Haustiere

Wohnung und überhaupt: Hundehaltung chancenlos?

» User #3675 schrieb:

Hallo Foris,
und hier noch ein echter Problem-Beitrag zum Mitdenken - der eigentlich ins Unterforum "Mietrecht" passen würde, aber wegen seiner Länge ... icon_redface.gif Obwohl das Forum zur Sommerzeit recht leer aussieht, möchte ich doch mal einen Rat oder aufmunternde Worte ... Demnächst werde ich meine Ausbildung zur Lehrerin komplett vollenden und bin gerade auf der Suche nach einer neuen Wohnung, da ich meinen Arbeitsort wechseln werde (dank meiner seltenen Fachkombination habe ich mehr als genug Stellenangebote bekommen und mich bereits entschieden, meinen zukünftigen Arbeitsplatz ca. 100 km näher an meine Heimat - und damit an meine Gassihündin Gina icon_mrgreen.gif - zu verlegen ...).

Ursprünglich habe ich geplant, spätestens jetzt meine Lebensumstände ein wenig mehr auf einen eigenen Hund auszurichten. Aber ich scheine schon bei der Wohnungssuche daran zu scheitern. icon_heul.gif

Die Frage ist: Wie geht man am diplomatischsten vor? Tierhaltung ist - gerade in gepflegten Wohnungen mit Laminat - immer ein kritischer Punkt für Vermieter. Und da alle meine anderen Voraussetzungen (sicheres Einkommen dank Verbeamtung, Nichtraucher, keine "lauten" Kinder) der totale Traum für jeden Vermieter sein müssen, traue ich mich gar nicht, bei Besichtigungsterminen konkret nachzufragen ... icon_redface.gif(zumal meine Wünsche nur Wünsche sind, noch keine Pläne und noch sehr ungewiss)

Ich habe gerade jetzt per Zeitungsannonce gesucht, gezielt mit dem Zusatz "gern ländlich oder Stadtrand", um gleich meine Einstellung deutlich zu machen. Tierhaltung in der Annonce schon anzusprechen, erschien mir ungünstig. Und auch bei persönlichen Gesprächen ist es total blöd, weil ich ja noch gar kein Tier habe ... icon_rolleyes.gif (Und weil gegen eine Anschaffung neben der Wohnsituation noch einige andere persönliche Punkte sprechen, die ich erst "ausprobieren" müsste ...)

Was ich konkret will: Die Möglichkeit, als Pflegestelle mal einen Pflegehund aufnehmen zu können, einen Hund urlaubshalber zu sitten und möglicherweise in ein bis zwei Jahren die Option zu haben, einen eigenen Hund in der Wohnung halten zu können - meinetwegen auch unter Auflagen (kein Kläffen oder Zerstörungen).

Nur: Wie spricht man das am günstigsten an? Wer hat Erfahrung oder einen Rat für mich? Ich habe gestern und heute zehn Wohnungen gesehen, alle ländlich, manche mit Garten. Dummerweise sind die meisten Gärten so groß, dass es unrealistisch für mich ist, sie mit Vollzeitjob allein zu bewältigen ...

In nur zwei Wohnungen hatte ich die Chance, Tierhaltung konkret anzusprechen: Eine Familie besaß vorher selbst Tiere und hatte spontan gar nichts dagegen (Riesengarten - aber hier kommt die Wohnung absolut nicht in Frage icon_rolleyes.gif) und eine Bauersfrau hat mir alle "kleineren" Tiere (Katze, kleiner Hund) frei erlaubt, konnte sich aber einen großen Hund nicht vorstellen, weil es "nur" eine Wohnung ist (und "große Hunde hält man ja nicht drinnen") und sie auf dem Hof selbst zwei Hunde haben, die sich gestört fühlen würden ...

Meine Erfahrung, leider: Wenn Tiere erlaubt, dann Brack-Wohnung. Wenn tolle, gepflegte Wohnung, dann Haustiere verboten ... icon_motz.gif
Meine Überlegungen: Sagt man seinen Wunsch vorher, werden Vermieter, die damit ein Problem haben, mir die Wohnung gar nicht erst geben. Dass man trotz Hundehaltung sauber ist und putzt, dass man den Hund nicht in die Ecken machen lässt, etc., das glauben mir Vermieter ja erst, wenn sie mich kennen - also, wenn ich schon eine Weile bei ihnen gewohnt habe ... Dazu muss ich aber den Mietvertrag unterschreiben ... Und dabei riskiert man, dass ein Haustierverbot drin steht ...

