Haustiere

Warten vor einem Geschäft, Junghund 6 Monate

» User #3675 schrieb:

Hallo,
ja, ich gebe FrauBine recht, so einen Thread gab es hier schon mal. Da hatte ich meine Gassihündin noch nicht und bin nur von meinem Patendackel ausgegangen. Der wird tatsächlich nirgendwo angebunden, denn er ist so niedlich, daß er wirklich überall Gefahr läuft, geklaut zu werden. icon_confused.gif Und das Risiko wäre mir gerade bei einem kleinen Hund, der auch bereitwillig mit jedem mitgehen würde (nehmen wir zumindest an) entschieden zu groß.

Daß meinen Hund jemand klaut, wäre auch nur meine zweitgrößte Sorge. Viel wichtiger finde ich, daß man seine Aufsichtspflicht nicht wahrnehmen kann und es so ist, wie Lucy schon geschrieben hat:

Lucy hat folgendes geschrieben::
denn wenn jemand von meinem Hund verletzt wird, auch wenn er ihn unaufgefordert anfaßt, muß ich dafür haften.

Und obwohl weder mein Patendackel noch meine Gassihündin jemals jemanden gebissen haben: Bei einem "süßen, kleinen" Dackel wäre so eine Situation noch überschaubar - bei meiner Gassihündin (DSH) könnten die Wellen allerdings schon hochschlagen, ohne daß sie zwangsläufig jemanden ernsthaft angreifen müßte - denn da sind ja so viele Vorurteile in den Köpfen der Menschen ... icon_confused.gif

Schon aufgrund meiner beiden Bedenken würde ich keinen Hund unbeaufsichtigt irgendwo anbinden. Ich bin allerdings der Meinung, daß Hunde, um alltagstauglich zu sein, auch lernen sollten, anstandslos kurz zu warten.

Und genau damit habe ich mein größtes Problem. icon_mrgreen.gif Daß jemand meine Hündin anfassen könnte - glaube ich kaum. An eine ausgewachsene Schäferin traut sich so schnell niemand heran (außer vielleicht unbedarfte Kinder - weswegen ich sie auch immer im Auge behalte).

Klauen ist ausgeschlossen. Ich habe einen Hund mit eingebauter Diebstahlsicherung. icon_mrgreen.gif Gina würde sich keinen Zentimeter weiter von mir wegbewegen als sie angebunden wurde. Ich vermute sogar, wenn ein möglicher Dieb sie losbinden würde, würde sie den noch auf dem Bauch bis vor meine Füße schleifen. icon_lol.gif

Leider ist sie derart auf mich fixiert, daß sie mich auch nicht gehen läßt. icon_rolleyes.gif Gerade letzte Woche war ich mit ihr einkaufen - auf dem Dorf in einem großen Gewerbegebiet. Dort sind eher wenige Menschen unterwegs und von den Verkaufstellen kann man sie durch große Glasscheiben gut im Auge behalten. Sobald ich außer Sicht bin, schlägt sie ein Theater ... Peinlich ist das. icon_redface.gif Bellen und Jaulen und Hochspringen und Jammern. Das ganze Programm. Ich sollte das wohl öfter mit ihr üben ... Aber gut, woher soll sie das als Hofhund auch können - sie kennt es ja nicht ...

Aber Hunde stundenlang irgendwo anzubinden, halte ich für ziemlich riskant. Bei uns in der Stadt gibt es tatsächlich Menschen, die ihren Hund vor dem großen Einkaufscenter in der Innenstadt anbinden und dann vier Stunden shoppen gehen. icon_evil.gif Da sind schon Hunde im Tierheim gelandet, weil Passanten sie für ausgesetzt gehalten haben ...

Die Anbindestellen müssen auch noch gut überlegt sein, da hat Lucy recht. Man muß schauen, wo der Hund niemanden stört, auch keine vorbeilaufenden Menschen erreichen und sonst nichts anstellen kann. Und es muß stabil genug zum Anbinden sein. Ein Fahrradständer reicht da nicht. Mein Patendackel hat mal ein Baustellen-Verkehrsschild umgerissen, als er sich erschrocken hat. Sein Frauchen hatte Glück, daß das Teil nicht noch ein parkendes Auto getroffen hat ... Da war der Hund nämlich noch nicht haftpflichtversichert ...

