Haustiere

Falko braucht Hilfe

» User #19494 schrieb:

Hallo,
seit Montag habe ich einen 3-jährigen Hovirüden.

Falko wurde mit 10 wochen von einer Familie übernommen. Dort war er der Sonnenschein und wurde auch so behandelt. Falko wollte an den Pfoten nicht gebürstet werden also brauchte er dies auch nicht über sich ergehen zulassen.
Ich sah ihn mit 8Monaten wieder. Wir waren auf einer Ausstellung mit all seinen Geschwistern. Falko konnte als einziger nicht beurteilt werden, da er sich weigerte dem Richter die Zähne zuzeigen. Herrchen war nicht in der Lage mal Klartext zu sprechen, alle Ratschläge wurden in den Wind geschrieben. Das nächste Treffen fand statt, da war er fast 2-Jahre alt. Er wollte diesmal den Richter sogar beissen, die Familie wollte oder konnte die situation nicht verstehen das es höchste Zeit für Klartext war. Sie beklagten sich das Falko so wild und nicht gehorsam war,obwohl man doch einmal die Woche auf den HP ging.
Jeder sah das die Situation sich irgendwann in naher Zukunft zuspitzen würde nur die Familie nicht.

Am Samstag erhielt ich dann einen Anruf. Falko ist in der Familie nicht mehr tragbar, hat dort jeden schon gebissen und die Angriffe kamen in immer kürzeren Abständen. Der letzte Vorfall war am Samstagvormittag. Die Frau des Hauses wollte aus der Vorratskammer Zutaten für das Mittag holen, ja und da hat er zugeschlagen, in den Oberarm so heftig das Blut floß.
Jetzt ist er also seit Montag bei mir. Er sitzt im Zwinger, es ist mir zu gefährlich ihn rauszulassen, da ich ihn noch nicht einschätzen kann.

Nun meine Frage hat jemand eine idee was ich mit ihm machen kann?
Wie und Womit fange ich am besten an?

Vielen Dank schonmal

Conny


» User #14825 schrieb:

Hallo, Conny

Da brauchst Du viel Einfühlungsvermögen, Geduld, Konsequenz, eine gute Hundeschule (bzw. Trainer) usw. Hast Du Erfahrungen mit (solchen) Hunden?

Aus Deinem Bericht hört man eindeutig, daß da in der Erziehung (die ja nun wirklich keine war) alles schief gelaufen ist.

Daß die Hundeschule bei den Vorbesitzern nichts gebracht hat, liegt entweder an der mangelnden Kompetenz der Hundeschule oder an der Lernresistenz der Besitzer. Das können wir hier jetzt nicht beurteilen.

Ich finde es wirklich grausig, wenn solche inkompetenten Menschen Hunde halten dürfen.Ich fände es schön, wenn Erst-Hundehalter eine zeitlang von Fachleuten begleitet werden würden. Denn der Hund muß es später ausbaden, wenn Verhaltensstörungen auftreten.

Ich kann nur hoffen, daß bei Falko noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Ich finde es toll, daß Du Dich um ihn kümmern willst.

LG Marion


» User #3675 schrieb:

Hallo Conny,
leider habe ich jetzt nicht die Geduld und Zeit, länger über Deine Frage nachzudenken (heute war Migräne-Tag und ich muss dringend ins Bett icon_redface.gif).
Aber ich liebe Hovis ... cats_wub.gif

Deshalb wollte ich Dir einen ersten Tipp geben: Zeige bei allem, was Du unter seinen Augen tust, absolute Souveränität. Dieser Hund braucht wohl am dringendsten klare Regeln und eine feste, führende Hand, an der er sich orientieren kann. Du bist der BOSS, lasse das zu jeder Gelegenheit so deutlich wie möglich raushängen.

Schreibe doch bitte mal, wie Du mit ihm umgehst - lässt Du ihn überhaupt aus dem Zwinger oder hast Du auch davor Angst? Zeigt er sich denn "aggressiv" (Rutenstellung, Lefzen, Körperhaltung, ...). Wie Du geschrieben hast, ist er ja im Moment einfach schlecht einschätzbar ...
Wieviel Erfahrung hast Du mit Hunden? Du bist nicht die Züchterin, oder? (Weil Du geschrieben hast, Du habest ihn auf Ausstellungen wiedergesehen).

Ein richtig guter Hundetrainer ist natürlich ein absoluter Pluspunkt, aber immer schwierig zu finden ...