Jetzt habe ich einen Wohnungsfavoriten, die Wohnung ist auch im Obergeschoß (leider, aber mit riesiger Dachterrasse) und meine Vermieter würden unter mir wohnen. Wegen der Ruhe wollten sie schon nicht so gern kleine Kinder über sich, was sie mir erzählten. Die Wohnung ist in einem alten Bauernhaus, aber komplett neu saniert, auch mit Laminat und sehr toll. Es steckt jede Menge Herzblut und Arbeit dahinter (Es wurde auch zum Teil alte Bausubstanz erhalten und aufwendig restauriert), soviel, dass die Vermieter sogar gern selbst dort einziehen würden. Die Miete ist wegen der dörflichen Lage und der niedrigen Nebenkosten (neue Isolierung, Solarheizung) ganz unschlagbar günstig. Aber was passiert, wenn ich dort einziehe, in einem Jahr gern einen Hund hätte - und dann nicht darf? icon_heul.gif Und wenn ich mich zwischen toller Wohnung und Hund entscheiden müsste? Ein Umzug kostet auch eine Menge und ich wollte eigentlich ein paar Jahre bleiben ...

Ein Vorschlag meiner Familie (die meinen Wunsch notgedrungen akzeptiert, aber nicht unterstützt icon_confused.gif) wäre, erstmal dort einzuziehen, dann mal zu fragen, ob man den Hund einer Freundin für zehn Tage hüten darf (falls sich das tatsächlich so ergibt oder ich mir einen Hund "ausleihen" könnte) und die Reaktion abwarten. Wenn es dann heißt: "Na ja, zur Not - aber nicht länger!", dann weiß man ja Bescheid. Wenn es heißt: "Klar, überhaupt kein Problem!", dann auch.

Herrjee, was mache ich nur?
Ach ja, meine anderen Gründe, im Moment keinen Hund anzuschaffen, sind auch relativ schwerwiegend und müssen gut überlegt werden:

1. Singlehaushalt (soll heißen: Alleinverantwortlich. Keiner da, der mit dem Hund geht, wenn man krank ist oder keine Zeit hat. Was mache ich, wenn ich Tagesausflüge und Klassenfahrten begleiten muss, mit dem Hund?) Natürlich habe ich Familie, aber die steht diesbezüglich überhaupt nicht hinter mir ... Niemand von denen ist so hundefreundlich - und diejenigen, die Hunde im Prinzip mögen, könnten einen größeren Hund körperlich nicht mehr halten und würden es ohnehin ablehnen, sich um ihn zu kümmern ... icon_confused.gif

2. Allergie: Ich bin nicht offiziell getestet, weiß aber, dass ich auf Tierhaare teilweise arg reagiere. Auf meinen eigenen Kater seltsamerweise nicht (mehr), das war zu Anfang heftig, aber dann scheint mein Körper jeglichen Widerstand aufgegeben zu haben und sich selbst immunisiert zu haben. icon_mrgreen.gif Ist kein Problem mehr. Auch mit meiner Gassihündin habe ich keine Probleme ... draußen nicht und nicht, wenn ich meine Nase dicht ins Fell schiebe ... Aber ein eigener Hund dauerhaft in der Wohnung auf engstem Raum - das finde ich gesundheitlich sehr riskant ... icon_confused.gif

3. Zeitraster: Ob ich für einen Hund täglich genug Zeit habe, werde ich erst wissen, wenn ich eine Weile voll berufstätig war. Aber das lässt sich ja rausfinden. icon_wink.gif Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht in 3-4 Jahren noch einmal beruflich ins Ausland will - das würde sich durch einen eigenen Hund wesentlich verkomplizieren, wenn nicht unmöglich werden ...

