Haustiere

Recht auf Distanz

» User #10885 schrieb:

Liebe Foris,
mich interessiert Eure Meinung.
Ich habe 2 kleinere Hunde (Filou ca.9 kg und Shila, Welpe ca. 4 kg) und ich muss mal ganz ehrlich sagen, dass mich manche Hundebseitzer mit ihren großen (alles über 25 kg) Hunden teilweise echt aufregen!
Shila ist noch ein Welpe, deshalb an der Leine, weil sie zwar schon "Sitz" und "Platz" kann, aber das eben in meinen Augen nicht reicht, um frei draußen laufen zu können. Filou dagegen ist ja schon etwas älter, ich habe ihn soweit wie möglich die Alltagssituationen kennen lernen lassen (z.B. plötzliches Erklingen einer Sirene von nem Polizeiwagen, Hupen, etc.) und er hört auf meine Kommandos- und das gut. Klar, mal eben erst beim 2. Mal, aber ich denke dass das normal ist, schließlich handelt es sich um Lebewesen und nicht um Maschinen...Ich denke, dass auch der besterzogendste Hund einmal nicht sofort hört.
Jedoch bin ich ganz klar der Meinung dass ein Hund, der so gut wie nie hört, nicht draußen, jedenfalls nicht außerhalb eines Hundeauslaufgebiets, frei herumlaufen sollte. Denn er ist nicht nur eine Gefahr für sich selbst (Straße z.B.) sondern auch für andere (z.B. Autofahrer).
Aber darum geht es mir in diesem Beitrag nicht an 1. Stelle. Vielmehr habe ich nun schon oft die Erfahrung gemacht, dass ich mit Filou und Shila, vor einiger Zeit noch nur mit Filou, draußen war und wirklich sehr große Hunde (Rottweiler, letztens ein Husky, Schäferhund) knurrend auf ihn zugerannt kamen und ihn überrannt haben. Nicht nur das, 1 mal wurde er sogar schon gebissen. Filou ist ein wirklich friedlicher Hund, der noch nie angefangen hat und sich sofort unterwürfig zeigt, indem er sich auf den Rücken legt und seine Kehle "anbietet". Bis auf einmal haben die Hunde dann abgelassen, einer allerdings biss ihn trotzdem. Filou hat inzwischen Angst vor großen Hunden und tritt die Flucht an, das muss ich jetzt ausbaden icon_motz.gif icon_heul.gif. Ich muss nun zur Hundeschule- wieder- wo auch ein Tierpsychologe ist, um ihm die Angst zu nehmen. Ob das klappt? Ich weiß es nicht! Und es ist jedes Mal das Gleiche was mich so aufregt: "Der tut nix!" oder "Das müssen die unter sich klären" kommt an Sprüchen, wenn Herrchen oder Frauchen plötzlich merken, dass ihr "Koloss" auf kein Rufen, Schreien, etc. reagiert und auf Filou zustürmt. Ich versuche in solch einer Situation so ruhig wie möglich zu bleiben- der Schock danach ist umso größer. Und jedes Mal sind es große Hunde die aggressiv sind, nicht hören, meinen Hund überrennen und auch mich anknurren- ich habe also nicht nur Angst um meinen Hund, sondern auch um mich. Und jedes Mal höre ich wie die Besitzer schreien, fluchen, rufen, auf den Boden stampfen, aber ihr Hund einfach nicht zurück kommt sondern knurrend auf mich und Filou zurennt. Ich kann dieses "Der tut nix", "Der will nur spielen" (ist klar) oder "Das müssen die Hunde untereinander klären" (das mein Hund gerade mal 9 kg wiegt und deren um die 40 kg ist egal) nicht mehr hören! Es nervt und inzwischen ist es nun echt nicht mehr schön spazieren zu gehen.
Wenn man den Besitzern dann sagt, dass es ja evtl. besser wäre einen nicht hörenden Hund an der Leine zu führen, hört man entweder lauter Schimpfwörter oder "Ja keine Ahnung was der hat, das macht er sonst nie" oder " Der ist halt ungestüm"
Komisch, wenn er das noch nie gemacht hat, warum erzählt mir denn meine Nachbarin, die einen Cavalier King Charles Spaniel hat von genau diesem Hund (es gibt nur einen Husky hier in der Gegend- Verwechslung also nicht möglich),wie aggressiv er ist? Oder warum muss Filous Spielkameradin "Cindy"- ein Mix aus Cocker Spaniel und noch irgendwas icon_wink.gif - dann mit einem Verband draußen rumrennen, wenn der Husky (der sie nämlich gebissen hat) ja "sowas noch nieeee gemacht hat"?
Komisch, dass ich den Rottweiler, der meinen Filou gebissen hat, gesehen habe, wie er sich mit einem anderen viel kleineren Hund angelegt hat, der auf das gleiche Herrchen nicht reagiert, obwohl er stampfend und schreiend 50 Meter weiter weg steht, wo der Rottweiler angeblich ja "nur ungestüm" ist?!