Wie wäre es mit Handfütterung? Nimm Menschenessen, das für Hunde auch verträglich ist und iß vor seinen Augen ZUERST. Dann gibst Du ihm aus der Hand - wenn Du Dich traust. Ich würde auch erstmal am Kontakt zu Dir überhaupt arbeiten: jeden Blickkontakt, den er herstellt, loben und ggf. belohnen, die Freifolge üben (falls Du einen Garten hast, in dem Du ihn laufen lassen kannst). Ansonsten würde ich ihn die ersten Tage erstmal "ankommen" lassen, ihn Dich beobachten lassen (wenn möglich im Freilauf, also ohne Zwinger). Ignoriere ihn bei allen Deinen Tätigkeiten, warte ab. Lobe ihn, wenn er freiwillig herankommt - aber lasse Dich nicht auf "Aufforderungen" seinerseits ein (z.B. er stupst Dich an und will gestreichelt werden, oder er legt Dir einen Ball vor die Füße und will, dass Du mit ihm spielst). Gerade bei einem Rüden, der immer machen durfte, was er wollte, ist es besonders wichtig, ihm von Anfang an zu zeigen, dass er der hinterletzte Wurm ist und einfach mal GAR nichts selbst zu bestimmen hat. Du bist diejenige, die die Initiative zu ALLEM ergreift. Dabei muss man ihn gar nicht grob anfassen, maßregeln, auf den Rücken legen, etc. Komme bitte, gerade in den ersten Tagen, bloß nicht auf die Idee, irgend etwas gewaltsam durchsetzen zu wollen. So ein Hovi ist ziemlich kräftig, und solange Du nicht mal weißt, wie er reagiert, ist jeder Versuch schlicht und einfach lebensgefährlich für Dich.

Mache Dich interessant (Spielzeug, Futter und Auslauf gibt es nur bei Dir!) und arbeite vor allem erst mal an Eurer Bindung - wenn Du es dann noch schaffst, dabei eine souveräne Überlegenheit auszustrahlen, hast Du schon gewonnen.
Jetzt ist es doch länger geworden, bitte berichte doch mal weiter,
viele Grüße,
Minou

PS: Schwarzmarken oder blond? Sorry, ich muss es einfach wissen. Ich habe eine Hovi-Lieblingsfarbe. icon_mrgreen.gif

PPS: Hey Marion - Du bist heute, im Vergleich zu sonst, aber früh dran. cats_lol.gif Grüßle am Rande an Shari und Dich. icon_wink.gif


» User #19494 schrieb:

Vielen lieben Dank für Eure Antworten und Ideen.

Als sein Besitzer ihn am Montag brachte, hat er mich erstmal angeknurrt. Herrchen hat natürlich nichts dagegen gemacht, sah eher ängstlich aus wie er ihm das Geschirr abnahm und in den Zwinger brachte. Ich versuchte im Gespräch alles vom Hund zuerfahren.
Falko läßt sich von Fremden garnicht anfassen, wenn er etwas nicht wollte brauchte er es nicht. Er hat gelernt das seine Zähne ein gutes Abwehrmittel sind und er setzt sie auch ein. Er hat nie gelernt auch mal zurückzustecken oder unangenehmes übersich ergehen zulassen.

Der Rest vom Montag verlief so das ich immer mal an den Zwinger bin um zusehen wie er auf mich reagiert. Er hat mich angeknurrt und als ich nicht gewichen bin, hat er auch einen Angriff gestartet. Es sah sehr nach vertreiben wollen aus und Angst und dies ist das größte Problem. Ich habe ihn nicht rausgelassen!
Zu Essen gab es nichts.

Dienstag
Verlief im großen und ganzen wie der Montag.
Ich habe ihn nicht rausgelassen!
Zu Essen gab es nichts.

Mittwoch

Er hat nicht mehr diesen Blick, wenn ich an den Zwinger komme.
Habe ihm ein Leckerli zugeworfen, er hat es genommen.
Er kam dann schon bis an die Gitterstäbe und schob seine Pfote durchs Gitter.
Das nächste Stück gab es aus der Hand, er kann Sitz und Platz. jetzt musste er was tun um noch eines zubekommen,klappte ganz gut.
Ich habe ihn nicht rausgelassen!
Essen nur aus meiner Hand und dies sehr wenig!

Donnerstag

wir werden sehen, was der Tag so bringt?!