Also Betty, übe das ruhig - aber nur an Orten, die Dir sicher genug erscheinen ... (Ach, falls es Dich tröstet: Gina - meine peinliche Klette - ist längst über das Alter von 6 Monaten hinaus - und hat es auch noch nicht gelernt zu warten. Ronja hat noch viiiieeeel Zeit ... icon_wink.gif)
Viele Grüße von
Minou


» User #10151 schrieb:

Ha - hier war's, hab's unglaublicherweise noch gefunden:

Hundeklau in Bremen


» User #17985 schrieb:

Hallo,

danke für Eure Antworten. Muß Euch komplett recht geben. Eure Bedenken sind berechtigt.

Allerdings geht es mir auch nicht um nen stundenlangen Einkauf. Wir haben hier einen REWE um die Ecke, wo wir ab und zu mal nen schnell nen Liter Milch holen (als Beispiel) und das kann man gut mit nem Spaziergang verbinden.

Allerdings sind die Bedingungen für Hunde da nicht so toll, keine Haken, der Eingangsbereich liegt direkt am Parkplatz, 2Meter vor dem Geschäft fahren schon die Autos vorbei...usw..

Trotzdem muß sie lernen, hin und wieder mal 5Minuten vor nem Geschäft auf mich zu warten. Die Situation gibt es immer mal wieder.

Vielen Dank für Eure Ratschläge...werde es überdenken.

Liebe Grüße

BETTY und Ronja

PS.: Daß in Bremen sogar Autoscheiben eingeschlagen werden, um Hunde zu klauen, hat mich erschüttert. Das ist ja krass. Dachte immer, im Auto ist so ein Wuff für ein paar Minuten sicher...Leute gibt's, unfaßbar.


» User #17775 schrieb:

Hallo zusammen,

zu der Einkaufsproblematik kann ich nur sagen, daß ich es inzwischen so handhabe:

Hund wird abseits vom Haupteingang angebunden, bekommt den Nylon-Maulkorb um & hat so seine Ruhe.
So wird zwar das Vorurteil wieder genährt: Großer schwarzer Hund + Maulkorb = Sehr Gefährlich!,aber sei es drum.
Wie schon eggi sagte: Die Menschen werden sich nicht ändern.

Diese Übung (Maulkorb) hat ca. 2 Wochen gedauert. Aber es rentiert sich für uns. Jetzt, wo man bei der DB auch einen Maulkorb anlegen muß icon_sad.gif
Mußte sogar letztens wegen fehlendem Maulkorb aussteigen. Das nennt sich dann Kundenfreundlichkeit!

Aber ich bin auch selten mit Hund einkaufen. Meist erledige ich das ohne Boomer Krull. Das ist nervenschonender für uns beide icon_wink.gif

Wenn ich jedoch die Menschen beobachte, die anscheinend nur mit ihrem Hund einkaufen können, bin ich teilweise sehr erstaunt, das nicht mehr mit oder durch den Vierbeiner passiert.

Aber das muß auch jeder für sich entscheiden.
Ich bin der Meinung, das Einkäufe erledigt werden können,wenn der Hund sein Fressen bekommen hat.
Danach wird meistens eine Pause eingelegt, damit die Verdauung ohne Magendreher passieren kann.

LG
Samir


» User #12036 schrieb:

Hallo,

Zitat:
Hund wird abseits vom Haupteingang angebunden, bekommt den Nylon-Maulkorb um & hat so seine Ruhe.
So wird zwar das Vorurteil wieder genährt: Großer schwarzer Hund + Maulkorb = Sehr Gefährlich!,aber sei es drum.
Wie schon eggi sagte: Die Menschen werden sich nicht ändern.


Eggi hat vollkommen recht.
Auch ein Nylonmaulkorb schützt den großen, bösen, schwarzen Hund nicht vor der Dummheit irgendwelcher Omis, die meinen ihre Enkelchen haben doch jedes Recht der Welt diesen kuscheligen Hund mal anzufassen!

Ich habe so einer Omi mal klar gemacht, daß das nicht von mir genehmigte Antatschen meines Hundes so in etwa dasgleiche ist als wenn ich ihre Handtasche rauben würde. Mein Hund ist laut Gesetz mein Eigentum, eine Sache wie eine Handtasche auch. Insofern bestehe ich darauf daß mein Eigentum, meine Sache unberührt zu bleiben hat.

Das blöde Gesicht der Omi hätte ich gerne mal hier eingestellt.

Das dumme ist nur, daß die Sicht eines Hundehalters und die Interessen seines oder seiner Schutzbefohlenen, denn nichts anderes ist ein Tier!, vollkommen irrelevant sind sobald es zu irgendwelchen Vorkommnissen kommt.

Die blöde Omi wird Recht bekommen!