Ich finde es wichtig, dass Hunde Auslauf haben! Ob groß oder klein- Auslauf ist wichtig, aber das gilt doch bitte für die, die auch hören! Oder seht ihr das anders?

LG und guten Rutsch ins neue Jahr! icon_lol.gif


» User #12972 schrieb:

Hallo,
oh je, das wird kompliziert...weil Du mich falsch verstehen könntest...

Ich versuchs einfach mal und erzähle Dir von meinen großen Hunden.
Ich hab sie gut erzogen, aber ich muss zugeben, hier und da hatte ganz besonders Tom Bohnen in den Ohren, was ich nicht weiter als schlimm empfand.
Denn ich habs anders gehändelt.
Wenn ich mit den Rottis, den Bouviers oder zuletzt mit meinen Doggen unterwegs war, hab ich auf andere Hundebesitzer immer geachtet und meine dann an die Leine genommen.
Bestand aber auch darauf, dass der andere Hund oder Hunde auch an die Leine kamen und wir liefen dann vorbei.
An den Reaktionen der Hunde konnte ich sehr gut erkennen, ob es gut wäre, die Leine wieder abzumachen oder einfach nur weiterzulaufen.
Je nachdem handelten wir dann.
Klar, hier und da übersah ich auch schon mal einen anderen Halter.
Aber da kam es auch schon mal zu kleineren Raufereien.
Auch hier handelte ich anders, einmal Rufen und bin meines Weges weitergelaufen.
Allerdings war ich hier und da doch schon sehr verblüfft, wie Kleinhundhalter reagierten...
Und griff ein.
Fibie war eine Seele von Hund. Sie tat keinem Tier irgendwas zu leide, lag sogar im Sommer im Hasenauslauf und sonnte sich.
Als wir mal auf einen Westihalter trafen, hatte der nichts Besseres zu tun als sie in die Magengrube zu treten, Tom ist komplett ausgetickt und glaub mir, ich bin kein Leichtgewicht von Mann, aber hier kam ich ganz schön ins Schwitzen.
Und hatte auch meine liebe Not meine Fibie wieder zu bekommen, die war nämlich wech.
Fibie trat dem Westi freundlich entgegen, wedelte mit der Rute, knurrte nicht und wollte einfach nur mal sehen, ob der Kleine mit ihr spielen wollte und sie bekam einen Tritt.

Die Erfahrungen sind also bei uns Beiden negativ.
Ich sehe heute Kleinhundehalter sehr kritisch - nicht die Hunde - sondern den Menschen und bin erbost über ihre doch sehr seltsamen Reaktionen.
Und Du siehst uns Großhundehalter mit dem selben kritischen Blick.

Und es wäre doch so einfach. Was ist schlimm daran, seine Hunde erst einmal anzuleinen, wenn ein anderer Hundehalter einem entgegenkommt?
Und dann schaut man einfach mal, wie sie sich verhalten.
Hierzu muss man aber die Körpersprache eines Hundes kennen und hier fängt doch schon der Quatsch an.
Ein Hund, der knurrt, der mit dem Hintern in der Luft rumflaxst, die Rute wie verrückt wedelt und bellt - greift nicht an.
Der fordert seinen Gegenüber zum Spielen auf.
Und Knurren ist nicht gleich Knurren usw...
Weißt Du was ich meine?
Und dann, wenn die Hunde sich verstehen, kann man seine Leine doch losmachen.
Das nennt man ein gutes Miteinander und Rücksichtnahme. So sehe ich das jedenfalls.

