Haustiere

Grosse Anspringprobleme mit (hyperaktivem) Boxer

» User #19705 schrieb:

Hallo ihr lieben,
ich brauch dringend eure Hilfe!

Ich weiss dass Anspringen-Abgewoehnen wurde schon oft diskutiert, aber bei mir, bzw meinem boxer hat bisjetzt noch nichts geholfen. er ist eineinhalb jahre alt und wirklich ziemlich irre, mein groesstes problemist wiegesat das Anspringen. Egal wann, egal wo,.. die ganze zeit. er ist gross und schwer und hat schon leute umgeworfen ect. wenn wir nach hause kommen rastet e eh aus und springt wie ein wahnsinniger minuten lang an uns hoch, hab es mit ignorieren bis er ruhig ist probiert, mit knie anheben ect. es intressiert ihn nicht, total ignorant, und er ist so aufgeregt waehrend er sprngt dass er nichts mehr mitbekommt, also hilft aich kein befehl. draussen genau das selbe, wenn er leute trifft die er mag, oder wenn er einfach spielen will, rastet er aus und springt einen an wie wahnsinnig. wenn ich ihn ignoriere stehe ich dumm in der landschaft rum und lass mich ewigkeiten anspringen, wenn ich "runter" befehle, er weiss was er zutun hat, intressierts ihn nicht-im gegenteil er will mich noch mehr zum spielen animieren bzw seine freude ausdruecken. ich weiss echt nicht mehr was ich machen soll, es tut weh und wiegesagt er hat schon boese stuerze verursacht.. klar er macht es um uns zu bergruessen, weil er sich freut, oder weil er uns zum spielen animieren will, aber selbst wenn sein verhalten nicht belohnt wird, es intressiert ihnnicht.. was soll ich tun? (auch wichtig ist, dass es schwer ist mit befejhlen irgentwas ei ihm zu erreichn wenn er aufgebracht ist, weil er dann so irre ist


» User #19705 schrieb:

(huch tschuldigung, zu frueh abgeschickt) dass er mir jedenfalls wie ein hyperaktives kind vorkommt, bei em manche sachen vor lauter aufregung garnicht ankommen, ich hoffe ihr wisst wie ich das meine, seine augen rollen, er ist einfach nur am schlabben und springen steht keine sekunde still.. und wenn man mit ihm spricht egal in welcher tonlage springt er nur noch mehr.. grr.. danke fuer euern rat! lotta


» User #1580 schrieb:

Hi

habt ihr schon versucht ihn an den Vorderpfoten festzuhalten und ihm dabei (leicht aber dann doch so dass er es merkt) auf die Hinterpfoten zu treten?
Dabei natprlich meckern und deinem Unmut Luft machen.
An den Pfoten festgehlten zu werden ist noch unangenehmer für ihn als ihn gegens Knie rennen zu lassen.
Einer ganz penetranten Anspringerin, die wir immer unterwegs beim Gassi getroffen haben, hab ich mal aus dem Affekt heraus eine kräftige Backpfeife versetzt. Hinterher hats mir leid getan, aber an mir ist die Hündin nie wieder hochgesprungen und hat mich brav unten begüßt... wenn auch sehr unterwürfig *schäm* icon_redface.gif
Aber was ich damit sagen will. Bei manchen Hunden wirkt die freundlich-konsequente methode nicht und man muss mal fester zupacken... gerade wenn der vor lauter druchdrehen nicht zuhört und scheinbar auch recht kopfstark ist.

