Haustiere

Meine huendin jauelt und bellt wenn sie allein ist.

» User #19851 schrieb:

Hallo zusammen.
Ich habe ein grosses problem mit meiner huendin.
Sie ist eine weihmarer bracke und ca. zwei jahre alt.
Erst mal zur herkunft. Wir haben sie jetzt vier wochen und sie kommt von einem jaeger aus Spanien.
Er hat sie uns nur abgegeben weil sie nach aussage von ihm zur jagt nicht taugt. Sie wahr auf dem hof an einer drei meter kette fest gemacht und durfte dort im kreis laufen. Ich geh davon aus das sie geschlagen worden ist, weil sie total verstoert und aengstlich ist. Wenn man eine zu schnelle bewegung macht oder ein unerwartetes lautes geraeusch kommt zuckt sie zusammen und verkriecht sich. Und sie wahr total abgemagert.
Jetzt haben wir sie wieder aufgepeppelt. Sie wird auch solangsam immer zutraulicher zu uns und auch vor anderen haut sie nicht mehr ab. Wie es am anfang der fall wahr.
Das problem ist, wenn wir sie allein zuhause lassen muessen faengt sie an zu jaulen und zu bellen und das die ganze zeit. Es war auch schon die polizei bei uns, weil sich nachbarn beschwert hatten. Aber wir koennen den hund nicht ueberall hin mitnehmen.
Achso und sie faengt dann an am fenster oder an der tuer rum zu kratzen. Sie hat auch schon eine stange zigaretten zerflueckt oder eine zeitschrift. Aber nur wenn sie allein zu hause ist.
Wenn wir ins bett gehen, das schlafzimmer ist in der zweiten etage und sie ist unten, macht sie kein mucks und nimmt nichts auseinander weil sie weiss wir sind da.

Ich waehre dankbar fuer jaden tip.
Denn die polizei hier in Spanien nimmt einem den hund ab wenn das oefters vorkommt und dann kommt er in ein tierheim. Und was dort mit dem hund passiert braucht man ja keinem erzaehlen.

Danke schon mal.


» User #14649 schrieb:

Halli ice

Kompliment, dass ihr sie aufgenommen habt und euch dazu "opfert", sie zu pflegen, artgerecht zu halten und auch Geduld mitbringt mit ihr zu arbeiten.

Auch das Alleinebleiben benötigt Geduld. Ich würde sie immer mal wieder innerhalb des Hauses abtrennen, also mal die Tür hinter sich zumachen oder ein Absperrgitter anbringen. Anfangs nur kurz! Macht sie nichts, gleich wieder zurück, aber nicht loben, sondern ganz normal verhalten. Sie soll ja lernen, dass es ganz normal ist, wenn ihr mal weg seid. Beim "richtigen rausgehen" genauso! Nur kurz weg, vor dem Haus warten und wenn sie mal kurz ruhig ist (sofern sie sonst bellt), wieder reingehen (nicht grad in dem Moment, in dem sie Terror macht, denn sonst würde sie ja dafür belohnt werden).
Vielleicht ist auch ein zweiter Hund eine Möglichkeit! Also wenn sie nicht ganz alleine Zuhause bleiben muss.

Das mal so erste Tipps...

Gruss


» User #19851 schrieb:

Danke fuer den tip.

In die zweite etage kommt sie nicht da wir dort schon ein gitter haben und wenn wir im haus sind macht sie nichts. Wenn wir in die kueche gehen und die tuer zu machen interresiert sie das auch nicht.
Aber sobald die Haustuer zugeht und sie allein ist bellt und jauelt sie aber sofort.
Wir haben das auch schon ab und zu probiert vor der haustuer zu warten und dann wieder rein gehen aber immer wenn die tuer zu geht flippt sie aus.

Wenn sie uns sieht ist es kein problem.
Wenn wir vor dem haus sind und machen die tuer zu und sie sieht uns vor dem haus ist alles ok.
Aber sobald sie uns nicht mehr sieht ist es vorbei.

Ein zweiter Hund geht nicht, Sie reicht uns voll und ganz icon_smile.gif icon_smile.gif icon_smile.gif


» User #14649 schrieb:

Also eine sehr intelligente Hündin icon_wink.gif
Hm und draussen im Garten kann sie nicht bleiben? Vielleicht bliebe sie da ruhig. Natürlich sollte der Garten dann aber gut eingezäunt und gesichert sein icon_mrgreen.gif Ich nehm nicht an, dass ihr grad total liebe Nachbarn habt, die sie während eurer Abwesenheit bei sich betreuen würden?

