Haustiere

Mein Hund knurrt mich seit dem sie Mastitis hatte dauernd an!

» User #19168 schrieb:

Hallo...also mein problem ist das meine 1 jährige Jack-Russel-Hündin mich seit einiger zeit anknurrt und zähne zeigt wenn ich sie streicheln will oder sie auf den arm nehmen will. Ich habe sie erst seit dem 01.01.08 weil sie verwahrlost worden ist, nun weiss ich nicht was sie da schon hinter sich hat und ob das daher kommt! Doch sie knurrt erst seit dem sie mastitis hatte (doch auch das ist schon monate her und sie ist inzwischen völlig gesund!) vorher war alles normal! Ich weiss das Hundeschule die Perfekte Lösung wär doch ich wollte euch fragen ob ihr vielleicht auch noch andere Lösungen habt. Dafür denn schon mal. Danke!

LG


» User #8141 schrieb:

Durfte sie vorher alles? Ne Bekannte von mir hat auch einen Jacki, der ist jetzt über 2 Jahre, er war auch ein kleiner aufgeweckter lieber Hund... Doch dann wendete sich das Blatt, er knurrte und schnappte sogar nach ihr... sie hat ihm auch alles erlaubt und er war auch nicht ausgelastet, nur an der leine spazieren gehen, reicht einem jacky nicht, der will ne aufgabe haben und will rennen!
Hast du ihn vielleicht mal weh getan als er krank war, unabsichtlich, dann kann es auch sein warum er knurrt,oder ihm tut irgendwas weh!
Ich weiss jetzt nicht ganz was die Krankheit bedeutet, ( bin ja kein TA #g# ) kannst ja mal kurz erläutern!


» User #19168 schrieb:

alles dürfen?mhh...das ist ja die frage die vorbesitzerin kenn ich nicht und will ich auch nicht kennen denn sie hat dem tier genug angetan...und bei mir naja...eigentlich auch nicht ich hab mich mal belesen zu dem thema und da stand das man wegen der rangordnung vorsichtig sein soll also z.B. nicht ins bett oder auf die couch oder nicht in die küche (fressplatz von herrchen) aber mit der couch das kann ich nicht kontrollieren denn wenn sie alleine ist kann ich das nicht unterbinden und bett das würde mir echt weh tun daher hab ich das bis jetzt nur mit der küche durchgezogen... icon_redface.gif und zu dem thema raus gehen...also wir gehen mindestens 4 mal raus und immer ohne leine und es wird grundsätzlich getobt also daher denke ich daran liegts nicht...achso ja mastitis = eine bakterielle vereiterung im gewebe, da bildet sich so eine art ei an der Brust und das sind höllische schmerzen für den hund...

aber trotzdem danke erstmal für deine antwort...


» User #8141 schrieb:

Das ist immer ein Thema für sich mit Couch und Bett. Also meiner darf auf die couch und auch ins bett... es stimmt nicht was viele immer sagen das der Hund dann auf gleicher höhe mit dir wäre und das es schlimm ist. Ganz im gegenteil. ich habe gelesen das man sich auch mal zum streicheln hinhocken sollte... sobald der hund nicht knurrt wenn du auf die couch oder ins bett willst, ist doch alles supi!
Naja vielleicht bist du ja doch mal auf die Wunde gekommen und hast es nicht so mit bekommen, und hast ihn damit weh getan!


» User #16553 schrieb:

Hallo,

also das geht gar nicht. Mein Hund hat mich nicht anzuknurren und schon gar nicht die Zähne zu zeigen.

Mag ja sein, dass Du ihr damals weh getan hat, dann kann sie jaulen, quietschen oder ausweichen, mehr aber nicht.

Shiva hat mich einmal angeknurrt als sie einen Ball nicht abgeben wollte.
Ich habe sie am Nackenfell gepackt und geschüttelt,
anschließend umgeworfen und unten gehalten.
Ich habe bestimmt überreagiert, aber wir haben Kinder, die mit ihr spielen.
Danach habe ich ihr den Ball immer wieder abgenommen, die Kinder mussten ihr den Ball in meinem Beisein abnehmen und sie hat es akzeptiert.

Was machst Du denn, wenn sie Dich anknurrt, hälst Du dann Abstand?

Schnapp sie Dir und zeige ihr, dass Du das nicht duldest. Ganz zu sanft braucht das nicht abgehen, sie ist jetzt wieder gesund und kann einen kleinen Rüttler ganz gut vertragen.