4. Gina: Falle ich meiner Gassihündin in den Rücken, wenn ich mir einen eigenen Hund anschaffe? Ich hänge so arg an ihr, ich könnte mir nicht vorstellen, sie zu "verlassen". Blöder Grund gegen Hund, aber so gefühlsmäßig, versteht Ihr? icon_redface.gif (Um zu Gina zu gelangen, muss ich zu meiner Familie fahren und dort auch übernachten. Das tue ich recht regelmäßig und das wäre mit eigenem Hund unmöglich - sowohl unser eigener Kater als auch meine Menschen wollen einen Hund im Haus definitiv nicht akzeptieren, auch nicht zu Besuch.)

Alles in allem kommt es mir zur Zeit vor, als bin ich nicht dazu berufen, überhaupt jemals einen Hund zu halten. icon_heul.gif Und das deprimiert mich sehr. Ich will nicht warten, bis ich alt und grau bin - zumal mein Beruf eigentlich optimal ist, da man als Lehrer nachmittags zu Hause ist und keine 10-Stunden-Schichten schiebt. icon_rolleyes.gif

Ach ja: Bitte gebe mir niemand Ratschläge, ich solle weiter Hunde sitten oder ins Tierheim gehen. Im Tierheim sind alle Hunde sozusagen "verfügbar", das macht ein Engagement gefühlsmäßig extrem riskant ... (Obwohl ich auch diese Maßnahme in Betracht ziehe, zumal mir die Herausforderung gefällt, mit mehreren verschiedenen Hunden erziehungsmäßig zu arbeiten) Und eine Gassihündin habe ich schon und kenne die Vor-, aber auch die Nachteile zur Genüge (Ich habe sie mal zusammengefasst, siehe hier. Und im Moment überwiegen die Nachteile - so ein 24-Stunden-Hund fehlt mir einfach manchmal extrem ...

Mein größtes Problem ist aber im Moment die Wohnung - irgendwelche Ideen dazu? Ratschäge? Clevere Tips? Wie machen das denn andere? Es kann doch nicht jeder Hundehalter hier ein eigenes Haus & Grundstück sein eigen nennen, zum Teufel? icon_motz.gif
Vielen Dank an jeden, der sich diesen Roman durchgelesen hat - ich glaube, diesen Konflikt können nur Hundeforis wirklich nachvollziehen. icon_rolleyes.gif
Mit gefrusteten Grüßen,
Minou

PS: Was müsste im Mietvertrag stehen, damit mir Hundehaltung offengehalten wird? Wie sieht es mietrechtlich mit vorübergehender Beherbergung eines Hundes aus, der nicht dauerhaft da wäre (Pflegestelle oder Urlaubssitting)? Kennt sich jemand aus? Was ist erlaubt, wann muss man um Erlaubnis fragen?

PPS: Wenn jemand eine Wohnung für mich hat - nur zu! icon_mrgreen.gif


» User #4244 schrieb:

Hallo,

ich würde immer vorab schon fragen ob Tierhaltung erlaubt ist und wenn ja ob es auch eine Hundehaltung beinhaltet.

Außerdem würde ich es vertraglich aufnehmen lassen, dann bist Du auf der sicheren Seite wenn ein Hund einziehen sollte.


» User #19209 schrieb:

an deiner stelle würde ich eine zeitungsannounce veröffentlichen.

junge berufstätige frau mit hund sucht wohnung in...

somit weiß der vermieter direkt bescheid und kann selbst entscheiden ob er eine frau mit hund seine wohnung vermietet.

bei einer freundin hat das super geklappt. 13 wohnungen wzúrden ihr angeboten. sie hat sich für eine entschieden mit garten, anderen hunden (von vermieter und mieter), hausflur ist mit teppcih verlegt damit die hunde nicht beim treppensteigen ausrutschen.


» User #4693 schrieb:

Ich würde, mal ganz abgesehen von einem Hund, niemals in eine Wohnung ziehen, wo der Vermieter was gegen Kinder hat. Ich meine, HALLO, wo leben wir denn? Das sind doch keine Monster. Das sind Kinder. Wir waren alle mal Kinder und bestimmt nicht immer leise. Solche Leute sollte man an die Wand nageln, echt.
Wenn mir einer sowas sagen würde, würde ich mich umdrehen und gehen. Sofort. Und hoffen, dass der nie jemand für seine Wohnung findet. Oder, noch besser icon_twisted.gif , ein kinderloses, ständig laut streitendes Ehepaar, dass beim Auszug ein Choas und Mietschulden hinterläßt.