Und wenn es doch mal zu einer Rauferei kommen sollte, dann muss man sachkundig damit umgehen. Hunde sind Hunde und verhalten sich nicht wie Menschen.
Ich bin auch dafür, dass man eigentlich die Hunde es selbst klären lassen sollte. Aber auch hier muss man Herr der Situation bleiben.
Ist in vielen Fällen nicht gegeben, weil die Hunde nie gelernt haben, wirklich abrufbar zu sein.
Und hier muss einfach der gesunde Menschenverstand eingeschaltet werden.
In meinen Augen ist es viel Wichtiger, dass ein Hund immer abrufbar ist, als Stöckchen holen geht oder Pfötchen gibt oder toter Hund spielen kann.
Selbst das Sitz ist nicht so wichtig, wie das Abrufen.
Denn dieses wirkliche Abrufen des Hundes in jeglicher Situation ist der Garant dafür, dass man Herr der Situation bleibt, wenn man mal doch ein eine Rauferei gerät.
So sehe ich es jedenfalls.

Mein Tip für Dich ist einfach und klar:
Siehst Du einen Halter, der seinen großen oder auch kleinen Hund nicht angeleint hat, bestehe darauf, dass er es tut.
Bau Dich auf, lass keinen Zweifel daran das Du es Ernst meinst - bleibe höflich aber bestehe darauf.
Und gehe Deinen Weg.
Grüße eggi


» User #1580 schrieb:

Hi,

also ich kann dir auch nur von meinen Erfahrungen berichten.
Mein Ego ist ein mittelgroßer Hund mit einem Stockmaß von ca 50 cm und einem Gewicht von ca 22kg. Das heißt, für Großhundebesitzer ist er ein kleiner Hund, für Kleinhundebesitzer ist er ein böser schwarzer Riese. Er ist dabei ja auch recht breitbrüstig.
ICH habe es immer so gehandhabt, dass ich meinen Hund nie anleine. Auch meine Welpen habe ich immer laufen lassen, damit sie ihre eigenen Erfahrungen machen.
Ich helfe meinem Hund nicht, wenn er Stress kriegt, sondern halte es da wie Eggi. Ich rufe einmal "Hund, komm mit!" und gehe weiter.
Ich bin mit dieser Methode extrem gut gefahren.
Mein Hund hat gelernt, wie er andere Hunde durch Körpersprache dazu bringt, ihn in Ruhe zu lassen. ER ist kein raufer geworden. Im Gegenteil. Er ist extrem cool.
Ich kann ihn manchmal auch nicht abrufen, wenn er dringend mal bei einem Kollegen schnuffeln gehen will. Aber da ich weiß, dass er cool ist, ist mir das auch relativ egal.
Da gibt es natürlich immer wieder gerade Kleinhundebesitzer, die nen halben herzkasper bekommen, wenn mein Hund auf sie zu stolziert. ich wurde schon wüst beschimpft. Da sind die Großhundebesitzer meinstens cooler. Vor allem die Männer. Viele Frauen kriegen auch Stress, ziehen bei ihren "großen gefährlichen bestien" die Leine stramm und meckern rum.
Und... es passiert NIE etwas. Mein Hund hat weder einen Westi gefressen, noch wurde er von einem Schäferhund zerfleischt.
Es passiert, dass sich die Rüden knurrend und mit gestelltem Nackenfell umkreisen und imponieren, oder eine Hündin rumzickt (Ego hatte schonmal ein Loch im Ohr, weil er eine Hündin nicht in Ruhe gelassen hat und sie zugescgnappt hat)... na und? Die Hunde machen das schon.
Hunde die an der Leine rumgeifern und kläffen werden von meinem Hund total ignoriert. Er stolziert freilaufend an solchen Wuffels vorbei ohne sie eines Blickes zu würdigen.
Es ist nur einmal passiert, dass er sich mit einem gleistarken Rüden so richtig heftig gefetzt hat. Das andere Herrchen und ich standen dabei, haben mit den Schultern gezuckt und gerwatet, bis die Buben fertig sind. EGo hat dann irgendwann gewonnen, der andere hat sich im Schlamm auf den Rücken gedreht, wir haben unsere Hunde auf Verletzungen untersucht und als wir beide GAR nichts gefunden haben ausser Sabber und Schlamm, haben wir gelacht, tschüss gesagt und sind unserer Wege gegangen.

Ich kann Welpenbesitzern immer wieder raten: seid nicht ZU vorsichtig mit eueren Welpis. lasst ihnen die Chance zu coolen Hunden zu werden und ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Wenn Frauchen/Herrchen jedesmal Stress kriegt, wenn ihnen ein fremder Hund begegnet, lernen die Welpen, dass fremde Hund was schlimmes sind... und das wars dann mit dem coolen Hund.