Mein Hund wurde vor kurzem ohne Narkose genäht, ging in dem Moment nicht anders.
Sie hat keinen Muckser gemacht,hat nur die ganze Zeit meine Hand geleckt.
Nie, niemals darf Dein Hund Dich anknurren oder Zähne zeigen, sonst ist er demnächst derjenige, der Dir zeigt, wo es langgeht.

Versuchs mal,viel Erfolg und liebe Grüße
scrotcher


» User #8141 schrieb:

Ich habe mir noch mal alles in ruhe durch gelesen, ich denke mal das sie irgendwie doch schmerzen hat! Denn wenn du sie vor der Krankheit hoch nehmen konntest und streicheln und sie hat dich da nie angeknurrt und jetzt auf einmal nach der Krankheit muss es einen Grund geben und ich denke mal das wird an der Krankheit noch liegen! Deswegen hab ich gefragt was das genau ist, und wenn du sagst das das was mit der haut ist, würde ich wirklich noch mal zum TA fahren und sie durchchecken lassen...
klar darf ein hund nicht knurren und zähne zeigen, aber wenn er mal krank war und es sei dem macht, dann will er doch nur zeigen, hey mir tut das weh, und dann sollte man doch nicht mit ihm schimpfen ( also schon aber er hat ja irgendwie nen grund )
Kennst du den Film wo einer nach alaska zum schlittenrennen fährt. Der hat da auch einen Husky den er nicht streicheln kann er knurrt auch immer, bis er merkt das der arme kerl nen kaputten zahn hat ...
ich würde wirklich mal zum TA fahren und mit ihm sprechen und den hund noch mal vorstellen, vielleicht hat er doch noch irgendwas was du selbst nicht siehst...


» User #19168 schrieb:

mhhh nun ja wie ich reagier? ich hör auf sie zu streicheln sage "aus" und schubs sie vom bett bzw. von der couch und denn ignorier ich sie erstmal ne weile...weil wenn ich sie durchüttel und in nacken nehme wird es noch schlimmer denn zeigt sie richtig zähne und knurrt agressiv...daher weiss ich nicht so ganz wie ich reagieren soll... icon_neutral.gif


» User #10151 schrieb:

scrotcher01 hat folgendes geschrieben::
Schnapp sie Dir und zeige ihr, dass Du das nicht duldest. Ganz zu sanft braucht das nicht abgehen, sie ist jetzt wieder gesund und kann einen kleinen Rüttler ganz gut vertragen.

Mein Hund wurde vor kurzem ohne Narkose genäht, ging in dem Moment nicht anders.
Sie hat keinen Muckser gemacht,hat nur die ganze Zeit meine Hand geleckt.
Nie, niemals darf Dein Hund Dich anknurren oder Zähne zeigen, sonst ist er demnächst derjenige, der Dir zeigt, wo es langgeht.



*räusper* Ich muss mich jetzt erstmal sammeln, bevor ich dazu was schreibe, damit es halbwegs neutral wird.

Ich wünschte wirklich, die Verbreitung dieses Märchens würde endlich mal ein Ende nehmen. icon_evil.gif

Knurren ist ein völlig normales hundliches Verhalten und zeigt eigentlich nur, dass der Hund "gesund" reagiert und warnt. Man sollte dann nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen, sondern sich erstmal bemühen rauszufinden, warum der Hund knurrt, was ihm solches Unbehagen bereitet.

Wenn man damit so umgeht wie scrotcher, kann man Glück haben - hat man einen Hund, der sich leicht einschüchtern lässt, kann das funktionieren.

Was aber mit mindestens gleichgroßer Wahrscheinlichkeit passieren kann, ist, dass der Hund in der Situation nur lernt: ich darf nicht knurren - und wenn er sich das nächste Mal bedroht fühlt, das Knurren weglässt und sofort zubeisst!

Und dann wäre natürlich der Hund schuld und böse... dabei hat er nur umgesetzt, was er gelernt hat.

Dabei wäre es gerade beim genannten Beispiel ein absolut Leichtes, dem Hund beizubringen, den Ball herzugeben - völlig ohne irgendwelche Maßnahmen, die ihn noch viel mehr verunsichern. Warum kann ich nicht einfach dem Hund zeigen: schau, wenn du mir den Ball gibst, passiert nix Schlimmes - ich nehm ihn dir nicht weg, du bekommst ihn gleich wieder?

Konkret in dem Fall: ihm ein Tauschgeschäft anbieten. Was ganz Leckeres, für das er den Ball fallenlassen muss. Ihm den Ball aber dann nicht wegnehmen, sondern ihm sofort wiedergeben. Mach das zehnmal, und er wird dir den Ball begeistert vor die Füsse werfen...