Ich binde meine Hunde mittlerweile nirgendwo mehr an. Sie haben niemals irgendjemandem etwas getan. Ein dämlicher Halbstarker, welcher mal den großen Macker vor seiner supercoolen Gang raushängen lassen mußte, meinte meine Fußhupe mit Steinen bewerfen zu müssen.

Das Ganze beim Bäcker um die Eck, wo ich selbst im Laden gerade mal max. 2m von meinen Hunden entfernt war.

Meine Fußhupe mußte mit 6 Stichen genäht werden, das dumme Blag mit 14!

Das Ganze hat mich einige Euronen, 250 Sozialstunden und 8 Monate auf Bewährung wegen Körperverletzung gekostet.

Ein Preis den ich immer wieder bereit wäre zu zahlen. Ich wurde wie ein Verbrecher behandelt, das dumme Blag war das Opfer, nicht mein Hund!

Nie im Leben hätte ich geglaubt, daß unsere Rechtsprechung so ignorant gegenüber dem Wohl der Tiere ist. Sehr naiv, zugegeben.

Nie wieder werde ich meine Tiere in eine Situation bringen, wo ich dementsprechend eingreifen muß. Nie wieder binde ich meine Tiere irgendwo an.

Sehr traurige Grüße Martina


» User #12972 schrieb:

Hallo,
habs ja schon mal geschrieben, Kerstin löste das Antatschproblem auf ihre makante Art und Weise...Lach***
Eigentlich war sie auch der Meinung, dass ab einer bestimmten Größe sich das Problem von selbst erledigt, aber da ist sie auch schon von einem Besseren belehrt wurden. Nun stellt sie immer, was selten vorkommt, einen Bodygard dem Duke zur Seite, wenn sie schnell mal in ein Geschäft hüpfen muss.
Das ist mein Bruder und wir Kerle machen das schon - lach***
Grundsätzlich gilt aber, wenn man seinen Hund anleint, muss sichergestellt sein, das egal was passiert der Hund nicht ausflippt, weil er die Situation als Bedrohung einstuft.
Die meisten Hunde, bis auf eine handvoll Ausnahmen, würden abhauen, aber, wenn sie angeleint sind, hinter sich evtl. noch ne Mauer haben, ist es unmöglich und hier greift dann der Instinkt, bedrohlich heißt für unsere Hunde, mein Leben ist in Gefahr und zack, ist es passiert.
Wenn man also seinen Hund mal kurz irgendwo anbinden möchte, sollte man den Maulkorb ihn anlegen, der wirkt auch schon abschreckend und mit dem Klauen? Also wenn ich so drauf wäre, würde ich alles klauen, aber kein Hund mit Maulkorb.

Ich betone nochmals rechnet mit der Dummheit der Menschen, unsere Hunde sind weder bösartig, noch dumm, aber sie schätzen harmlose Situationen, wenn sie dagegen nicht desensibilisiert wurden, falsch ein und reagieren entsprechend und dann gibt es richtig Ärger. Und da man ja als Halter im Geschäft ist, kann man auch nicht reagieren, der Hund tut es aber mit 100%iger Sicherheit!
Gruß eggi

Liebe Martina,
deinen Zorn kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber ich betrachte die benannte Situation aus einem anderen Blickwinkel. Ein Menschenleben ist höher gestellt, als ein Tierleben.
Was nicht heißt, dass ich das jetzt für gut heiße, möchte dir nur die Denkweise der Juristen etwas verständlicher machen.
Davon gehen die aus. Zivielrechtlich hättest Du ihn belangen können, was aber hier ins Leere gegangen wäre, denn die Rechtsanwaltskosten hätten die Tierarztkosten um ein vielfaches überschritten.

Kerstin bringt ja Grundschülern den richtigen Umgang mit Hunden bei, sie macht das ehrenamtlich, weil unser Schulsystem ja sowieso keine Kohle hat. Ihr liegt viel daran, aber am Anfang war sie sehr enttäuscht und resegnierte auch hier und da.
Mittlerweile sieht sie es anders und macht weiter, denn sie ist der Meinung, wenn sie nur ein Drittel der Schüler dazu bewegen kann, die Hunde mit ihren Augen zu sehen, hat sie schon viel bewegt.
Sie ist der Meinung, auch der stetige Tropfen höhlt den Stein, aber befriedigend ist das nicht. Es wird immer wieder Kinder geben, die von zu Hause aus keinen Respekt vor Eigentum, vor Lebewesen mitbringen und die leider auch von den Eltern in dieser Denkweise untersützt werden.
Ist traurig, aber gegen Ignoranz und Dummheit ist leider noch kein Kraut gewachsen.
Gruß eggi


» User #9768 schrieb:

Hallo!

