Haustiere

Dauerbellender Hund - völlig verzweifelt

» User #17862 schrieb:

Hallo,

ich bin völlig verzweifelt und brauche dringend Hilfe.

Der Hund unseres Nachbarn bellt ständig. Kein kurzes Wuff oder mal Anschlagen (wär ja kein Thema), sondern er fängt an und mit viel Glück ist nach 30 Minten wieder Ruhe - oder auch erst nach 2 Stunden oder 3. Ob er nun in der Nacht um 3 anfängt oder Nachmittag um 14 Uhr - ist egal. "Bellanfälle" sind mindestens 4 Mal am Tag (wirklich mindestens). Er "wohnt" (oder wäre vegitiert der bessere Ausdruck?) in einem Zwinger (ca. 1,5 Quadratmeter), geht am Tag 2 mal 10 Minuten "spazieren". Daß er bellt,ist mir völlig klar.

Sein Zwinger befindet sich in einem Hof, der von 4 Mauern umgeben ist (das hallt und schallt prima). Eine dieser Mauern ist mein Schlafzimmer / Wohnzimmer / Arbeitszimmer. Wenn er loslegt, ist es, als würde er neben mir im Bett liegen. Anfangs hab ich geheult, weil er mir leid tat - jetzt heul ich, weil ich mir leid tue.

Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, daß ein Hund so lange am Stück bellen kann, hätte ich es nicht geglaubt. Wir hatten immer Hunde, ich hatte immer Hunde. Momentan zwar keinen, weil die Kinder klein sind, aber hoffentlich wieder in 3 Jahren. Ich bin absolut kein Hundehasser, im Gegenteil. Aber ich brauche meinen Schlaf und will mich auch mal in normaler Lautstärke unterhalten können, ohne wegen Hundegebell brüllen zu müssen.

Ich habe diesen Nachbarn schon zig mal angesprochen (sein Wohnhaus geht nach vorne raus, er hört, wenn überhaubt, das Gebell nur minimal). Seine erste Antwort war, daß er ihn nicht aus dem Hof nach vorne sperren können, weil er dann dauernd bellen würde und er nicht schlafen könne(ach ja?). Jedesmal, wenn ich drüben war, gehts paar Tage / Wochen gut (für mich, für den Hund nicht, er ist dann vor dem Nachbarhaus an einen Schirmständer angeleint), dann geht der Zirkus von vorne los.

Nachdem er heute seit 14 Uhr ununterbrochen gebellt hat, bin ich gerade (16.30) rübergegangen und hab die Nachbarin nochmal angesprochen. Nochmal erklärt, daß es bei mir hallt und ich so nicht arbeiten/schlafen usw. kann, sie eingeladen, sich das mal bei mir anhören zu können. Will sie nicht, sagt, ich solle mir "gscheide Fenschter" kaufen. Es geht nur ein Fenster zum Zwinger raus und das ist ein Doppelscheibiges vor dem zudem noch ein Butzenglasfenster ist. Sagte ihr das. Wisse sie schon, aber sie lasse ja auch mal den Traktor laufen. Erklärte ihr, daß mir egal ist, wenn mal der Traktor ein paar Tage läuft, da wäre dann Nachts (Traktor)Ruhe und mir ist egal, wenn mal eine ihrer Kühe muht. Sagte ihr, daß ich das Haus gekauft hätte, weil eben Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Wohnzimmer im nach hinten angebauten Teil des Hauses liegen aber wenn ich gewußt hätte, daß sie ihren Zwinger dahin baut, hätt ich das Haus nicht gekauft. Egal, sie könne das nicht ändern, ich solle doch die Polizei einschalten.

Weiß nicht mehr, was ich tun soll. Wende ich mich an Polizei / Tierschutz / Ordnungsamt kommt der Hund am Ende ins Tierheim. Der Hund ist ein Rauhaardackel, sieht schon putzig aus, könnte vielleicht schon vermittelt werden. Aber er bellt nun seit Jahren, weiß nicht, ob er das aufhören würde, wenn er nicht mehr alleine irgendwo reingesperrt sondern in einer Familie lebt. Am End wird er eingeschläfert, weil er nicht vermittelbar ist.

Gibt es eine Möglichkeit, mir Ruhe zu verschaffen aber dabei dem Hund nichts Schlechtes zu tun? Er kann
genausowenig für diese "Tierliebhaber" wie ich.

Ich wäre sehr dankbar für Ideen.

Liebe Grüße
Tanja


» User #12036 schrieb:

Hallo Tanja,

das klingt wirklich übel. Nicht nur für euch, sondern auch für den Hund. icon_sad.gif

Ich denke ihr habt euch mehr als bemüht die Angelegenheit im Guten zu klären. In eurem und im Interesse des Hundes würde ich mich an den TSV oder das Ordnungsamt wenden.