LG


» User #19851 schrieb:

Hallo danke nochmal fuer die Hilfe, aber im Garten lassen geht leider auch nicht, da macht sie genauso viel Theater als wenn sie im Haus waere. Sie versucht dann durch jeden kleinen Spalt im Tor zu kommen und klemmt sich da ein, so dass sie sich weder vor noch zurueck bewegen kann.

Wir haben auch schon versucht sie anderweitig zu beschaeftigen, hatte bei Hund, Katze, Maus gesehen dass dort auch eine Huendin Radau geschlagen hat wenn sie allein gelassen wurde, und die haben dann Spiele mit ihr gemacht, doch unsere kleine mag auch nicht mal spielen.

Sie frisst nicht, sie trinkt nicht sondern macht einen mortz Theater wenn wir weg sind. Wie kann man denn z.b. noch mit dem Hund trainieren. Wir wollen unseren Schatz nicht abgeben sondern ihr das zu Hause geben was sie verdient hat.

Bitte helft uns.


» User #14649 schrieb:

Hallo ice

Da dir „Hund, Katze, Maus“ nicht fremd ist, hast du bestimmt auch schon gesehen, dass sie da mit dem „Antibell-Halsband“ trainieren. Das ist aber 1. eine aufwendige Sache (im TV haben sie es natürlich mit Videoüberwachung des Hundes gemacht) und 2. braucht es dazu eine genaue Analyse des Hundes. Also einen ängstlichen Hund darf man damit natürlich nicht noch mehr beängstigen und das Timing spielt auch eine wichtige Rolle, wenn nicht die wichtigste überhaupt.

Also so wie du schreibst, würde ich persönlich fast zur härtesten Variante greifen. Da ihr in einem Haus wohnt, habt ihr bestimmt auch einen Raum, den ihr nicht oft nützt oder in dem nicht viel rumsteht. Also ich würde dann da ein Hundezimmer einrichten und die Hündin, so Leid es mir tut, während der Abwesenheit da reintun. Dann ist sie in ihren 4 Wänden und kann nicht viel zerstören. Ist es ausserdem ein Raum evt. nicht gerade im EG, dann hören sie die Nachbarn auch weniger. Es gibt auch Leute, die sperren ihren Hund in eine Transportbox, während sie weg sind. Das empfinde ich aber als nicht angemessen und natürlich auch zu wenig Platz, aber ein eigenes „Hundezimmer“, in dem alles weggeräumt wird, was zerstört werden kann – warum nicht? So würde sie sich auch nicht so verloren vorkommen, wie wenn sie ganz alleine im grossen Haus wäre.

Dies ist mein letzter Vorschlag, wenn alle anderen geduldigen Trainingsversuche fehlschlagen.

LG


» User #12972 schrieb:

Hallo,
also ich würde intensivst mit ihr das Alleinbleiben trainieren.
Man geht weg, ohne großes Tamtam, man geht einfach.
Bleibt einige Minuten weg und kommt dann wieder.
Ebenfalls ohne großes Tamtam, der Hund wird konsequent ignoriert,erst, wenn er wieder auf einen normalen Level ist, wird er auch mal begrüßt.

Und dies macht man zu unterschiedlichen Zeiten und klar mehrmals am Tag, bis man sich fast zwingen muss um es zu trainieren.

Da ich den Hund jetzt nicht vor Ort habe, würde ich einfach mal vorsichtshalber auch ihn sehr viele Beschäftgungsmöglichkeiten mit mir anbieten.
Tricks beibringen z. B., sportliche Betätigungen und nein, man benötigt dazu keinen Hundeplatz, man braucht dazu keine anderen Hunde, sondern nur seine Einfallsmöglichkeiten.

Auch würde ich vorsichtshalber meinen Umgang mit den Hund kontrollieren.
Konsequenz usw.
Und wenn mir da irgendwas auffallen würde, es eben in die richtige Richtung bringen.

Hunde benötigen klare Aussagen von Menschen, brauchen Sicherheit(die man ihnen über klare Ansagen vermittelt) und brauchen hier und da auch mal ne Tonne Ignoranz.

Vorrübergehend ja, kannst Du gut und gerne ein Hundezimmer falls möglich einrichten, aber damit wirst Du das Problem nicht lösen, sondern einfach etwas, was die Wohnung betrifft, schmälern.
Aber das Problem wird bleiben.