Was die Hundehaltung betrifft, ich würde das vorab klären. Wenn du später doch mal die geeigneten Bedingungen für einen eigenen hast, ärgerst du dich sonst bestimmt.


» User #14825 schrieb:

Schade, Minou, daß Du nicht in meine Nähe ziehst. Da könnten wir bestimmt etwas auf die Beine stellen, damit Du einen Hund bekommst. Und es ist auch schade, daß Deine Familie so ungnädig Hunden gegenüber ist. Die wissen ja gar nicht, was sie versäumen ohne Hund icon_redface.gif .

Ich glaube, ich würde es auch so machen, wie LilaMom vorgeschlagen hat, mit der Anzeige. Und auch bei dem Vermieter der Wohnung, die Du jetzt im Auge hast mal vorsichtig nachfragen, wie es beim ihm so mit Tierhaltung ist.

Damals, als ich in Wedel zur Miete gewohnt habe, hatte ich meinen Hund am Wochenende immer auf "Besuch" dabei. Erst hinterher habe ich erfahren, daß da Hundehaltung nicht erlaubt war. Damals habe ich mich um solche Sachen noch nicht gekümmert icon_redface.gif .

Nun habe ich eine eigene Wohnung und die meisten finden Shari toll. Es gibt aber auch eine Frau hier im Haus, die offensichtlich Angst vor Hunden hat. Na, an die laß ich Shari halt nicht ran. Sie bekommt von den anderen genug Streicheleinheiten.

Ganz liebe Grüße von Marion und Shari


» User #12972 schrieb:

Hallo,
ich wohne schon immer zur Miete und habe mir immer ein kleineres Dorf gesucht, selbst, wenn die Anfahrwege zur Arbeit etwas lang waren...
Warum? Habe einfach festgestellt, dass unsere ländlichen Gegenden tollanter gegenüber Hundehalter sind.
Mündlich hatte ich immer die Zusage, dass ich Hunde halten konnte, aber was man schwarz auf weiß hat, kann hinterher nicht geleugnet werden.
Unsere Schwägerin hat ebenfalls gesagt, wir ziehen uff ein Dorf, da hatte sie ja ihren Hund noch nicht.
Sie suchte also eine Erdgeschosswohnung mit Garten und fragte, ob sie auch einen Hund halten könnte...
Mündlich erhielt sie eine Zusage, aber auch das genügte ihr nicht.
Sie setzte ein Schriftstück auf, indem sie die Erlaubnis einholte (im Mietvertrag stand auch nichts von Verbot von Haltung von Tieren) und verpflichtete sich, dass die ältere Dame, die mit im Haus lebte, keinerlei Wohnqualität verlieren würde.
Unterschrift vom Vermieter drauf, Gegenzeichnung und auf zum Hundekauf.

Ich würde auch eine Anonnce aufsetzen, versuchen, dass ich nicht in einer Stadt ziehen muss und mir alles schön schriftlich geben lassen...

Minou ich drücke Dir ganz dolle die Daumen, bleib zäh und lass Dich nicht von Absagen entmütigen.
Du weißt doch: stetiger Tropfen höhlt den Stein!
Zwinker...
Gruß eggi


» User #10151 schrieb:

Huhu Minou,

ich würde das mit der Hundehaltung auch unbedingt schon im Vorfeld ansprechen.

Ich hab damals, als ich mit Bandit eine Wohnung gesucht habe, überall bereits bei der ersten telefonischen Anfrage gefragt, ob Hundehaltung erlaubt ist. Wenn die Antwort nein war, hab ich mir gleich gespart, die Wohnung überhaupt zu besichtigen.

In deinem Fall - da du ja noch keinen Hund hast - kannst du natürlich auch etwas taktischer vorgehen und die Wohnungen erst besichtigen; aber spätestens da würde ich das Thema dann zur Sprache bringen. Da hast du dann den Vorteil, dass sich die Leute schon einen persönlichen Eindruck von dir machen konnten und vielleicht nicht gleich nein sagen, wenn eine gewisse Sympathie da ist.