Zu der Tatsache daß ein Rauhaardackel über 23 Stunden in einem Zwinger sitzt, lasse ich mich jetzt nicht aus icon_evil.gif. Das ist Tierquälerei.

Im Tierheim ist er nicht schlechter dran als jetzt, bei den Tierheimen die mir bekannt sind sogar eher sehr viel besser. Ich denke doch daß die Bellerei in einem normalen Zuhause noch in geregelte Bahnen gelenkt werden kann.

Mir fällt dazu leider nicht mehr ein icon_redface.gif.

Wünsche dir viele hilfreichere Beiträge.

LG Martina


» User #17713 schrieb:

Hallo Tanja

Als ich mir Deinen Text durchgelesen habe bin ich von einem Schäferhund oder dergleichen ausgegangen.Aber wo Du geschrieben hast Rauhaardackel icon_eek.gif .
Der Dackel als Zwingerhund ist ja wohl der Hammer,Sie sind sehr auf den Menschen geprägt.
Wie kann man einen Dackel draussen halten,unverständlich was sich manche denken!
Hast Du mal versucht die Leute darum zu bitten Ihn mit ins Haus zu nehmen?Versuche erstmal vernünftig die Leut davon zu überzeugen das Er dort nichts zu suchen hat(im Zwinger).Klappt das nicht und es tritt keine besserung ein musst Du dich wohl oder übel an den Tierschutz oder ähnliches wenden.Ausser das der Hund ein wirklich besseres zu Hause bekommt mit Familienanschluss kann Ihm doch garnichts passieren.
Ich denke dies wäre auch im Sinne des Hundes icon_wink.gif .

Ich komme da garnicht darüber weg.Einfach unglaublich. icon_motz.gif

LG Claudia


» User #12972 schrieb:

Hallo,
nach 22.00 Uhr Polizei anrufen, Anzeige erstatten, wegen Ruhestörung, Ordnungsamt anrufen, wegen dem Hund.
Mach den Nachbarn Streß, so wie ihre Unvernunft Dir Streß macht.
Mir ist nicht bekannt, dass schwervermittelbare Hunde eingeschläfert werden, wenn, kein zwingender Grund vorliegt. Meistens ist das, wenn sie schwer krank sind.
Hunde können auch lernen mal nicht zu bellen, ich vermute der langweilt sich bei den Nachbarn zu tote. Deshalb macht er eben das, was er am Besten kann - bellen.
Drück Dir die Daumen und klar dem Hund auch, dass bald eine vernünftige Lösung auf dem Tisch liegt.
Gruß eggi


» User #243 schrieb:

Hallo Tanja,

ich kann Dir nur den Rat geben, den TSV und Ordnungsmamt einzuschalten. Ist der Zwinger wirklich nur 1,5 qm groß? Das wäre dann schon Grund genug, daß das Ordnungsamt eingreifen muß. Kannst Du Fotos (am besten mit eingeblendetem Datum) machen, die belegen, daß der Hund den ganzen Tag und die Nacht weggesperrt ist? Oder auch, wie lange er angebunden war?
Woher kommst Du denn? Vielleicht kann ich Dir ein paar Ansprechpartner nennen.

So eine "Haltung" geht überhaupt nicht - sollen die Leute sich doch einen Stoffhund da rein setzen icon_motz.gif

Tu Dir und dem Hund den Gefallen und unternimm etwas - er wird es Deiner Beschreibung nach überall besser haben als dort im "Zwinger"


» User #16553 schrieb:

Hallo Tanja,
ich weiss, wie Dir zumute ist.
Vielleicht kannst Du mit Deinen Nachbarn noch mal reden und fragen, ob Du den Hund nicht stundenweise nehmen bzw. mit ihm Gassi gehen kannst.
Wenn sie darauf nicht eingehen und nicht für Ruhe sorgen, frag sie mal was sie an Deiner Stelle tun würden.
Du musst ja nicht sagen, dass Du nicht schlafen kannst, sag doch, Deine Kinder könnten nicht schlafen.
Nutzt das nichts,würde ich das Ordnungsamt einschalten.
Führe vorher ein sogenanntes "Bellprotokoll", in denen Zeiten und Dauer der Bellerei festgelegt sind.
Nicht schlecht wäre ein Zeuge, der zumindest einige Zeiten bestätigen kann, unter Umständen kann er die betr. Zeiten auf dem Protokoll mit abzeichnen.
Was ist mit anderen Nachbarn? Fühlen die sich auch gestört?
Selbst wenn der Hund ins Tierheim muss, vielleicht findet er doch noch ein neues Herrchen, artgerecht gehalten wird er zur Zeit eh nicht.
Und so schnell werden die Hunde im Tierheim auch nicht eingeschläfert.
Berichte mal, wie es weitergeht, drücke Dir die Daumen, liebe Grüße, scrotcher


» User #10151 schrieb:

So wie Tanja den Fall schildert, scheint mit den Nachbarn nicht wirklich zu reden sein.