LG
Sib


» User #19705 schrieb:

Danke Sib fuer deinen Rat, ich werds probieren, dass problem ist allerdings, dass sich mein kleiner bruder frueher im spiel mit meinem boxer immer tierisch gebalgt hat, damit will ich sagen, das boexerchen ist tierisch grob und da mit ihm auch grob gespielt wurde reagiert er auf "nen kleines aua" garantiert nicht im geringsten, ich kenne ihn, dem muesste man schon richtig wehtun damit er es als negativ emfindet,alles andere dreht ihnnur noch mehr auf und heizt ihn an. und natuerlich will ich ihm nicht weh tun.. (wenn die jungs frueher fussball gespielt haben und der hund mittendrinne und es ein einziger kickender haufen war, hat mein hund auch mal im spiel nen derben tritt, versehentlich natuerlich, abbekommen, intressiert ihn wirklich nicht..will damit nur sagen, ich werds ausprobieren mit den pfoten, aber ziemperlich ist der ueberhauptnicht, und auf seinen hinterpfoten rumtrampeln will ich nun wirklich nicht..) vielen dank trozdem..


» User #1580 schrieb:

Naja, ich hab die Erfahrung gemacht, dass da eigentlich unangenehme für den Hund tatsächlich das Festhalten ist und die "Tritte" auf die Hinterpfoten nur ein i-Tüpfelchen.

Ich wünsch euch viel Glück. Und vielleicht gibt sich die Aufegdrehtheit ja mit dem Alter icon_smile.gif


» User #18600 schrieb:

Zieh das Knie hoch,wenn er dich anspringen will.


» User #1580 schrieb:

Sie hat doch geschrieben, dass die Knie-Methode nicht funzt icon_wink.gif


» User #3675 schrieb:

Hallo Lotta,
und willkommen hier im Forum. icon_wink.gif Ich kann vielleicht zu Sib und Waffi noch etwas Hilfreiches beitragen. Da meine Freundin eine (rassebedingt) hyperaktive Hündin hat, kenne ich mich inzwischen bestens aus ... icon_rolleyes.gif
Kurze Frage voraus: Ist Dein Boxer nur bei der Begrüßung oder ist er generell so krass drauf? Wenn er immer so aufgedreht ist oder es ganz schnell wird, sollte man vielleicht insgesamt in seiner Haltung was ändern. Ansonsten zum Anspringen: Hast Du im Haus einen festen Punkt (Treppengeländer?), an den Du ihn anleinen kannst? Wenn ja, Halsband an den Hund, bevor Du weggehst, Leine schon mal an den festen Punkt knüpfen und dort hängenlassen. Wenn Du dann nach Hause kommst, Hund erstmal ignorieren. Nebenbei bemerkt: Nur Ignorieren ist im Grunde als Tip unvollständig. Richtig zu ignorieren heißt, ihm grundsätzlich den Rücken zuzudrehen. Nur Dastehen reicht nicht aus. Hast Du das mal probiert? Meine Hündin reagiert darauf immer und dreht sofort wieder ab, wenn sie meinen Rücken sieht, weil sie genau weiß, dass sie bei mir "nicht weiterkommt". icon_wink.gif

Jedenfalls kommst Du nach Hause und er dreht auf. Dann überlege Dir ein Signalwort (Meine Freundin hat das Wort "Schade!"), das Du benutzt. Du nimmst den Hund, leinst ihn kurz an den festen Punkt an und ignorierst ihn, bis er sich komplett beruhigt hat. Du "hängst" ihn sozusagen auf und schränkst ihn in seiner Handlungsfreiheit so ein, dass er nichts mehr tun kann, was er eigentlich wollte (Dich vor Freude umwerfen icon_lol.gif). Er kann dabei ruhig "bei" Dir sein und Sichtkontakt haben. Nur Du solltest ihn nicht beachten, nicht ansehen, nix. Bei der Hündin meiner Freundin haben beim Austicken drei solcher Aktionen genügt, dann hat sie allein beim Signalwort aufgehört zu toben und war wieder ansprechbar. Gerade wenn Dein Boxer nicht für Befehle empfänglich ist, kannst Du gar nicht viel weiter tun als ihn irgendwo "ruhig- und abzustellen". Versuche das doch mal. Alternativ ginge eine Hundebox, in die er rein muss, bis er sich beruhigt hat.
Sibs Tipp befolge ich auch gern und gebe ihn auch gern weiter - funktioniert bei mir selbst allerdings auch nicht. Meiner Hündin ist es piepegal, wie lange ich ihre Vorderpfoten festhalte - wenn sie mich vier Wochen lang nicht gesehen hat, kann sie nicht anders als mich anspringen. icon_rolleyes.gif Ich habe das inzwischen zähneknirschend akzeptiert und versuche nur, den Schaden so gering wie möglich (und den Hund so ruhig wie möglich) zu halten - denn sehen wir uns jeden Tag, dann springt sie gar nicht ...