Zurück zum Thema... @Kruemel: sei dankbar, dass dein Hund richtig kommuniziert und knurrt - und nicht gleich zubeisst! Und lass um Himmels willen die Finger von irgendwelchen Zwangsmaßnahmen wie auf den Boden werfen und runterdrücken etc.

Lass lieber wirklich erstmal abchecken, ob der Kleinen nicht doch gesundheitlich etwas fehlt. Hört sich für mich durchaus danach an, als könnte ihr noch etwas wehtun.

Falls das sicher ausgeschlossen ist:

Erstmal, ich halte nix von dem (wissenschaftlich auch sowas von überholten...) Grundsatz, ein Hund dürfte nicht auf erhöhten Plätzen schlafen etc. Das ist Quatsch, richtig ist allerdings: du solltest diejenige sein, die darüber bestimmt, ob der Hund auf die Couch darf oder nicht. Will heissen, er muss sich ohne Murren von dir von der Couch "schicken" lassen.

Wenn ich das richtig sehe, hast du die Kleine noch nicht sehr lange. Ich könnte mir vorstellen, dass die Bindung zu dir noch nicht so ausgeprägt ist, wie sie sein sollte. Wahrscheinlich ist auch der Gehorsam noch nicht so, wie er sein sollte.

Mein Gefühl sagt mir, dass die Kleine ihren Platz bei dir noch nicht gefunden hat, dass sie unsicher ist, weil sie keinen festen Rahmen (im Sinn von konsequenten Grenzen) hat, in dem sie sich bewegen kann.

In dem Fall wäre es wichtig, dass du der Kleinen konsequente Grenzen setzt. Dazu gehört auch: Spaziergänge erstmal an der Leine. Du bestimmst, wann, wo, wohin, wie schnell. Damit kleine Übungseinheiten verbinden. Viele Leckerlies mitnehmen, jede gut ausgeführte Übung loben, freuen wie blöd und mit Leckerli belohnen. Sieh zu, dass sie sich auf dich konzentriert, sich an dir orientiert.

Das heisst nicht, dass du sie gar nicht mehr frei laufen lassen sollst (allerdings nur, wenn sie auf Zuruf wirklich absolut zuverlässig zu dir kommt - ansonsten Freilauf durch Schleppleine ersetzen!), aber nicht die ganze Zeit. Leg lieber bei den Spaziergängen mal eine Viertelstunde Tobe- und Freilaufphase ein, sorge ansonsten dafür, dass sich die Kleine nach dir richtet.

Dasselbe zuhause: ein ganz einfacher Grundsatz kann hier wahnsinnig viel helfen. Der heisst: NILIG - Nichts im Leben ist gratis!

Sie soll ihr Futter oder ein Leckerli bekommen? Fein. Dafür muss sie erstmal Sitz, Pfote oder was auch immer machen. Sie möchte auf die Couch? Dasselbe Prinzip. Einen Befehl geben, bei guter Ausführung loben und auf die Couch lassen (immer vorausgesetzt, du möchtest das auch gerade). Sie kommt zum Kraulen? Lass sie erstmal abliegen.

Für alles, was sie von dir bekommt oder einfordert, muss sie erstmal eine Gegenleistung erbringen.

Probier das mal aus... sehr hilfreich, um auf ganz und gar "zwanglose" Art zu klären, wer bei euch im Haus der Chef ist. icon_wink.gif

LG,
Sabine

PS: ich schick dir noch eine PN dazu...


» User #10151 schrieb:

Nachtrag:

Ich sehe gerade, du schreibst, sie knurrt, wenn du sie streicheln oder auf den Arm nehmen möchtest.

Möglicherweise löst das ja irgendwelche Ängste in ihr aus, die du in Unkenntnis ihrer Vorgeschichte gar nicht beurteilen kannst. Oder sie hat durch ihre Krankheit einfach noch "abgespeichert": Berührung tut weh.

Dräng dich ihr einfach mal nicht auf. Lass sie von selbst kommen, das wird sie mit wachsendem Zutrauen irgendwann...

