Haustiere

Hund winselt, jault und bellt nachts

» User #20106 schrieb:

Hallo! Wir haben vor ein paar Tagen einen Hund aus dem Tierheim übernommen. Es handelt sich um einen 2 Jahre alten Dackelmischling.

Im Tierheim wurde uns gesagt, dass der Hund problemlos alleine bleiben kann.

Nun wollten wir ihn in der ersten Nacht alleine im Wohnzimmer lassen (Körbchen, Spielzeuge, etc. alles da). Er kam aber immer bis zur Schlafzimmertür und kratzte und winselte. Zuerst wollten wir das ignorieren, und dachten uns er würde dann damit von alleine aufhören.

Leider begann er dann auch wie ein Wolf zu jaulen und nach über einer Stunde habe ich es dann nicht mehr ausgehaltne und er hat dann im Schlafzimmer übernachtet.

Auf Dauer will ich das aber nicht haben. Ich möchte mit meiner Freundin ungestört und alleine die Nacht verbringen.

Außerdem habe ich Angst, dass er ganz genauso bellt und jault wenn wir nicht zu Hause sind (das ist am Tag 3-4 Stunden so, deshalb haben wir uns auch extra für einen Hund interessiert, der alleine bleiben kann).

Was kann man tun? Wir sind nun nach ein paar Nächten mit demselben Ablauf verzweifelt.


» User #17713 schrieb:

Hallo

"Alleine bleiben" ist nicht gleich "alleine bleiben".
Es ist was anderes ob der Hund allein im Haus ist oder sein Rudel sich mit im Haus befindet.
Hunde sind Rudeltiere und möchten natürlich auch mit im Rudel (Ihr) leben,auch nachts icon_wink.gif .
Ich kann durchaus verstehn das Du das nicht möchtest das der HUnd an Actionen im Schlafzimmer icon_wink.gif teilnehmen soll aber wie wär es wenn Ihr im Schlafzimmer Ihm eine Ecke macht wo Er schlafen kann.
HUnde brauchen die Sicherheit im Rudel.
Meine Hunde schlafen bei mir im Schlafzimmer,früher sogar bei mir im Bett.Ich hab es meiner Hündin jedoch abgewöhnt weil ich es satt hatte das Sie schön lang gestreckt im BEtte lag und ich halb auf der Bettkante,grins.
Meinen Welpe lass ich von vornherein nicht ins Bett sondern Sie hat schön auf Ihrem Platz zu liegen.Und was hat Sie gejammert!.Aber ich bleib hart.
Den Fehler einen HUnd mit ins BEtt zu nehmen mach ich kein 2.mal,lach.

Aber ich würde deinem HUnd einen Schlafplatz im Schlafzimmer anbieten oder zumindest in einem Nebenzimmer und die Schlafzimmertüre auflassen.

Liebe GRüsse Claudi


» User #12972 schrieb:

Hallo,
also, wenn meine Frau auf Schulung war, waren meine Hunde (2 Doggen ) in unserem Bett. Ok, viel Platz hatte ich dann nicht mehr, aber ich fand es in Ordnung.

Allein blieben sie immer gut. Ich hab die Türen in der Wohnung immer offen gelassen, auch im Winter. Sie schliefen im Wintergarten und wenn es einen in den Sinn kam, durften sie auch ins Schlafzimmer, dort standen auch Körbchens. Für die Kleinen. grins***

Sie konnten also wählen.
Vll. solltest Du einfach die Tür offen lassen, seinen Schlafplatz beim Eingang zum Schlafzimmer hinstellen...
Gruß eggi


» User #3675 schrieb:

Hallo Dominik,
und herzlich willkommen hier im Forum. icon_biggrin.gif Ich finde es super, dass Ihr Euch für einen TH-Hund entschieden habt.
Ich kann sowohl den Hund - der beim Rudel sein möchte - als auch Euch verstehen. Ich finde es auch legitim, wenn man sagt, man möchte den Hund nicht im Schlafzimmer oder im Bett haben. Obwohl ein Dackelmix noch gut ins Bett passt (und sich wunderbar klein machen kann icon_twisted.gif), wird es bei einem Hund ab einer bestimmten Größe auch anstrengend (siehe Julimaus mit Labrador und Dogge icon_eek.gif).