Waffi hat folgendes geschrieben::
Zieh das Knie hoch,wenn er dich anspringen will.

Waffis Methode ist eine oft empfohlene, auch ich finde sie (eigentlich) total praktisch und sinnvoll. In diesem Fall halte ich sie aber für denkbar ungeeignet. Knie hochziehen = Man steht auf einem Bein. Preisfrage: Wie lange schafft man es wohl, auf einem Bein zu stehen, wenn 30 kg Boxer einem entgegenknallen? icon_twisted.gif Naaaa ...?

lotta123 hat folgendes geschrieben::
und natuerlich will ich ihm nicht weh tun..

Ich sag's mal provokativ: Das ist die menschlich-moralische Einstellung. icon_wink.gif Dem armen Tier bloß nie wehzutun. Andererseits: Schon mal Hunde gesehen, die spielerisch miteinander raufen? Da fliegt auch Fell ... Man könnte das seitenlang diskutieren, aber ich bin diesbezüglich nicht so empfindlich, weil ich eben weiß, wie Tiere sich untereinander maßregeln und behandeln. icon_rolleyes.gif Aber das Thema würde in einen extra Thread gehören. Ich will damit nur sagen: In manchen Situationen spricht gar nicht soviel gegen "dosierte Brutalität", wie man immer befürchtet. Ironisch gesagt: Du kannst Deinem Boxer natürlich auch gern einen Mate-Tee kochen und die Sache mit ihn vernünftig ausdiskutieren - wenn Du meinst, damit weiterzukommen. icon_wink.gif
Viel Erfolg erstmal, vielleicht kommst Du mit der einen oder anderen Methode ja weiter,
Viele ermutigende Grüße von Minou


» User #1580 schrieb:

Minou schreibt immer tolle Posts icon_smile.gif

Zu dem Thema "dosierte Brutalität".
Ich schreibe das nicht gern in Foren, weil ich von Bachblüten-Frauchen dazu immer gern einen auf den Deckel krieg.
Meine Hunde hab ich auch nicht mit Samthandschuhen angepackt. Als mich der starke, schwere Klops Rollo mal mit Zähnefletschen und Knurren auf einen Platz weiter unter ihm verweisen wollte, hab ich mir den Hund ohne Diskussion am Halsfell geschnappt, ihn ein Stück angehoben und ihn mit Wucht auf die Seite geworfen. Dann hab ich ihn auf den Rücken gedreht, hab mich über ihn gesetzt ihn an der Kehle festgehalten und ihn würtend angeknurrt. Wir haben uns ne Weile gegenseitig angeknurrt, bis Rollo sich dann die lefzen geleckt hat, den Kopf zur Seite gedreht hat und mir freiwillig die Kehle präsentiert hat.
Ich habe dem Hund mit Sicherheit weh getan. Aber es hat noch eine ganze Zeit gedauert, bis er nachgegeben hat.
Aber mit einem einzigen Knall hat sich die Sache ein für alle mal erledigt. Der kopfstarke Rollo hat meinen Platz im Rudel nie wieder in Frage gestellt.

Vielleicht... braucht dein Hund auch mal so ein prägendes Erlebnis bei dem er merkt, dass du es ernst meinst icon_smile.gif


» User #18600 schrieb:

Sib hat folgendes geschrieben::
Sie hat doch geschrieben, dass die Knie-Methode nicht funzt icon_wink.gif


Es kommt drauf an,wie man es macht.
Hochziehen und gleich auch wieder runter...das sind Sekunden.
Also bei den Hunden,wo ich das gemacht habe,hat es super geklappt.


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