Haustiere

Was wenn mein Hund mal einen Fremden beißt?

» User #7342 schrieb:

Hallo eggi,
natürlich hast du recht mit dem was du sagst.
ich wollte auch eigentlich nicht mit der Tür ins Haus fallen.Sorry! War nicht so hart gemeint, wie gesagt. icon_pray.gif
Aber ich bilde jetzt ungefähr seit 20 Jahren Begleithunde aus. Auch Hunde, die von anderen "versaut" wurden und Verhaltensauffälligkeiten zeigen.Wenn ich dann mit so einem Hund unterwegs bin und mir kommen unangeleinte Hunde entgegen kann man schon mal einen dicken Hals bekommen. Und wer kennt nicht die Aussagen solcher Hundehalter.z.B.: meiner tut nichts,der will nur spielen und wenn dann der Hund immer noch nicht abrufbar ist kommen die netten Komplimente, wie : der Killer müsste eingeschläfert werden, oder der muß doch einen Maulkorb haben u.s.w..
Alles hier aufzuzählen würde sicherlich den Rahmen sprengen. Und wenn ich deine Beiträge richtig deute,hast du nach der langen Zeit sicherlich auch solche "lustigen" Gesellen kennengelernt.
Natürlich versuche ich,wie du schon sagst, solchen Situationen aus dem Wege zu gehen(der klügere gibt nach).Aber es gibt Momente, da ist das nicht möglich.
Wenn z.B. der freie Hund hinter dir herläuft oder wenn der Hund mit dem ich arbeite durch solche Ausweichmanöver nur noch unangenehmer wird.
Und nun mal Hand aufs Herz, du weißt genau so gut wie ich,das man an dieser Übung(Hd. abrufen) hartnäckig arbeiten muß.
Nicht weil dieser Hd. böse ist, das habe ich sehr wohl verstanden, sondern weil angeleinte Hd. böse sein könnten.Wie will er auf einer weiten Distanz seinen Hund vor einem Angriff schützen? Und was noch viel wichtiger ist, im Recht ist immer der, der seinen Hund angeleint und gesichert hat(evtl.Maulkorb). Ist wahrscheinlich in diesem Fall weit hergeholt, aber nicht abwegig!

Gruß Duke

Ach ja noch was:
Zitat:
Ein Baby schreit! Eltern müssen rausfinden warum es schreit! Da gibt es ganz viele Möglichkeiten.
Allerdings ist eine Möglichkeit absolut auszuschließen:
Boshaftigkeit!

Du kanntest meine Tochter nicht! icon_biggrin.gif


» User #16630 schrieb:

Hallo,
@ eggi
rein theoretisch magst du ja recht haben mit deiner Theorie das zusammentreffen zweier Hunde zu ignorieren und einfach weiter zu gehn.Nur leider sieht es in der Praxis ganz anders aus.Wenn man mit seinem Hund draussen ist und man hat ihn an der Leine und es kommt dir einer ohne Leine entgegen,den interessiert es doch gar nicht ob du ihn ignorierst oder nicht.Und wenn der andere Hund erstmal an deinem eigenen Hund dran ist und es kommt zur Beisserei kommt man mit deiner Theorie auch nicht weit.
Folgendes Beispiel:
Eine Bekannte von mir ging mit ihrem Rüden spazieren(Pekinesenmix),an der Leine!
Von irgendwoher kam ein Schäferhund ohne Leine,schnüffelte und biss gleich los!Er wirbelte den kleinen immerwieder durch die Luft ,er hat ihn sprichwörtlich in der Luft zerfetzt.Es kam dann auch irgendwann der Besitzer dazu und wieder mit dem Spruch"Das hat er noch nie gemacht"
Der kleine ist an den Folgen gestorben,noch an Ort und Stelle.Der andere Hundebesitzer ist weiter gegangen.Später stellte sich dann raus das der Mann von diesem Hund ein Obdachloser war und man konnte Anzeigen machen wie man wollte,der Arme Mann hat ja nix.Der rennt heut noch mit seinem Hund rum,ohne Leine natürlich.So und jetzt meine Frage?
Wie hättest du da reagiert,hättest du das ignoriert und wärst mit deinem Hund weiter gelaufen?In diesem Moment wäre es doch dem anderen Hund egal ob du mit deinem Hund weitergehst,er wär bestimmt gern mitgegangen.
Ich selber mache auch immer wieder die Erfahrung das wenn ich mit meiner Fusshupe allein unterwegs bin der andere Hund nicht angeleint wird weil was soll da schon gross passieren aber bin ich mit meiner grossen allein draussen da sind die anderen Hunde ganz schnell an der Leine.Bei mir ist es aber nun mal so das die kleine draussen nur Stunk macht(deswegen hab ich sie ja auch an der Leine) und die Grosse gar kein interesse hat an anderen Hunden.