Ich war damals eigentlich überrascht, dass es gar nicht sooooooooooooooooooooo schwer war. Gut, ich wollte sowieso eine Wohnung etwas ländlicher, auch wegen meines Pferdes, das hat's natürlich erleichtert. Wie eggi schon schrieb, auf dem Land sieht man solche Dinge oftmals etwas lockerer.

Von der Wohnung, mit der du momentan liebäugelst, würd ich dir ehrlich gesagt abraten. Ich hab megaschlechte Erfahrungen damit gemacht, wenn die Vermieter im selben Haus wohnen wie man selbst - und ich halte mich wirklich für einen angenehmen Mieter, ich bin nicht laut und zahle pünktlich meine Miete, mein Hund gibt kaum jemals einen Wuff von sich... icon_rolleyes.gif

Noch dazu, wenn die Vermieter schon vorher zu erkennen geben, dass sie recht lärmempfindlich sind und deine Wohnung über ihrer Wohnung läge... so schön renoviert könnte die Wohnung für mich gar nicht sein, dass ich da einziehen wollte. Wahrscheinlich darfst du da nach 22:00 Uhr nur noch mit Schaffellpuschen auf Zehenspitzen durch die Wohnung schleichen und keine Toilettenspülung mehr bedienen... icon_mrgreen.gif

Versuch dir die Möglichkeit zur Hundehaltung auf alle Fälle offenzuhalten, und lass dir das auch schriftlich bestätigen, wenn du den Mietvertrag unterschreibst. Du kannst ja umgekehrt dem Vermieter bestätigen, dass du für evtl. durch den Hund verursachte Schäden bei Auszug aufkommst, um ihn zu beruhigen.

Einfach mal einziehen und auf Glück hoffen kann halt ins Auge gehen... vor allem, wenn du nicht vorhast, so schnell wieder umzuziehen.

Deine Lebensumstände können sich ändern, so dass du eine Möglichkeit siehst, dir einen Hund zuzulegen... (ein Partner, der bereit ist, ihn mal tageweise zu nehmen beispielsweise?) Dann würdest du dir bestimmt ein Loch in den Bauch ärgern, wenn es nur am "Nein" des Vermieters scheitert.

Es gibt Wohnungen - auch schöne Wohnungen! icon_biggrin.gif - wo Hundehaltung erlaubt ist. Nicht aufgeben. icon_wink.gif

LG,
Sabine


» User #3675 schrieb:

Hallo,
und schon mal danke für die Meinungen. icon_pray.gif

LilaMom: Ja, ich hätte das tun sollen mit der Anzeige. Direkt die Karten auf den Tisch. Lustig nur, dass man "mit Hund" inseriert und dann am Telefon die Karten auf den Tisch legt - dass man gar keinen hat. icon_mrgreen.gif Ich glaube auch, ich werde es noch tun. Man kann ja mal antesten, was einem so angeboten wird, so "just for fun". Bis Oktober habe ich noch Zeit und der Wohnungsmarkt in dieser Region läuft laut Vermieteraussagen so gut bzw. schlecht, dass man die Wohnungen praktisch hinterhergeworfen bekommt.