Deshalb intensivstes Training.
Kontrollzwang kommt hier höchstwahrscheinlich gar nicht in Frage, sonst würde sie ja auch am Rad drehen, wenn ihr oben seit. Sie würde jaulen, sie würde winseln, sie würde Krach schlagen!

Dann würde ich noch dringend dazu raten, sie zu desensibiliesieren, was Umwelteiflüsse betrifft und auch schnelle Bewegungen.
Langsames Heranführen an die o.g. Dinge, zeigt sie eine Reaktion wird diese absolut ignoriert.
Auf Grund ihrer Vergangenheit werdet ihr zwar nicht die höchsten Ergebnisse wie bei einem unverdorbenen Welpen erzielen können, aber evtl. eine Linderung herbeiführen können.

Also ich kenne das mit den Boxen nur von Welpen.
Die über Nacht ihre Zeit dort verbringen, aber kontrolliert, so dass, wenn sie mal müssen vom Halter auch gehört werden.
Alles andere halte ich für sagen wir mal zweifelhaft.
Gruß eggi


» User #19851 schrieb:

Vielen Dank fuer eure Tipps,

also wir versuchen das mit dem Training schon seit einiger Zeit oefters am Tag rein und wieder raus, den Hund nicht beachten, jedoch wie gesagt sind wir gerade aus der Tuer geht der Terror schon los.

Ich weiss auch nicht wie ich sie zum spielen bewegen soll. Sie ist absolut nicht spielwillig, das versuche ich schon sehr lange. Sie ist eigentlich eine sehr liebe und ruhige Huendin, liegt den ganzen Tag in der Sonne oder auf ihrem Sessel und schlaeft. Wenn ich versuche mich mit ihr zu beschaeftigen, wie z.b. ein Leckerchen unter einen Becher legen und sie muss den Becher wegnehmen interessiert sie das ueberhaupt nicht. Auch wenn ich mit Hundespielzeug wie z.b. Baellen oder sonstige Sachen zu ihr komme guckt sie mich an als wollte sie sagen was willst du denn jetzt und legt sich wieder hin.

Naja vielleicht haengt das alles zusammen wir werden auf jedenfall alles versuchen was in unserer Macht steht und vielleicht klappt es ja doch eines Tages. Mit dem Hundezimmer waere eine gute Idee jedoch denke ich dass sie dann nur noch mehr Angst bekommt, bei der Vorgeschichte.


» User #12972 schrieb:

Hallo,
nun ja, ich sprach ja auch nicht vom Spielen mit dem Hund, sondern von Unterordnungsübungen, von etwas Erlernen und hier spielt es wiederrum gar keine Rolle, ob sie Lust hat oder nicht, denn wenn Lernstunde angesagt ist, dann wird gelernt und nicht gepennt.
Werdet doch mal bitte Chef, zeigt ihr doch bitte mal, dass man auf Euch bauen kann, sich verlassen kann - über Unterordnungsübungen funktioniert dies am Besten.
Denn hier lernt sie, sie kann sich auf Euch verlassen.
Ich mache Sitz, bekomme ein Leckerchen oder sehr tolles Lob.
Ich mache kein Sitz und mein Frauchen setzt es durch und ich bekomme nichts...
So meine ich das.
Und klar, es wird konsequent so gehändelt.
Bei jedem Befehl.
Baut doch mal einen kleine Parkur in Euren Garten auf. Muss jetzt nicht der Hoppegarten von Berlin werden.
2 Besenstiele aus dem Baumarkt oder auch 3, diese werden in den Boden gerammt und der Hund wird im Slalom rumgeführt, erst langsam, dann schneller, wenn er es kapiert hat, was ihr eigentlich von ihm wollt und dann volle Pulle los.
Solche Übungen oder so ähnliche Sachen - sprich ich beschäftige mich mit meinen Hund - festigt die Bindung zu Euch und das widerrum ist der Killer für ihre Unsicherheit.
Bedenkt bitte beim Alleinbleibtraining, sie hat 2 Jahre es nicht erlernt, also erwartet bitte nicht, dass es in den nächsten Wochen passiert.
Sowas ist einfach Knochen und Nervenarbeit.
Gruß eggi


» User #19851 schrieb:

wir danken euch erst mal fuer die tips.

Wir werden damit arbeiten und wenn es klappt werd ich da noch mal ein paar texte zu schreiben, oder hab noch ein paar andere tricks rausgefunden, die ich euch dann mitteilen werde.


Vielen dank
gruss ice


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