Gruss Conny


» User #12972 schrieb:

Hallo,
aber, Du hast doch einen Mund und den kannst Du doch aufmachen, sag dem anderen Halter, was Sache ist. Meistens herrscht sowieso, außer auf ausgewiesenen Plätzen, Leinenzwang. Kommt so ein Spruch, werde energisch. Bestehe darauf. Ruf meinetwegen zu den anderen, wenn wieder mal so ein Spruch kommt:
ABER MEINER!

Wenn dies nicht hilft, dann stell Dich schützend vor Deiner kleinen Maus. Aber bewahre Ruhe!

Und was soll jetzt Dein sehr tragisches Beispiel.
Bestätigt doch meine Aussage:
Wenn der Schäferhundhalter seinen Hund verstanden hätte, hätte er reagiert, bevor es zu dieser Katastrophe gekommen ist.

Und leider muss ich sagen, kleine Hunde fallen sehr oft ins Beuteschema oder senden Dufstoffe ab, auf die der andere reagiert. Ein größerer Hund hätte diese Attacke überlebt, bin ich überzeugt.
Kleine Hunde haben diesbezüglich kaum Chancen, ein Biss von einem großen Hund, der einen großen Hund trifft, hat niemals solche tragischen Auswirkungen, wie bei einem Kleinen.
Versteh mich jetzt bitte richtig, ich halte es nicht für gut.
Aber es ist schon ein Unterschied ob mich ne kleine "Fußhube" beißt oder als ob mich ne große Fußhube beißt.
Beides darf nicht vorkommen, hat aber ganz andere Auswirkungen.

Nehmen wir mal an, ich hätte den Kleinen bei mir gehabt, im Prinzip wäre es sinnlos gewesen da einzugreifen. Denn ich vermute ganz stark, dass die 1. Attacke ihm das Rückrad gebrochen hat.
Was nicht gleichzusetzen ist, dass ich nicht dazwischen wäre.
Aber, was hätte meine Frau gemacht? Sie hätte gar nichts machen können, außer die Gefahr einzugehen, dass sie auch noch gebissen wird.
Verstehst Du was ich mein?

Damit sowas sich wirklich in Grenzen hält, muss der Mensch die Sprache seines Hundes kennen, damit er reagieren kann. Damit Gehorsam funktioniert.
Das Abrufen trainieren, konsequente Erziehung und vor allem Respekt vor den anderen.
Klingt jetzt total blöd:
Aber ich muss meinen Hund lesen können, kann ich das, brauch ich diese wirklich ***...Sprüche nicht mehr.

In den meisten Fällen puschen die Menschen leider noch die Hunde mit ihrem Geschrei und Gezehter hoch.
Sie signalisieren:
Ich steh voll und ganz hinter Dir. Du machst das gut!
Und Hunde lernen nun mal über Erfolg...
Schlagen geht gar nicht, 1. bringe ich mich selbst damit in Gefahr und 2., wenn ich einen Hund unterbuttern will so als Mensch, muss ich besser sein, also mit einer noch höheren Agression in diese Situation reingehen.
Glaub mir - NULL Chancen!
Gruß eggi


» User #16630 schrieb:

Hey,
Klar versteh ich was du meinst.Und glaub mir was meine Hunde (allgemein meine Familie) betrifft hab ich einen sehr grossen Mund.Nur nützt das bei manchen Leuten überhaupt nichts.Fast jeder ist überzeugt davon das ihr Hund nichts macht,wenn dann doch war es immer das erste mal.Ich hab das Beispiel meiner Bekannten mal geschrieben um zu signalisieren wie unverantwortlich manche Hundehalter doch sind.Und das man sich nur sehr wenig gegen solche wehren kann,verstehst du?Der Hund war ja auch immer ganz "LIEB" bis zum Tag X.Diese Geschichte tat mir persönlich sehr leid da die Besitzerin des kleinen schon älter war,der Hund 10 Jahre und sie ihren Mann vor 2 Jahren verloren hat.Der Hund war ihr ein und alles und nur weil der Penner seinen Hund nicht unter Kontrolle hatte.Entschuldige aber da bekomme ich einen Hals.Ich weiss wirklich nicht was ich gemacht hätte in dieser Situation,ich glaub ich hätte erstmal an meinen Hund gedacht und wäre frontal dazwischen gegangen.Auch wenn man das nicht tun sollte,ich weiss.
Im Endeffekt weiss ich schon was Du sagen willst also das jeder Hundebesitzer Für das Verhalten selbst verantwortlich ist und so aber leider sieht es nun mal so aus das viele Hundehalter denken das ihr Hund der liebste netteste und verträglichste Hund überhaupt ist.
Wenn jeder ein bisschen seinen Verstand einsetzen würde wären wir schon viel weiter und solche Vorfälle wären die Ausnahme.
Was meine Kleine betrifft hat sie irgendwas an sich das sie jeden Hund zur Flucht animiert.Sie hats halt Faustdick hinter den Ohren icon_wink.gif
Wenn dann mal einer kommt der genauso ist wie sie hätte ich ein Problem,da wüsste ich nicht wie ich reagiere.Wie gesagt die Theorie ist was anderes wie die Praxis.