Ich würde meinen Hund NIEMALS vor einem Geschäft angebunden allein lassen. So oft werden Hunde dort geklaut oder auch von Passanten geärgert (ja, nicht alle wollen solche Hunde dann streicheln), nein danke!
Vielleicht läßt Du den Hund doch besser zum einkaufen daheim oder im Auto. Es findet sich doch sicher eine bessere Lösung.


» User #4696 schrieb:

Hallo,
ich würde meine drei Brummer auch mit Maulkorb nicht aus den Augen lassen. Es soll schon Diebstähle durch Kriminelle gegeben haben, die Sparringspartner für ihre Kampfhunde suchen. Und da turnt ein Maulkorb vielleicht noch an.
Marlene


» User #12036 schrieb:

Hallo,

aus diversen Gründen den Internetzugang betreffend kann ich leider erst jetzt antworten.

@Eggi

Zitat:
Liebe Martina,
deinen Zorn kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber ich betrachte die benannte Situation aus einem anderen Blickwinkel. Ein Menschenleben ist höher gestellt, als ein Tierleben.


Ich habe "diesen" Blickwinkel am eigenen Leib erlebt.

Wieviele Situationen hast du denn erlebt lieber Eggi, wo du gezwungen warst über einen gewissen Blickwinkel innerhalb von Bruchteilen von Sekunden zu entscheiden?

Ich möchte mir garnicht ausmalen wie ein "ganzer Kerl" wie du reagiert hättest, wenn irgendjemand es gewagt hätte deinen Tieren zunahezutreten. Mal davon abgesehen daß es nur wenige gewagt hätten deinen Hunden in irgendeiner Form entgegenzutreten icon_rolleyes.gif

Denn daß du die freundliche Konversation in so einer Situation gesucht hättest, möchtest du doch wohl niemanden hier weismachen, oder?

Zitat:
Was nicht heißt, dass ich das jetzt für gut heiße, möchte dir nur die Denkweise der Juristen etwas verständlicher machen.


Danke dir, bin mit 3 Rechtsanwälten und 2 Richtern in der Familie, juristisch gesehen recht gut beraten.

Zitat:
Zivielrechtlich hättest Du ihn belangen können, was aber hier ins Leere gegangen wäre, denn die Rechtsanwaltskosten hätten die Tierarztkosten um ein vielfaches überschritten.


Da spricht der Fachmann icon_rolleyes.gif .

Ich bin in zweiter Instanz vollkommen straffrei davongekommen, obwohl ich zugegeben habe, in meine Richtung geworfene Steine zurückgeworfen zu haben!

Leider, leider, leider muß ich dazu sagen, daß eine gewisse Körperverletzung, einer Notwehrsituation meinerseits zugrundegelegt wurde. Es wurden nicht die Steine die meinen Hund getroffen haben be- oder verurteilt, sondern die, die geworfen wurden nachdem ich meinem Hund zu Hilfe kam!

Es ist zum Erbrechen, aber genau so schaut die Sachlage aus. Meinem Tier wurde Unrecht getan, nicht mir. Verhandelt wurde ein Tatbestand zwischen Mensch und Mensch.

Bewerft mich von mir aus mit faulem Gemüse, ich würde immer wieder ganz genauso handeln!

Zitat:
Kerstin bringt ja


ich bin fest davon überzeugt, daß Kerstin es in ziemlich vielen Situationen ganz sicher bringt.

Ich denke aber auch daß du über genügend eigene Erfahrungswerte vefügst, welche du hier dementsprechend hilfreich anbringen kannst!


» User #17713 schrieb:

Hallo Martina

Schön mal wieder von Dir zu hören.
Aber hat denn dieser *** gar keine Strafe bekommen?
Ich glaub hier hätte jeder so gehandelt wie Du,ich auch.Mir wär in diesem Moment das Gesetz völlig egal.
Mein Hund gehört zu meiner Familie und Sch*****egal ob das Gericht das Leben meines Hundes unter dies eines Menschen stellt.(in solchen Sachen jedoch nur)
Mein Hund gehört genau wie mein Kind zu mir.
Wo bitte bleibt denn da das Recht für das Tier.Dieser *** hätte wohl locker in Kauf genommen das Er mit seiner Steinattacke am Ende noch deinen Hund tötet.
Und dann stehst Du da und musst Geldstrafe und Sozialstunden ableisten?Da könnt ich mich auffregen hoch zehn.
Und was Eggi in dieser Situation getan hätte vermag ich mir jetzt garnicht vorzustellen.Geredet hätte Er bestimmt nicht nur.

Tobende Grüsse Claudia


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