Predator und Sabine: Ich muss das etwas relativieren. Die Vermieter haben nicht gesagt, dass sie wegen der Ruhe keine Kinder haben wollen. Das "Ruhebedürfnis" hatte ich aus ihren Aussagen geschlossen icon_redface.gif, weil ich mir vorstellen kann, dass ein Bobbycar-rutschendes Kleinkind über dem Kopf in der eigenen Wohnung unangenehm sein könnte.
Die Vermieter haben selbst Kinder (15 und 19), sind noch relativ jung (um die 50), sehr dynamisch und supernett. Sie machen überhaupt nicht den Eindruck, dem Mieter etwas vorzuschreiben oder zu verlangen, dass der Mieter unverhältnismäßig rücksichtsvoll ist. Wörtlich gesagt haben sie nur, dass sie sich ihre Mieter aussuchen und sich bisher nur drei Kategorien bei ihnen beworben haben, die sie eben nicht wollen: Alleinstehende Frauen, die nicht wissen, woher sie das Geld für die nächste Monatsmiete nehmen sollen, Hartz-IV-Empfänger, bei denen der Geldeingang auch sehr unsicher ist, und getrennt lebende Väter, die alle zwei Wochen ihre Kinder haben. Aus der letzten Aussage schloß ich das Ruhebedürfnis, es kann aber in Wahrheit auch um "unstete" Lebensbedingungen oder die Gefahr eines raschen Auszugs (falls die Familie nach einer Trennung doch wieder zusammenfindet) gehen - die Vermieter möchten gern ein stabiles, längerfristiges Mietverhältnis. (Das ich ihnen auch nicht versprechen kann, da ich noch sehr flexibel bin - aber das sage ich natürlich nicht icon_wink.gif). Es wohnt auch noch eine dritte Familie dort, auch mit (älteren) Kindern. Die Vermieterin war unheimlich warmherzig und meinte sogar, ich könne sie auch bis 23 Uhr anrufen, wenn mir noch etwas einfiele. icon_eek.gif Wir wurden mit Getränken bewirtet und haben uns über eine Stunde sehr gut unterhalten - sie wollten wohl auch einen Eindruck haben, denn ein Interessent, der nur kurz unbeteiligt durch die Wohnung geht und wieder verschwindet, hätte nie eine Chance gehabt ... Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass die Chemie stimmt, das kam in meinem ersten Beitrag vielleicht falsch rüber. icon_wink.gif

Und ich könnte mich echt in den Hintern beißen: Die Vermieter dachten, ich wolle nahe am Wald wohnen, weil ich joggen gehen will. icon_rolleyes.gif Das sagte meine Begleitung später. Wenn ich diese Bemerkung im Gespräch nicht dummerweise überhört hätte, hätte ich sie gleich mit den Worten: "Was soll ich denn ohne Hund im Wald?" icon_mrgreen.gif richtiggestellt ...

Ich weiß ja noch gar nicht, ob sie was gegen Tiere haben, da sie Kinder haben, hätte ich die Hoffnung, dass sie das etwas lockerer sehen. Aber bei dem tollen Zustand der Wohnung habe ich mich eben nicht getraut, nachzufragen. icon_redface.gif
Sabines Einwand, dass es schwierig ist, mit dem Vermieter in einem Haus zu wohnen, war GENAU der Punkt, der mich auch etwas abschreckte. Obwohl ich genau so jetzt wohne und damit nie schlechte Erfahrungen gemacht habe, zum Glück. icon_pray.gif

Predator hat folgendes geschrieben::
Was die Hundehaltung betrifft, ich würde das vorab klären. Wenn du später doch mal die geeigneten Bedingungen für einen eigenen hast, ärgerst du dich sonst bestimmt.

Ja, das denke ich eben auch. Wenn ich auch nicht nächsten Monat ins TH gehe und mir den erstbesten Hund anschaffe. icon_rolleyes.gif Ich will mir die Chance nur nicht von vornherein verbauen, weil ich jetzt gerade die Möglichkeit habe, meine Lebensumstände so ein bisschen zu verändern. Es gibt ja auch die "Gefahr", dass ein Hund plötzlich - aus welchen Gründen auch immer - ein neues Heim sucht, den man schon gut kennt. Und in so einem Fall - beträfe das z.B. Gina - wäre ich total kompromißlos. Da hätte mein Vermieter am nächsten Tag meine Kündigung auf dem Tisch, wenn ich dann nicht dürfte ... icon_twisted.gif

Marion, ich WAR ja jetzt zwei Jahre in Deiner Nähe. icon_mrgreen.gif Ich ziehe dann aber wieder etwas weiter südlich, das hat sich so ergeben.