LG,
Sabine


» User #3675 schrieb:

Hallo,
da ich gerade auch auf den anderen Thread geantwortet habe, liegt es mir am Herzen, auch hier zu der Meinungsverschiedenheit von Scrotcher und Sabine etwas zu sagen. Ich finde nämlich, beide haben ein wenig Recht. icon_wink.gif

1:. "Mein Hund hat mich nicht anzuknurren": Sehe ich ein bisschen genauso. Wenn ich bedenke, dass Knurren die letzte Warnstufe vor dem Beißen ist, finde ich das Anknurren des eigenen Herrchens bzw. Frauchens schon ziemlich bedenklich. Ich halte das für respektlos. icon_confused.gif Ob nun berechtigt oder nicht, aber auch Hunde wissen, was sie sich erlauben dürfen und was nicht - und sie haben noch andere Kommunikationsmuster im Repertoire, die sie anwenden können, um zu zeigen, dass ihnen etwas nicht recht ist. Ausweichen oder Jaulen bei Schmerz wären durchaus unterwürfige Zeichen, die sie benutzen dürfen (und auch sollen). Im wildlebenden Rudel würden sie für ein Knurren unter Umständen sofort vom Alphatier die Quittung bekommen, und zwar eine sehr unangenehme. Ungefähr so, wie Scrotcher "überreagiert" hat.
ABER: So eine Überreaktion muss man sich als Mensch auch leisten können. Das heißt, man muss einen evtl. entstehenden Kampf (Ein selbstbewusster Hund wehrt sich vielleicht) unter allen Umständen gewinnen, sonst bleibt man nicht der Boss. Und das sollte man bedenken, BEVOR man sich auf so was einlässt. Bei Scrotcher hat es geklappt - ich persönlich würde es mir bei einem ausgewachsenen Schäfi nicht trauen. Ich weiß, dass ich meine Gassihündin nicht "überwältigen" könnte. Und auch bei einem Jacky ist es nicht NUR eine Frage der Kraft (davon hat der Mensch sicherlich mehr), sondern auch eine Frage der Reaktionsgeschwindigkeit und Schnelligkeit von Tieren. Ich habe mal versucht, meinen Patendackel spielerisch auf den Rücken zu packen. Ein DACKEL! Es ist mir nicht gelungen. icon_redface.gif Nicht, weil ich zu schwach bin, sondern weil der Herr mir mit seinem Kurzhaarfell wie ein glatter Wurm durch die Hände glitt und innerhalb von Zehntelsekunden aus meiner Greifweite gesprungen war. Eins zu null für ihn. icon_lol.gif
Die Gefahr, nicht überlegen sein zu können, ist bei einem körperlichen Rangordnungskampf mit einem Hund
so elementar, dass man körperliche Gewalt überhaupt nicht empfehlen darf, ohne die Risiken zu erwähnen. Das finde ich, sollte Scrotcher dazuschreiben, wenn solche "erfolgreichen" Reaktion auf Knurren beschrieben und empfohlen werden. icon_wink.gif

2. Andererseits frage ich mich auch, ob so eine körperliche Reaktion immer angebracht ist. Wenn mein Hund einen Befehl verweigert, mit Blick auf mich ostentativ etwas tut, was streng verboten ist oder wenn er mich selbst provoziert - dann vielleicht. Wenn ein Hund knurrt, weil er sich verteidigen möchte, weil er evtl. Schmerzen hat, dann muss man überlegen, ob sein Wille, in Ruhe gelassen zu werden, nicht "berechtigt" ist und man Rücksicht nehmen sollte. Das heißt nicht, dass man den Willen des Hundes und damit das Knurren uneingeschränkt akzeptieren soll. Aber das bringt mich zu der Meinung, dass eine langsame, sanfte Gewöhnung vielleicht in so einem Fall mehr bringt als brutales "Deckeln". Ich würde also auch eher dazu tendieren, wie Sabine vorzugehen und erst mal wieder das Vertrauen Deines Hundes zu gewinnen, anstatt ihn möglicherweise durch zu heftige Reaktionen noch stärker zu verunsichern.

Was nicht heißt, dass ich Scrotchers Vorgehen verurteile - ich habe auch schon mehrfach unüberlegt reagiert und bei meiner Gassihündin Aktionen gestartet, bei denen ich mir erst hinterher überlegt habe: "Bist du eigentlich wahnsinnig? Ein ausgewachsener Schäferhund mit einer Beißkraft von will-ich-lieber-gar-nicht-wissen-wieviel?" icon_eek.gif Ist zum Glück bisher immer gut gegangen, ich bin auch noch nie angeknurrt worden. icon_lol.gif Aber vorher überlegen, was jetzt angebracht und sinnvoll ist, wäre schon gut. icon_wink.gif Und die Maßnahmen, die Sabine zur Festigung der Rangordnung vorschlägt, sind in jedem Fall wesentlich ungefährlicher als körperliche Klärung, auch wenn sie länger dauern. icon_wink.gif Vielleicht kann man sich ja auf diesen Mittelweg einigen.
Viele Grüße,
Minou