Ich habe seit 16 Jahren Hovis. Zwischen durch auch mal Abgabetiere, nur keiner von diesen war so versaut. Ich bin die Züchterin, wir veranstalten immermal wieder Treffen und nutzen dies gleich für eine Ausstellung. Er ist schwarzmarken. Ich habe ihn auch schon mit 20 wochen gesehen, bis auf kleine Sachen da war die Welt noch in Ordnung. Leider ist die Familie Beratungsresistent, was alle sahen wollten sie nicht glauben, auch jetzt noch nicht. Es war auch nicht ihr erster Hovi, bloß dadrüber zu spekulieren macht jetzt keinen Sinn mehr.

Viele liebe Grüße

conny


» User #12972 schrieb:

Hallo Conny,
aha, Deine Frage ist also nicht:
Wie erziehe ich einen HOVI? sondern Wie erziehe ich einen nicht erzogenen, fehlgesteuerten Hund?

Schade, dass meine Schwägerin nicht mehr im Forum unterwegs ist, die kennt sich da etwas besser aus.
Aber ich kenne ihre Geschichte von ihrem Rottweiler Tom.
Und da ich auch nicht ganz hundeunerfahren bin, schätze ich mal, dass wir wenigsten ansatzweise einen neuen Anfang finden können.

Also der Tom kam aus einer nicht beschreibbaren unwürdigen Haltung. Der Rotti griff alles an, was nicht bei 3 auf dem Baum war.
Der Halter wollte ihn erschlagen und hier kam dann unsere Schwägerin ins Spiel.
Wie es nun mal auf einen Dorf so üblich ist, gibt es eine Frau, die gleich immer alles weiß. So erfuhr unsere Schwägerin von diesem Halter.
Sie kaufte ihn ab, musste allerdings den TA holen, damit er ihn erst einmal ruhig stellt, damit er auf das Grundstück gebracht werden konnte.
Und dann begann der Kampf um diesen Hund.
Sie saß stundenlang vor dem Zwinger, unterhielt sich mit ihm, schmiss hier und da mal Leckerchens durch das Gitter, gab Futter (der Zwinger war so gebaut, dass man so ne kleine Tür öffnen konnte).
Sie wich dem Tier nicht von der Seite.
In der 1. Zeit war es auch so, dass er mit voller Wucht und Wut sich vor die Gitterstäbe geschmissen hat.
Hier blieb unsere Schwägerin total ruhig und sagte ein einfaches AUS.
Reagierte er, bekam er Leckerchen, reagierte er nicht - dann eben nicht...
Abends legte sie ein T-Shirt von sich in den Zwinger, stopfte es eben durch die Gitter, vorzugsweise mit so einem Stab, wo man eigentlich Abfall aufhebt!
Futter bekam dieser Hund nur, wenn er sich benahm!

Ergo du bist im Grunde genommen auf den richtigen Weg.

Er kam erst aus dem Zwinger, allerdings mit ein paar Sicherheitsvorkehrungen, als er sie nicht mehr anknurrte bzw. sich an die Gitterstäbe schmieß.
Sicherheitsvorkehrungen:
Kerstin hatte Tränengas in der Hand!
Klar nur um einen evtl. Angriff zu entkommen.

Sie blieb also ganz ruhig auf ihren Stuhl oder stand eben nur rum und der Hund durfte sie dann beschnuppern, bekam von ihr aus ihrer Hand immer Futter. Fing er an zu knurren, erfolgte ein Aus und KEIN Futter.

Das ist der Anfang und darauf kann man langsam aufbauen.
Du brauchst einen langen Atem, viel Geduld und vor allem Zeit!

Nach 6 Monaten hatte sie ihn soweit, dass sie ihn anfassen konnte, nach weiteren 3 - 4 Monaten, dass er ordentlich an der Leine lief.
Nach über einen Jahr waren die ganzen Probleme - bis auf eins - Geschichte.
Das Problem, was sie bis zur Vergiftung ihres Hundes nicht in den Griff bekam, waren Männer...
Deshalb trug der Tom auch immer einen Maulkorb.

So das war das eine und nun kommt mein "Senf" - er hat ja nie Grenzen aufgezeigt bekommen und hat wirklich gelernt: Ich bin der BOSS und alles hat sich zu unterwerfen.
Was die Familie ja auch tat - sie lies es ja geschehen.