» User #17713 schrieb:

Hallo Ihr

Ich kenne beide Seiten.Mein erster Hund war ein kleines Fellkäul.Und ich muss auch ehrlich sagen das Ich solche Situationen wo ein grosser Hund uns entgegen gerannt kam auch leider öfter hatte.Diese Sprüche "Der tut nix,brauchen Sie keine Angst haben" hingen mir schon echt zum Halse raus.
Mag auch alles gut und schön sein aber ich hatte einen unverträglichen Hund an der Leine.So klein dieser Hund auch war aber Er hat es faustdicke hinter den Ohren gehabt icon_wink.gif .Ich kann nur von Glück sagen das es nie zu ernsthafteren Verletzungen kam.

Jetzt bin ich ein Grosshundehalter und beobachte immer wieder wie peinlichst darauf geachtet wird das andere hundebesitzer ihre Hunde anleinen icon_mrgreen.gif .
Ich leine Tinka immer an wenn mir ein anderer Hund entgegen kommt schon aus Rücksicht des anderen Hundebesitzers wegen.Denn ich kenne das noch wenn man halb einen Herzinfarkt bekommt nur weil ein anderer Hund auf einen zuseppelt und man garnicht weiss welche Absichten Er verfolgt.
Ich versteh auch Menschen nicht die Ihre Hunde nicht an der Leine führen obwohl Sie ganz genau wissen das Ihr Hund sich nicht abrufen lässt.
Manche grosshundehalter nehmen sich verdammt viel raus denn was soll schon passieren?Es kommt mir manchmal auch so vor wie ein Machtkampf unter Menschen.Allerdings gibt es aber auch sehr verantwortungsbewusste Grosshundhalter und die sind in der Mehrzahl.

Eine Dogge in Magen zu treten geht ja wohl garnicht.Ich kann ja verstehn das so ein Tier ganz schöne Respekt einflössend wirkt aber dann so über zu reagieren,kann ich nicht verstehn.Ich wüsste nicht was ich gemacht hätte mit dem Westihalter.
Ich geb zu ich hab auch schon so meine Erfahrungen mit Doggen gemacht und die waren alles andere als positiv.Mir hing mal eine knurrend schon halb im Kinderwagen.D war ich schon kurz davor dem Besitzer des Hundes in den Magen zu treten icon_wink.gif .Denn HUnde sind ja nun das Produkt der Menschlichen Erziehung.Und von Erziehung kann man manchmal bei Grossen und Kleinen Hunden nicht reden.

Ein grosser Hund muss ja nicht gleich mit mit bösartigen Absichten auf einen kleinen zuseppeln aber auch schon beim Spiel kann ein grosser Hund einen kleinen verletzen.Eine Tolpatschiger Pfotenhieb eines Bernhardiners kann schon mal das Genick eines Yorkis brechen.


Liebe Grüsse Claudi


» User #12972 schrieb:

Hallo,
stimmt schon Claudi, es sieht sehr "gefährlich" aus, wenn so ein Großer los rennt.
Ich kann auch nicht widersprechen mit dem "Pfotenhieb", dies wäre bei Tom ein heikles Thema gewesen, der war so ein lebenslustiger Platsch.
Fibie allerdings die Sanftmut im Hund.
Wenn ich daran denke, wie sie vorsichtig immer im Hasengehege gelaufen ist - da grins ich heute noch im Kreis.
Man sollte seinen Hund schon kennen.

Unsere Schwägerin hat ja ihren Bouvier und der ist auch so. Er beschützt die Kleinen und kloppt sich mit den Großen - aber nur, nur solange es Fraule erlaubt.
Meistens hält sie es so wie Sib.
Die Frau hat ne A..ruhe weg, die buchstäblich ist und so ist aber auch ihr Großer.
Sie musste mal einen "Zwerg" zum Frauchen zurück bringen, weil er wie bekloppt den Duke auf die Nerven gegangen ist. Der Duke lief aber relativ ruhig an ihrer Seite. Geknurrt hat er nur, wenn Nervzwerg einfach zu frech wurde.
Irgendwann standen sie an der Straße, die raus aus dem Wald führte und da hat sie ihn mir in die Hände gedrückt, ihren Gürtel von der Hose genommen und ist wieder den ganzen Weg zurück.
Klar zum Nervzwergfrauchen, die in der Zwischenzeit Blaubeeren pflügte.
Schwägerin war geladen wie Bolle.
Der Hund hätte ja überfahren werden können.