Ich gebe Dir aber noch folgendes zu bedenken: Es ist ein TH-Hund. Du weißt nicht, was er bisher erlebt habt und welche (evtl. schlechten) Erfahrungen er machen musste. Und er weiß noch nicht, dass er bei Euch zu Hause ist und auch bleiben darf. TH-Hunde haben sehr oft Verlassensängste, denn gerade sie haben ja ihr Rudel oft schon einmal oder sogar mehrfach verloren.

Bis ein TH-Hund in einem neuen Heim "angekommen" ist, können zwei bis drei Monate vergehen. Gebt ihm die Zeit, die er braucht, um Vertrauen und Sicherheit zu entwickeln! Die paar Tage, die Ihr ihn bei Euch habt, reichen da lange nicht.

Eigentlich ist hartes Ignorieren wirklich die beste Lösung, bis er es kapiert hat. Wenn das aber gar nicht geht, würde ich tatsächlich zu einer Kompromisslösung greifen: Entweder Hund ins Schlafzimmer (aber nicht ins Bett), oder Körbchen in Türnähe und Tür offen lassen. Ich selbst hätte kein Problem mit dem Hund im Schlafzimmer. Wenn Ihr das so überhaupt nicht wollt, könnte man vielleicht auch die Tür offen lassen und ein Türgitter (für Kleinkinder) übergangsweise einsetzen. Das wäre sehr konsequent, denn er hätte den Kontakt und könnte Euch hören, sehen und riechen - aber er würde eben gar nicht erst lernen, das Schlafzimmer zu betreten. Dann sollte das Schlafzimmer zu JEDER Tages- und Nachtzeit ein absoluter Tabu-Raum sein, den er nie betreten darf. Sehr sinnvolle pädagogische Lösung. icon_wink.gif

Den Hund übergangsweise ins Schlafzimmer zu lassen, bis er Vertrauen zu Euch hat und es ihm später wieder abzugewöhnen, wäre auch möglich, aber ziemlich schwierig - wenn er das Privileg einmal hat, ist es schwer, es ihm wieder zu nehmen. Und Dackel können brutal stur sein!
Hunde suchen sich übrigens ihre Schlafplätze sowieso gern selbst. Das heißt, es könnte auch sein, dass er erst im Schlafzimmer schläft, es aber später von selbst wieder verlässt (sobald er das Vertrauen hat, dass sein Rudel dableibt). Viele Hunde "wandern" in der Nacht, speziell, weil es ihnen zu warm oder zu laut ist. icon_mrgreen.gif Meine Theorie wäre also: Du könntest ihm auch später das Schlafzimmer "abgewöhnen", indem Du es ihm einfach "unbequem" machst: lautes Schnarchen eines Menschen oder zu große Kälte oder Wärme könnten da helfen. icon_wink.gif

Dackel mögen aber Wärme und kriechen auch gern unter die Decke. Ich habe das erlebt, als ich meinen Patendackel zwei Nächte bei mir hatte. Ich habe ihm mein Bett konsequent verboten - dachte ich zumindest. icon_rolleyes.gif Als ich dann morgens aufwachte, lag er zusammengerollt zu meinen Füßen. icon_twisted.gif Bei dem Mini-Gewicht merkt man nämlich nicht, dass er sich nachts ins Bett schleicht ...
Ich denke, Ihr werdet schon eine Lösung finden, die Euch allen gefällt.
Viel Erfolg und viel Spaß mit dem Kleinen
wünscht Minou

PS: Ach ja: Claudia hat recht - Alleinbleiben ist nicht so leicht, wenn der Hund weiß, dass sein Rudel in der Nähe ist. Dann reagieren Hunde oft ganz anders als wenn man ganz fort ist. Das könnt Ihr ja einfach ausprobieren.