Haustiere

14 Monate alte Labrador-Hündin / Gehorsam nein danke...

» User #19745 schrieb:

Hallo zusammen,

wir haben eine 14 Monate alte Labrador-Hündin und sind so langsam am verzweifeln...

Das Problem ist, wenn man mit ihr rausgeht und wenn Besuch kommt. Gehen wir raus, fängt sie sofort an zu ziehen und macht eigentlich das was sie will.

Wir gehen dann, laut unserer Tiertrainieren (diese hat uns ca. 4 mal je 1 Stunde unterstützt) so vor, das wir stehen bleiben und wenn sie nicht zurückkommt ein paar Schritte zurück gehen, so dass sie automatisch zurückgezogen wird. Dann stellt sie sich neben uns hin und läuft so ca. 2 Schritte bevor sie wieder vorläuft. Das kann man 1000 mal machen und 1000 mal das selbe Ergebnis - nämlich nix...

Ohne Leine geht überhaupt nicht, sie rennt einfach weg, kommt zwar wieder aber spielt komplett verrückt und man muss sie im richtigen Moment einfangen und festhalten. Wir üben daher oft an der langen Feldleine, dann klappt es perfekt mit Komm und Hier. Genauso im Hundeauslauf der eingezäunt ist: Ohne Leine hört sie wunderbar.

Und das 3. Problem ist, Besuch kommt und Madamme tickt komplett aus und spielt verrückt.

Wir denken, das sie meint sie wäre Cheffin im Hause. Was ist so die Meinung von euch? Und wie bekommt man das raus?

Danke im voraus
Sven


» User #12972 schrieb:

Hallo Sven,
mich würde mal interessieren, wie Du Dich in diesen Momenten verhälst.
Sie ist höchstwahrscheinlich in der Rübellümmelphase. Kann Dir aber, solange ich nicht weiß, wie Deine Reaktion ist, nicht wirklich helfen.
Gruß eggi


» User #13047 schrieb:

Hallo Sven,

mich würde mal interessieren wielange ihr den Hund habt und wie alt er da war.Auch ob sie denn schon den Grundgehorsam jemals hatte.
Ich würde es mit der heißgeliebten Schleppleine probieren und das abrufen trainieren.
Warum besucht ihr keine Huschu auf Dauer?
Mit ein paar guten Tipps alleine ists nicht getan,da fehlts wohl an grundlegenden Dingen wie Konsequenz.Auch wenig Auslastung und Langweeile des HUndes können zu Aufmüpfigkeit führen.
Hat eure Hündin Spielzeug?Meine würde für ihren Ball alles tun und weicht keinen Meter von mir wenn ich den mithabe.
Grüßle


» User #1580 schrieb:

Führt ihr sie nur an der Leine spazieren? Hat sie die Möglichkeit irgendwo in einem garten zu rennen und zu toben? hat sie Kontakt mit anderen Hunden zum spielen?
Euere madame klingt nach dem was du schreibst, absolut nicht ausgelastet. So ein junger Hund hat ein riesen spiel- und Bewegungsbedüftnis. Wenn sie das nicht bekommt, sucht sie sich natürlich andere Ventile.
Was habt ihr mit ihr bisslang noch geübt?
Und Eggis Frage kann ich mich nur anschließen. Wie reagiert ihr auf den Hund? Steht ihr hilflos daneben? Schimpft ihr? Schreit ihr? Verscht ihr "vernünftig" mit ihr zu reden? Packt ihr sie im Nacken um sie zu unterwerfen? etc...
Beschreib mal ein bisschen eueren Alltag und wie ihr mit dem Hund tagtäglich umgeht. Dann kann man vielleicht brauchbare Tips geben icon_smile.gif


» User #18180 schrieb:

Hallo Sven,
sieht sehr nach Pubertät und zu geringer Auslastung aus. Ich habe selber einen Labi und muss sehr viel mit ihm arbeiten, was er auch einfordert. Das heisst jeden Tag 1-2 Stunden draussen nicht einfach Gassi gehen, sondern arbeiten: Unterordnung, Suchübungen/Fährte, Dummyarbeit und zusätzlich noch zweimal pro Woche 4-5 Stunden Rettungshundetraining. Dann liegt der Hund wie jetzt brav neben mir und folgt auch im Haus und beim Spazierengehen prima. Hat er das nicht, sucht er sich andere Auslastung. Labis sind halt Arbeitstiere, auch wenn sie sonst lieb und verschmust sein mögen. Also kein typischer Familienhund nebenbei.

Abgesehen davon kann ich mich nur den anderen anschliessen: ohne genaue Kenntnis der Situation kann man keine Ratschläge geben.