Der Hund kommt erst aus dem Zwinger, wenn er ohne Knurren sein Futter aus DEINER Hand nimmt. Er kommt erst aus dem Zwinger, wenn er wirklich freudig Dich erwartet...
Das ist für Deine eigene Sicherheit!
Wenn Du der Meinung bist, ja diesen Punkt habe ich erreicht, dann lasse ihn aus dem Zwinger.
Aber nicht ohne Sicherheitsfaktoren - kann ein Beißarm sein, kann Tränengas sein, können 2 starke Männer sein - das musst Du abschätzen.
An diesem Tag würde ich noch gar nichts mit ihm machen, sondern nur sein Futter aus meiner Hand geben.
Benimmt er sich - dann Futter, wenn nicht, dann Zwinger und kein Futter.
Hehe...
Wie bekommt man einen Hund wieder in den Zwinger, der sich nicht benimmt?
Ganz klar - über das Futter...zeig es ihm und schmeiß es rein und dann schnell Tür wieder zu.

Ich würde mir auch einen Profi zur Seite holen, jemanden der sich mit wirklich fehlgeleiteten Hunden auskennt.

Ab jetzt bist Du die selbstbewußteste Frau, die auf Erden geht. Das muss er spüren. Du bist der Chef.
Du wirst nicht laut, Du bist absolut souverän.
Klar strenge Stimme, aber nicht laut.
Du bist unbeeindruckt von seinem Gehampel im Zwinger, drehst Dich weg, der Rücken ist seine.

Du knackst ihn wahrscheinlich nur über das Futter.
Und deshalb wird sein Lebensmotto jetzt sein:
Ich bekomme nur was, wenn ich dieser Frau aufs Wort gehorche.
ER muss für sein Futter hart arbeiten.
Und klar über gelebte Konsequenz. Du lässt keine noch so kleine Ungezogenheit mehr durchgehen.
Du lässt Dich auf keine "Spielchen" ein. Dein Wort ist Gesetz.

Ich drücke dir sämtliche Daumen und hoffe, dass Du ihn in den Griff bekommst.
Ist schon traurig, dass andere die Suppe auslöffeln müssen, die andere einbrocken.



Gruß eggi


» User #3675 schrieb:

Falko06 hat folgendes geschrieben::
Ich habe seit 16 Jahren Hovis. Zwischen durch auch mal Abgabetiere, nur keiner von diesen war so versaut. Ich bin die Züchterin, ...

icon_redface.gif Ups, mein Gott ... Wer bin ich denn, dass ich einer Hovi-Züchterin auch noch Erziehungstips gebe ... (Ich habe ja nicht mal einen eigenen Hund icon_redface.gif). Sorry, dass ich so "ausführlich" von wegen Handfütterung geschrieben habe, aber hier geht man immer davon aus, dass Neulinge nicht so viel Hundeerfahrung haben ...

Wie ich gesehen habe, ist Eggi auch meiner Meinung, außerdem möchte ich Dir sagen: Du machst das gut so!
Das ist ja im Endeffekt genau der Weg, den ich mir so dachte ... Halte weiter durch, bitte beschreibe, wie er sich so macht, irgendwann muss er doch zu knacken sein ... Ich würde im Grunde (aus meiner Intuition heraus) auch nicht viel anderes machen, als Du jetzt schon tust.
Fahre weiter die Futter-nur-für-Gehorsam-Schiene und sichere Dich ab, bevor Du ihn aus dem Zwinger lässt. So, wie Du die Situation jetzt beschrieben hast, ist sie ja noch brenzliger, als ich dachte.

Dumme Frage, nebenbei: Er muss dann auch in den Zwinger machen, oder? Das ist jetzt ohne Wertung gesagt - weil ich gerade überlege, ob das so gut ist ... Wenn er schon mal stubenrein war, ob er das nicht verlernt. Andererseits fällt mir auch nicht ein, wie man ihn sonst behandeln sollte.

Ach ja: Sobald Du ihn rauslassen willst: Wenn er sich gar nicht anfassen lässt, ist es vielleicht sinnvoll, ihm ein Halsband umzulegen und daran so einen Meter Leine zu befestigen. Die bleibt immer dran und wird hinterhergezogen, so kannst Du ihn eventuell auch aus Entfernung mal stoppen oder lenken, ohne ihn dabei anfassen zu müssen. Meine Freundin hat mal eine zweijährige Bearded-Hündin "resozialisiert", die als Gebärmaschine in einem Pferdestall gehalten wurde und nie Tageslicht gesehen hat. Diese Hündin hat sich auch nicht anfassen lassen, so dass meine Freundin mit "Schleppleine" aus Entfernung arbeiten musste. Eventuell ist zum Streicheln auch ein ausgestopfter Lederhandschuh auf einem Besenstiel hilfreich. Den kannst Du durch die Gitterstäbe des Zwingers schieben, wenn Du Dich nicht traust, mit der Hand ranzugehen. So eine Hand-Konstruktion hat Martin Rütter mal für einen schwer geschädigten Hund benutzt, der sich auch nicht anfassen ließ ...