Ja, ja sie regte sich nicht auf, weil der Kleine den Duke auf den Zeiger gegangen ist, sie machte sich Sorgen das dem Nervzwerg was passiert.
So ist sie eben und dieses Wesen hat sich auf ihren Hund übertragen.
Er wiegt 44 kg ist 72 cm hoch, sieht aus wie ein Bär, aber total - wie schrieb Sib? - cool. Eben mit einer Ar..ruhe.
grinsmichwechhier.
Langer Beitrag - kurzer Sinn - Ruhe ausstrahlen und entsprechend - situationsbedingt - reagieren.

Dem Westihalter hätte ich auch am Liebsten - ihr wisst schon was - aber Tom drehte komplett ab und Fibie stand verstört am Waldesrand.
Da war mir der in diesem Moment ehrlich gesagt sehr egal.
Ich hatte andere Sorgen.

Grüße eggi


» User #17713 schrieb:

Ja nun wissen Wir von unseren Hunden das Sie keinem was zu leide tun icon_rolleyes.gif aber das gegenüber doch nicht.
Tinka würde auch keinem was tun ,im Gegenteil macht der andere Stress geht Sie.Ich hab also auch einen COOLEN HUND icon_mrgreen.gif .
Dennoch find ich das kein fremder Hund ohne mein Einverständnis an meiner Süssen was zu suchen hat.Egal ob gut erzogen oder nicht.
Ich hab meine dicke auch halbwegs gut erzogen und lasse Sie so weit wie es geht ohne Leine laufen,andere Hunde interessiert Sie null.Aber ich find schon das wenn ein grosser Hund auf einen kleinen Hund zuseppelt es schon fast ein Eingriff in die Privatsfähre ist.Man hat halt einfach Angst um seinen um einiges kleineren FAMILIENMITGLIED.
Es kann ja nicht soo schwer sein, seinen definitiv überlegenen Hund anzuleinen und sich erstmal mit dem anderen Hundebesitzer in Verbindung zu setzen.
Von der Leine kann man dann immernoch die Hunde lassen.Das ist meine Meinung.

Liebe Grüsse Claudi


» User #12972 schrieb:

Da sind wir uns doch einig.
Fragen kostet nur ein müdes Lächeln.
Aber man sollte auch nicht immer gleich hysterisch werden, was jetzt nicht heißen soll, dass Du es wirst, wenn ein Großer ankommt.
Ruhig und besonnen vorgehen.
Bei Unsicherheit in PUNKTO des anderen Hundes freundlich darauf bestehen diesen anzuleinen.

Ist doch eigentlich ganz einfach und selbst, wenn man einen coolen Hund bzw. einen sehr sozialen Hund an der Leine hat, dann ist dies doch lange kein Garant dafür, dass er gerade bei diesen Hund brav ist.
Ist wie bei uns Menschen, wenn wir in den 1. 2 Sekunden den anderen für blöd deklarieren, bleibt dies auch so.
Weißte was ich mein?
Grüße eggi


» User #13047 schrieb:

Ich bin froh,daß wir die Hunde eigentlich kennen,die uns begegnen.Neue in Sicht,da leine ich erstmal an,denn Ronja spielt zu gern mit anderen und freut sich auf jeden Hund der da ankommt.
Ignorieren tun wir beide niemanden,ich finde es schön wenn Hunde rumtollen können und ich ein Schwätzchen halten kann icon_mrgreen.gif ,kommt eh selten genug vor.
Ich hatte ja vor Ronja, Trixie,die auch viel kleiner war aber auch giftiger an der Leine.Bei ihr mußte ich immer anleinen,denn die mochte kaum einen anderen Hund gleich .Sie wurde von einem Schäferhund gebissen und hatte Angst vor Großen und mußte immer risen Krach schlagen wenn da so ein Großer in Sichtweite kam.Beim beschnuppern war dann aber meißt Ruhe und sie konnten entweder spielen oder ihress Weges ziehen.

Bei Ronja würde ich auch erstmal als Fremder in Deckung gehen,denn sie renn-hüpft immer so begeistert durch die Gegend,das kann schon unangenehm für andere Menschen wirken.
Deswegen ranrufen,anleinen und warten.
Wer einen großen schwarzen Hund hat,der wird eh nicht gefragt ob der lieb ist,da stehen wohl Urängste dazwischen.
Wer uns kennt,und das sind nun echt viele ,weiß wie harmlos mein Schnuff ist,und sie wedelt ja auch wirklich jeden an.
Nachbarskinder besuchen sie ja auch extra,weil sie so lieb ist und deren eigener Hund leider nicht.
Wenn wir unsere Gassirunden drehen,suche ich meißtens Feldwege aus,da kommt dann eh kaum Einer an und dieses Gefühl,daß man alleine sei,ist für mich das Schönste überhaupt.
Abschaltn und Natur genießen.
Aber wir wohnen ja auch am Rand unseres Kleinstädtchens,da geht sowas noch.
LG Ute