Liebe Grüsse
Labitrail


» User #17713 schrieb:

Unsere Labbihündin ist jetzt 4 Jahre und ich kann mich noch sehr gut an Ihre Rüpelphase erinnern icon_wink.gif .Mit einem steifen Trainingsplan (z.B Hundeschule) bin ich nicht weit gekommen mit meiner dicken.Mit ner Stunde mal "sitz" oder "bei Fuss" üben,nein das ging garnicht.Erfolge erzielte ich nur durch spielerisches Training.Ein Labbi will unbedingt was tun nur ist das Kunststück es heraus zu finden auf welche Art Er dies am LIEBSTEN tut icon_wink.gif .Man kann eigentlich garkeinen richtigen Tip geben wie Du es am besten machst denn nur Du kennst deinen Hund am besten und weisst was Er am liebsten macht und genau dort kann man bei einem Labbi wunderbar ansetzen zum arbeiten.Ist ein bissl wirrwar geb ich zu aber genau so hab ich herausgefunden wie ich an meinem Hund
was erreiche.Ich habe mich auf meine dicke eingelassen und Sie studiert und danach hab ich einen Trainingspan erstellt icon_wink.gif .(meinen eigenen,zugeschnitten nur für mich und meinen Hund).

Ich kann auch nur bestätigen.Ein Labrador ist kein Hund für ein Leben "nebenher".Er möchte was tun am besten mit seinem Menschen.Wenn der Labbi sich jedoch langweilt und nicht optimal auf seiner Rasse entsprechend ausgelastet wird macht dieser was Er möchte.
Labbis sind eigentlich keine einfachen Hunde wie manchmal beschieben.Klar,haben Sie alles was Ihnen gefällt sind es tolle Hunde aber wehe man wird Ihnen nicht gerecht dann drehn Sie voll ab.

Komischerweise ist es mit unserer dicken heut noch so das Sie ohne Leine mehr hört wie mit.Ich fahre viel Fahrrad mit Ihr.Wenn Ich Sie an der Leine hätte würde ich wahrscheinlich schon oft mit Knochenbrüchen in der Klinik liegen,grins das geht garnicht.Ohne Leine läuft Sie super fluffig neben mir her,da kann kommen wer will Sie läuft souverän vorbei.An der Leine macht Sie öfter auch Theater wenn wir anderen Hunden begegnen,ohne Leine kein Mucks.Irgendwie denk ich Labbis haben eine Leinen Phobie,lach.Sie wollen selbständig mitdenken.Z.B: auch wenn ich mit Hund und Kinderwagen draussen bin.Hab ich Sie an der Leine,hab ich keinen Spass da mein Hund mich überall hinzerrt wo Sie gerade hinwill.Leine Ich Sie ab läuft Sie neben dem Wagen her wie der erzogendste Hund überhaupt.Sie weicht dann auch nichtmal einen halben Meter vom Kinderwagenrad.Mit Leine würde ich die ganze Zeit höchst wahrscheinlich mit dem Kinderwagen auf 2 Rädern nur noch Rallay fahren.
Mein Mann ist auch schon mal über den Lenker am Fahrrad abgestiegen,Er hatte Sie an der Leine weilich zu Ihm gesagthab "nimm Sie an die Leine".
Seither gibt es keine Leine mehr für uns und ich brauchte aber auch noch keine wieder.

Solltest Du Dich hier in irgendeiner Art wiederfinden,grins,dann macht so viel wie möglich in einem eingezäuntem Grundstück ohne Leine mit Eurem Hund.

Liebe Grüsse Claudi


» User #18180 schrieb:

Julimaus hat folgendes geschrieben::
Erfolge erzielte ich nur durch spielerisches Training.Ein Labbi will unbedingt was tun nur ist das Kunststück es heraus zu finden auf welche Art ... denn nur Du kennst deinen Hund am besten und weisst was Er am liebsten macht


Kann ich so nur bestätigen. Ich hatte vor meinem Labbi Schäferhunde. Das war eine gewaltige Umstellung. Aber Spiel, Spass und Fressen sind für den Labbi die gewaltigsten Motivationskräfte, mit denen man fast alles erreichen kann. Und die Stimmlage ist wichtig. Einen Labbi mit schäferhundtauglichem Kommandoton anzusprechen, macht jede Motivation zunichte. Hohe und freudige Stimmlage dagegen verbindet ungeheuer.

Julimaus hat folgendes geschrieben::


Komischerweise ist es mit unserer dicken heut noch so das Sie ohne Leine mehr hört wie mit.


Auch die Leine kapieren Labbis und gewöhnen sich daran. Am Anfang wäre ich auch fast verzweifelt, aber da hilft nur Geduld, Konsequenz und sehr viel Motivation. Dann vergisst der Labbi die Leine und geht auch an der Leine freudig mit. Leider ist es so, dass man doch hin und wieder die Leine braucht. Und da sollte der Gehorsam (Unterordnung etc. oder hat jemand ein besseres Wort dafür?) auch an der Leine da sein.

Liebe Grüsse

Labitrail