Ich würde auf alle Fälle den Tierschutz einschalten - die geschilderte Haltung ist Tierquälerei, wenn der Zwinger so klein ist, kann man da sicher was machen.

Tierheime schläfern, soweit mir bekannt, keine gesunden Tiere ein - das dürfen Tierärzte im übrigen gar nicht, wenn keine medizinische Indikation vorliegt. Und nach allem, was ich gelesen habe, hätte es der arme Vierbeiner in jedem Tierheim besser, sowohl was Platz, als auch was Abwechslung (Kontakt zu Artgenossen, Auslauf!) angeht...

Wenn ich sowas lese, geht mir echt die Hutschnur hoch. Warum halten sich solche Menschen Hunde? Ich werd's nie kapieren... icon_evil.gif icon_motz.gif

LG,
Sabine


» User #17862 schrieb:

Hallo,

vielen Dank für die Antworten.

Den Hund ins Haus nehmen hab ich beim ersten Gespräch vor 2 einhalb Jahren vorgeschlagen > geht nicht, Hund haart und bellt (daß ein Hund haart ist natürlich bei Anschaffung eines Hundes nicht bekannt...).

Fotos kann ich keine machen (Hof ist von 4 Seiten mit Mauern abgeschlossen, von der Straße nicht einsehbar, mein Fenster zum Hof läßt sich nicht öffnen, weil die Butzenscheibe davor eingemauert ist). Ich könnte mir höchstens nen Kassettenrecorder anschaffen und das Gebell dokumentieren, was aber die "Wohnsituation" des Hundes natürlich nicht zeigt. Wobei sie ihn jetzt nach dem Gespräch wieder vors Haus hängen werden (zumindest eine Zeitlang). Von der Schirmständer-angebunden-sein-Situation kann ich Fotos machen.

Wenn die Scheunentüre offensteht (Zugang zum Hof), sieht man den Zwinger fast ganz, habs noch nicht nachgemessen, wenns hoch kommt, sinds 2 qm (Hundehütte hat er auch noch drin, also sehr wenig Bewegungsspielraum).

Die Addressen sind kein Problem, die nächst größeren Städte sind Weißenburg und Treuchtlingen, da gibts Tierschutz und alles.

Problem ist halt auch, es ist winziges Dorf. Da ist man gleich der Depp, wenn man zu Behörden geht. Irgendeine Lösung scheint aber wirklich von Nachbars Seite nicht in Sicht zu sein. Und das Problem ist ja nicht erst seit gestern.

Mein Mann sagt, er setzt sich jetzt nochhmal mit dem Nachbarn zusammen und erklärt ihm nochmal alles. Er wird ihm auch sagen, daß wir Konsequenzen ergreifen, wenn sich das nicht ändert. Mal schaun wies wird. Ich werde weiterberichten.

Danke (auch für die moralische Unterstützung)

Liebe Grüße
Tanja


» User #17862 schrieb:

Hallo,

oh, hab´s übersehen. Andere Nachbarn hören es nur leise, der nächste Nachbar von mir wohnt ca. 30 Meter von mir weg und ca. 50 vom Nachbarn und zwischen ihm und Hund ist ein hoher Kuhstall (Schalldämpfer).
Der nächste Nachbar vom Hundehalter hat sein Haus neben dessen Wohnhaus, der kriegt noch weniger vom Gebell mit, als der Hundehalter.

Spazierengehen ist nicht, das ist die Sache der "Oma" > Mutter des Nachbarn.

Liebe Grüße
Tanja


» User #17713 schrieb:

Hallo Tanja

Du bist doch nicht der Depp.Der Nachbar wird sich höchstens einwenig auf den Schlips getreten fühlen.
Aber ihr habt doch lang genug geredet und auch wenn man in einem Dorf wohnt ist doch gegenseitige Rücksichtsnahme geboten.Gerade da wie ich finde weil sich ja Hinz und Kunz kennt.Für die anderen Nachbarn seit ihr auch nicht die Deppen,Dörfler sind ja sehr Tierlieb und werden es verstehn.
Ihr habt genug darunter gelitten und der Hund wie ich finde auch.
Könnte man den Hund nachts nicht klauen gehn icon_wink.gif icon_wink.gif icon_wink.gif icon_wink.gif .(Nicht ernst gemeint,aber solche Gedanken hätte ich)
Weil ich mir denke :Der Tierschutz macht sehr viel aber kommt nur langsam voran.Und wen würde es nützen wenn er einen 5 qm grossen Zwinger hätte.Dem Hund wäre da sicherlich auch nicht geholfen.

LG Claudia


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