» User #16462 schrieb:

Hallo Juddi,
wir hatten bisher 3 große Hunde und haben dabei auch einiges erlebt.
Der 1. Rüde war ein Jagdhund, 6 J., vom Tierheim, mit Rüden unverträglich, mit Menschen und Hündinnen traumhaft. Er war immer an der Leine, nur wenn wir freie Sicht hatten, durfte er mit Hündinnen ohne Leine spielen und toben.
Es gab immer wieder Raufereien und Beisserein mit anderen Rüden, obwohl unserer an der Leine war.
Als 2. hatten wir einen Dobi-Mix aus dem Tierheim, 1 Jahr sozial sehr verträglich, er spielte mit anderen Rüden und Hündinnen. Er wurde mit 3 Jahren von einem Schäferhund eines Penners zusammengebissen, der aus einem Gütle ausgebrochen war. Dann von einer Rottweilerhündin, die ihr Fraule beschützt hat und er ihr zu nahe kam. Dann von einem Berner-Sennen im Wald , auch so ein "mein Hund tut nichts und man lässt die Hunde das unter sich ausmachen". Immer schwere Verletzungen, immer hinterher Ängste. Immer dann der Vorwurf, wir hätten was falsch gemacht.
Bei fremden Hunden wurden wir dann immer misstrauischer und baten dann, der Hund soll an die Leine. Haben wir uns dann überzeugt, der Besitzer ist normal, war es meist auch der Hund und sie konnten spielen.
Der 3. Hund war eine Hündin aus dem Tierheim, 6 J. Labi-Mix. Sie wurde von einer Pithündin so schwer gebissen, die 2 Wochen vorher eine Jagdhündin gebissen hatte, aber trotzdem wieder ohne Leine unterwegs war. Sie war danach nie wieder unbeschwert mit fremden Hunden, nur mit ihren Lieblingen.
In unserem Stadtgebiet sind die meisten Hunde groß und ich meine, davon viele unausgelastet und unerzogen. Dann gibt es viele gut große sozialisierte, erzogene Hunde von tollen Hundefreunden.
Doch wenn ein großer Hund beisst, ist es doch ganz anders, als wenn ein Pudel beisst und ich kann die Wut verstehen. Nicht nur uns ist das immer wieder passiert, sondern es wurden bei uns auch viele kleine Hunde gebissen, die teilweise schwer verletzt oder tot gebissen wurden.
Ich bin deshalb mittlerweile der Meinung, dass wenn ein Hund beisst und der Besitzer zieht keine Konsequenzen daraus (Hund an die Leine, Hundeschule, mehr auslasten usw) dann muss er angezeigt werden. Vielleicht hilft das.
Ich würde gerne wieder einen Hund aus dem Tierheim haben, doch ich hätte diesmal gerne einen kleineren Hund. Aber ich trau mich noch nicht, weil es bei uns so viele "Chaoten" hat. So sind wir jetzt hundesolo. Leider.
(Wird sich irgendwann wahrscheinlich wieder ändern)
Kätchen


» User #240 schrieb:

Hm, ich hatte das Problem heute eher andersrum. Mein Hund ist mittelgroß, wiegt ca 15kg. Heute war ich im Fressnapf, kurz was holen und hatte ihn ausnahmsweise dabei. Da steht auf einmal ein Dackel im Laden, unangeleint, kein Mensch zu sehen. Der Dackel kläffend auf meinen Hund zu und die zwei haben sich beschnuppert. War ja auch okay, mein Alter macht da nix. Aber irgendwann wollte ich weiter. Mein Hund läuft mit, der Dackel lässt ihn aber nicht in Ruhe. Bis er sich umgedreht und geknurrt hat - da ist dann auch das Dackelherrchen irgendwo wach geworden und hat seinen Hund hergepfiffen. Sonst wäre ich sauer geworden - muss mein alter Herr (der mit seinen 17 Jahren einfach seine Ruhe will) sich von so nem Zwerg auf der Nase rumtanzen lassen? Okay, der Hund ist klein und hat auch nix gemacht - aber wieso lasse ich meinen Hund im Geschäft frei laufen?


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