Bitte berichte weiter, wie weit Du jeden Tag mit ihm kommst. Es ist superinteressant, von jedem Tag zu lesen. Und schwarzmarken IST meine Lieblingsfarbe. icon_mrgreen.gif
Viele Grüße, gedrückte Daumen und viel Erfolg
wünscht Minou

PS: Wenn Du züchtest, hast Du ja noch andere Hunde, oder? Hast Du denn mal beobachtet, wie er mit anderen Hunden umgeht? Und vor allem: Wie Deine anderen Hunde auf ihn reagieren? Vielleicht kann er sich vom Verhalten Deiner anderen Hunde das eine oder andere "abschauen", so dass Du mal in Zwingernähe mit einem anderen Hund z.B. Unterordnung üben solltest. Ist eine seltsame Idee, aber Hunde lernen ja oft voneinander und vielleicht hilft es, wenn ihm ein gut sozialisierter, wesenfester Hund mal "vormacht", wie man auf Dich zugehen muss, um Futter und Zuneigung zu bekommen. icon_wink.gif


» User #12972 schrieb:

Lach***
unsere Minou - sei mal nicht so bescheiden!

Hallo,
also das mit der Stubenreinheit...janein - wichtiger ist sein Verhalten, dass bereitet mir Kummer.
Er ist ja nun kein Angstbeißer, sondern einer, der über die Beißerei seinen Willen durchdrückt...
Und deshalb lieber das Risiko eingehen, dass er unsauber wird - das kann man ja wieder richten - als genäht zu werden.

So jedenfalls die Einschätzung von uns Beiden - Kerstin und mir.
Wir drücken hier die Däumchens.
Gruß eggi


» User #19494 schrieb:

@Minou,
kein Problem, ich sehe das ganz locker. Deinen Tipp mit dem Handschuh werde ich ausprobieren, vielen Dank

Nun möchte ich den heutigen Tag beschreiben.

Meinen anderen Hunden gegenüber verhält er sich normal, sie zeigen ihm auch alle, du bist der große Meister.
Heute hat er mich nicht einmal angeknurrt, als ich vor den Zwinger trat.
Er mußte wieder Sitz und Platz machen. Ich rufe ihn auch am Gitter entlang von der einen zur anderen Seite, klappte tadellos. Ich reiche ihm das Futter aus meiner Hand, dabei berühren meine Finger auch seine Zähne. Er ist ganz vorsichtig beim Futter nehmen.
Da dies alles so gut klappte und er auch immer mal wieder mit der Rute wedelte wurde ich mutiger.
Ich öffnete den Zwinger,
als erstes markierte er aus Lebeskräften und scharrte auch.
Nach mir oder dem Futter hat er sich nicht einmal umgesehen, wir waren Luft, wie nicht vorhanden. Ich konnte rufen oder mit meiner Futterdose klappern, es interessierte ihn nicht. Er lief sehr steif mit hoher Rute.
Zum Glück ist eine meiner Hündinnen heiß und mit ihr habe ich ihn dann wieder in den Zwinger gelockt.
Ich habe ihn nicht angefasst, hatte auch den Eindruck das es nicht gesund für mich gewesen wäre.
Die Stubenreinheit ist jetzt wohl das kleinere Übel, heute war es auch nur ein sehr kleiner Haufen, naja wo nicht viel reinkommt kann auch nicht viel rauskommen. Nur da muß er jetzt durch!
Er hat wunderschöne Marken, wenn ich mein Züchterauge so auf ihn werfe, auf Ausstellungen würde er ganz vorne laufen!

Viele liebe Grüße
Conny


» User #12972 schrieb:

Hallo Conny,
finde ich supi - für den Anfang.
Ist doch schon mal ein kleiner Schritt, dass er Dich freudig begrüßt.
Es wird noch schwierig, aber ich bin überzeugt, dass Du dies schaffen wirst.
Nur Mut!
Gruß eggi


» User #3675 schrieb:

Hallo Conny,
wie sieht es aus mit Falko? Fortschritte? Bin sehr neugierig und gespannt und habe eigentlich fast nur deswegen täglich ins Forum geschaut ...
Viele Grüße,
Minou


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