrieb:

Hallo Frank,
das hört sich ja echt klasse an, kann da jemand durchsteigen?
Was mache ich, wenn ich nur erahnen kann, wie schwer der Hund wird?
Betrifft mich jetzt allerdings nicht mehr wirklich, da Spike mittlerweilen 16 Monate alt ist.
Trotzdem danke für eure Antworten.
Gruß Katja


» User #3284 schrieb:

In einem Fachwälzer beim Tierarzt habe ich gelesen, das die knochen ab den 10. Monat fester werden icon_wink.gif!Denke bis zum 10.Monat wäre es auf jeden Fall besser es zu geben. Grössere Rassen (über 60Kg Endgewicht) sollten wohl länger Aufzuchtsfutter bekommen oder Erwachsenenfutter mit änlichen Werten!


» User #2891 schrieb:

Nach den neuesten Erkenntnissen ist es nicht notwendig und auch nicht gut Welpen solange Welpenfutter zugeben. Man sollte ab dem 4 Monat auf Adult oder sogar noch besser Seniorfutter wechseln, im Seniorfutter ist der Kalziumanteil auch höher und nur der ist wichtig für die Knochen.

Höhere Proteine sind Quatsch und nicht notwendig, oder gebt ihr euren Kinder auch Aufbaupräperate damit sie schneller wachsen?
Und nur das bewirkt es im Endefekt, meine Hündin muss mit einem Alter von 1 3/4 Jahr jetzt die Quittung dafür tragen, sie hat wie im oberen Beitrag schonmal erwähnt Krebs, der höchstwahrsscheinlich wegen der hohen Proteine in diesem Alter bei ihr ausgebrochen ist.

Denkt mal über diesen Satz nach "was gute Zellen zum wachsen bringt, kann auch bösartige Zellen zum wachsen bringen" eigentlich auch ganz logisch oder?

Wer seinem Welpen dann noch etwas gutes tun will gibt lieber zusätzlich Kalzium das ist für die Knochen vollkommen ausreichend.

Liebe Grüße an alle Moni


» User #3284 schrieb:

HiMoni!
Höhere Proteine können schädlich sein, da hast Du recht!
Der im Futter angegebene Rohproteinwert sagt nix über die Qualität des Eiweisses aus (leider).Von daher könnte man theoretisch ein hochverdaulich seniorfutter ein schlechtverdauliches Welpenfutter den vorzug geben icon_wink.gif .
Aber warum soll man es sich so schwer machen?
Es gibt auf hochwertiges Welpenfutter für grössere Rassen mit einem moderaten (niedrigeren) Proteingehalt icon_smile.gif .
Wichtig ist nur das man am Geld für ein hochwertiges Welpenfutter nicht sparen sollte, da die Aufzucht sehr entscheidend ist für die Gesundheit des später Erwachsenen Hundes!
Woran erkennt man ein hochwertiges Futter?
Nicht das teuerste muss das Beste sein icon_eek.gif , achte auf die Verdaulichkeit (umso weniger Hund essen muss umso hochwertiger das Futter), Inmhalt und Zusammensetzung! icon_wink.gif


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