Eggi: Ja, die ländliche Lage hatte ich mir gezielt deswegen ausgesucht, weil ich hoffte, das Vermieter dort toleranter sind. Und zweitens auch, weil ich einfach lieber auf dem Land wohne. Und drittens, um meinen Arbeitsweg gerade NICHT zu verlängern, da meine Arbeitsstelle sowieso schon auf dem Land liegt. icon_mrgreen.gif

Ach, und ein bißchen lachen musste ich ja: Oh doch, es gibt Kinder, die tatsächlich zum Monster mutieren können. icon_wink.gif Ich bin Lehrer, ich habe sowas schon erlebt! icon_lol.gif

Vielen Dank fürs Mutmachen vorerst. Ich denke noch schwer nach, was jetzt zu tun ist ... (Die Wohnung war noch im Rohbauzustand, als ich sie gesehen habe, die Vermieter wollen sich mit der Suche Zeit lassen. Ich weiß ja bisher nicht mal, ob sie mich überhaupt wollen ... Das wäre die erste Frage, die zu klären wäre ...)

Mal schauen, was daraus wird. Die besagten Vermieter erreiche ich erst übermorgen, die sind noch im Urlaub. Und dann sehe ich weiter. Meine Familie versteht zwar mein Problem nicht icon_rolleyes.gif und findet mich "verbohrt", aber würde mich notfalls bei einem weiteren Umzug unterstützen, falls ich von dort aus (wenn ich erstmal dort wohne) noch etwas "Besseres" finde (Und ich glaube, in deren Interpretation bezog sich das nicht auf Hundehaltung, aber egal. icon_lol.gif) Nur bin ich selbst nach sieben Umzügen nicht so scharf auf einen weiteren Wohnungswechsel innerhalb kurzer Zeit ...
Danke und viele Grüße
von Minou

PS: Übrigens habe ich auch beim nächsten Autokauf (mein aktuelles ist 16, mit Fließheck icon_evil.gif) schon den Gedanken "Hundeplatz im Kofferraum" im Kopf. icon_mrgreen.gif Und das wird eine Entscheidung sein, in die mir niemand reinredet. icon_motz.gif


» User #3675 schrieb:

FrauBine hat folgendes geschrieben::
Es gibt Wohnungen - auch schöne Wohnungen! icon_biggrin.gif - wo Hundehaltung erlaubt ist. Nicht aufgeben. icon_wink.gif

.. und so eine habe ich zufälligerweise tatsächlich gefunden! icon_pray.gif icon_mrgreen.gif (Wo ist der Smiley, der vor Freude hüpft?)

ENTWARNUNG!

Eben habe ich mit der Vermieterin der oben von mir favorisierten Wohnung gesprochen ... Und mich dann doch getraut, das Thema Hundehaltung anzusprechen ...

1. Sie wollen mich als Mieter.
2. Hundehaltung ist KEIN Problem. icon_eek.gif

Die Familie hatte siebzehn Jahre lang selbst einen Rauhhaardackel, hat jetzt in der Firma einen Bürohund, den sie regelmäßig zur Pflege haben. Früher haben sie ihren Mietern Hundehaltung noch untersagt, jetzt inzwischen lassen sie das Thema komplett offen, weil sie wollen, dass ihre Mieter Lebensqualität haben.

Sie möchten gern, dass jemand in diese Wohnung einzieht, der sich dort wohlfühlt. Und obwohl sie es ein wenig "personenabhängig" machen würden, haben sie bei mir keinen Zweifel an meinem Verantwortungsbewusstsein. icon_wink.gif

Ich habe ja echt sehr gezögert, das anzusprechen, zumal sie mir kurz zuvor erzählte, dass die Sanierung der Wohnung jetzt (ohne Eigenleistung) bereits einen fünfstelligen Betrag erreicht habe. icon_eek.gif Dann habe ich vorgefühlt und die Vermieterin bat mich sofort, offen zu sagen, was ich auf dem Herzen habe, denn Offenheit sei bei ihnen das höchste Gebot. Und dann entwickelte sich das Gespräch hin zu verschiedenen Hunderassen und Charakteren ... icon_mrgreen.gif

Ich kann nur sagen: Ich habe zugesagt und bin jetzt sehr happy, dass ich die tolle Wohnung MIT meinem größten Wunsch vereinen konnte. Alle Aufregung vom Wochenende umsonst ...

Ich freu mich so ...
Viele Grüße und Danke Euch allen fürs Mutmachen,
Minou


» User #10151 schrieb:

Hey, das ist ja super! *mitfreu*

Da helf ich doch gern mit einem Smiley aus: wie wär's mit diesem hier?

Herzlichen Glückwunsch!

LG,
Sabine


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