Haustiere

seit meiner entbindung verträgt sich meine hündin nicht mehr mir anderen hunden und kreift sie einfach an.

» User #20078 schrieb:

ein hallo an alle...

also ich habe ne hündin (roti-boxer mix) namens jacky. sie ist nun 2 jahre alt. bisher lief bei uns alles ohne probleme ab. sie vertrug sich mit jedem hund und auch mit jeder man. aber als ich am 31.7. meine kleine tochter zur welt brachte, änderte sie sich.
hm wie erkär ich es am besten?
also ich habe einen partner (martin) mit hund (zeus) beide hunde vertrugen sich vor meiner entbindung super.
aber als beide mich nach der entbindung zuhause besuchten fing schon alles an. jacky wollte zeus einfach nicht in meine wohnung lassen. dieses problem lösste sich allerdings wie von alleine.
nun ist es aber so das zeus jacky nur anschaut und sie ihn einfach ankreift. er braucht auch nur an jacky vorbei gehen. das ist allerdings nicht immer so. es gibt auch stunden an dem jacky ihm zum spielen auffordert sich einfach zu ihm legt und und und. halt ganz normal als wäre es nie anders. aber irgendwie bekommt sie es manchmal im kopf und kreift ihn wieder an. dieses eigenartige verhalten zeigt sie allerdings nun bei jedem anderen hund genau so.
leider weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll. woduch es kommt. ich bin mir nun nicht sicher ob es eiversucht, ein beschützerinstinkt ist oder sie jetzt denkt das sie für das rudel verantwortlich ist und mit dieser aufgabe überfordert ist.
nun will ich wissen was das problem ist und wie wir es lösen können.
ich hoffe ich konnte unser problem gut schildern und ihr könnt uns vielleicht helfen es zu ändern.
solltet ihr fragen haben beantworte ich sie gerne.
ich danke auch schon mal für jede antwort...

lg sophie


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» User #18600 schrieb:

Deine Jacky passt auf dich und deine Maus auf und will nicht,das irgendjemand in eure Nähe kommt.


» User #3675 schrieb:

sophie87 hat folgendes geschrieben::
leider weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll. woduch es kommt. ich bin mir nun nicht sicher ob es eiversucht, ein beschützerinstinkt ist oder sie jetzt denkt das sie für das rudel verantwortlich ist und mit dieser aufgabe überfordert ist.
nun will ich wissen was das problem ist und wie wir es lösen können.

Liebe Sophie,
herzlich willkommen hier im Forum! icon_biggrin.gif Ich denke, dass Du und auch Waffi das Problem schon ziemlich gut erkannt haben. Auch ich glaube nach Deiner Beschreibung, dass Deine Jacky sich für Euer Rudel verantwortlich fühlt. Tiere haben ja meist "Antennen" für Befindlichkeiten, die Menschen nicht mal wahrnehmen. Wo war Jacky während Deiner Entbindung? Also, ich meine - Du wirst ein paar Tage weg (im Krankenhaus?) gewesen sein, oder? Als Du zurückkamst, warst Du vielleicht noch nicht ganz so fit wie sonst - bzw. warst und bist erschöpft durch die neue Situation mit Baby, stillen, nachts aufstehen, ... So etwas merkt ein Hund sicher. Vielleicht hält sie Dich gerade jetzt für schwächer als sonst und will Verantwortung übernehmen.
Gerade Rottis haben ja einen durchaus starken Wach- und Schutztrieb.

Wie kannst Du Dich am besten verhalten? Vorab: Im Moment klingt es ja so, als sei noch niemand (auch kein Hund) durch ihre Angriffe verletzt worden. Sollte es aber schlimmer werden und sie fängt an, außer Hunden auch Menschen anzugreifen (wäre ja möglich icon_confused.gif), dann solltest Du Dir dringend einen guten (!) Hundetrainer ins Haus holen. Jemand, der die Körpersprache und das Verhalten des Hundes bei Dir zu Hause beobachten kann, wird Dir die besten Tipps geben können - das ist viel sicherer, als in einem Forum nachzufragen, denn wir möchten zwar gern helfen, aber kennen ja Deinen Hund nicht persönlich. icon_wink.gif

Du solltest Jacky mehr Sicherheit geben und ihr zeigen, dass Du der Rudelchef bist und Du auch fähig und bereit bist, Deine Aufgabe wahrzunehmen. Das kann man durch ganz einfache Maßnahmen zeigen. Ein paar Beispiele:

- Bei der Begegnung mit anderen Menschen oder Hunden stellst Du Dich VOR Jacky, also zwischen Jacky und den anderen Hund. Du schirmst sie mit Deinem Körper von anderen ab. Das zeigt ihr, dass Du sie beschützt (und nicht umgekehrt). Muss man natürlich nicht immer machen, aber sobald Du merkst, dass sie angreifen will oder auch nur unsicher wird, könnte das helfen.

- Wenn Du mit ihr Gassi gehst, verlasse vor ihr das Haus. Du bist Chef, Du "eröffnest die Jagd" (Für einen Hund ist jeder Ausflug eine kleine "Jagd" icon_wink.gif) und Du bestimmst auch den Weg.

- Wenn es klingelt, wie verhält sie sich dann? Steht sie auf, läuft zur Tür, schlägt vielleicht auch an? Zweimal Anschlagen ist okay, Du gehst hin, bedankst Dich kurz, dass sie Dich alarmiert hat und schickst sie auf ihren Platz. Damit zeigst Du ihr: "Okay, danke fürs Melden, aber ICH übernehme ab hier und begrüße den Besuch. Du hast hier keine Aufgabe mehr." Bringe sie so oft zu ihrem Platz, bis sie dort bleibt. Vorher öffnest Du nicht die Tür! (Eventuell einen Zettel vor die Tür hängen mit Erklärung, warum das Türöffnen länger dauert - oder jemanden gezielt darum bitten, bei Dir zu klingeln, damit Du mit ihr üben kannst). Wenn es schnell gehen muss, ist es auch sinnvoll, sie kurz irgendwo anzuleinen. Du begrüßt den Besuch und erst DANN darf auch Jacky kommen.

- Wenn es Futter gibt: Lasse sie abliegen und erst nach Deiner Erlaubnis zum Futter gehen und fressen.

- Wenn sie irgendwo rumliegt, wo Du durch willst: Steige nicht über sie drüber. Bestehe darauf, dass sie aufsteht und Dir Platz macht (Sollte man aber nicht bei alten Hunden oder Hunden mit körperlichen Problemen machen ...).

Es gibt tausend kleine Möglichkeiten, einem Hund noch einmal die Rangfolge in Erinnerung zu rufen. Ich kann nicht zu 100 % wissen, ob genau das ihr Problem ist, aber meine Hinweise sind eigentlich so, dass sie zumindest nicht schaden können. Probiere einfach das aus, was Du bei Dir realisieren kannst und schau mal, ob sich etwas ändert. Wenn nicht, muss man halt weiterdenken.
Viel Erfolg und bitte erzähle hier mal, wie es läuft.
Liebe Grüße,
Minou