Gruss Conny,Piggi und Lady

Ps.Der Halter von dem Schäfi konnte garnicht reagieren da erst der Hund und ca 3 Minuten später der Besitzer kam.
Auch das findet man sehr häufig,da wäre wohl ein zurufen zwecklos da manche noch so weit entfernt sind das sie Mich garnicht hören würden icon_wink.gif


» User #12225 schrieb:

Ein Hund der nicht so gut abrufbar ist, sollte wenigstens mit Schleppleine trainiert werden. Den meisten Haltern passiert es trotzdem manchmal,dass ihr Hund zu einem angeleinten hinläuft.
Mir ist es passiert, Eggi doch auch mit seiner Doggenhündin.
Aber es sollte eben die absolute Ausnahme sein und wenn euer Schäfi zur Zeit solch großes Interesse an anderen Hunden zeigt, dass er euch vergisst, dann nimm ihn wenigstens an die Schleppleine.
Wie Eggi sagt, würd ich auch eine Hundeschule oder einen Verein besuchen, dort hat er auch den von ihm so erwünschten Hundekontakt und ihr könnt das abrufen üben/üben/üben. So lernt der Hund, dass ihr ihm nich grundsätzlich den Kontakt mit Artgenossen verbietet, sondern dieser Kontakt nach gewissen Regeln abläuft (was für ihn ja Vorteile in Form von Lob/ Leckerchen bedeuten kann).

LG
Corinna, (die gerade vom Supermarkt zurück ist und böserweise einem Hund einen Flyer von ihrem Gassiservice ins Halsband gesteckt hat, ich Böse ich)Ach ja und gestern hab ich einen Hund gepackt und ihn wieder in sein Geschirr gesteckt, der ist nämlich vorm Supermarkt rausgeschlüpft und da ist auch die Hauptstraße. Als die Besitzer kamen, wollt ich einen Witz machen, ob er abgenommen hat- tatsächlich hat er wirklich abgenommen, so dass er sich rauswinden konnte.


» User #10228 schrieb:

Hallo Skriker!
Also, ich schreib jetzt mal der Reihe nach, was mir so einfällt:
Zu Punkt 1: Du schreibst der andere Hund war an der Leine. In diesem Fall hätte ich meinen Hund auch an die Leine genommen, denn Du weisst ja nie den Grund, warum der andere angeleint ist. Die Reaktion der Frau, dass sie nach Deinem Hund getreten hat ist natürlich voll daneben, aber nehmen wir mal an, der andere Hund ist wirklich an der Leine weil er nicht verträglich ist mit anderen. So dumm es auch ist, den Hund zu treten, vielleicht wusste die Frau sich in dem Moment nicht anders zu helfen (nicht falsch verstehen, ich toleriere ihr Verhalten in keinster Weise. Vielleicht hat sie einfach überreagiert.Ich weiss wie es ist, wenn man einen nicht immer so verträglichen Hund an der Leine hat und fremde Hunde so frech sind, herkommen und schnuppern wollen...)
Zu Punkt 2: Ich versuche es möglichst zu vermeiden, meinen Hund irgendwo unbeaufsichtigt anzubinden...dass man Hunde nicht einfach so anfasst wissen eben viele Nicht-Hundehalter einfach nicht.

Ansonsten kann ich nur noch sagen, dass ich meine Hunde prinzipiell zu mir rufe und gegebenfalls anleine, wenn ich andere Personen, Radfahrer, Jogger kreuze. Auch wenn ich weiss, dass mein Hund die Leute total ignorieren wird, viele haben eben doch Angst vor Hunden und die bedanken sich dann auch meistens bei einem.
Da einer meiner 2 Hunde eben nicht so der verträgliche ist (bei manchen Hunden ging es gut, bei anderen nicht), nehme ich immer beide an die Leine wenn andere Hunde kommen. Das Risiko ist mir einafch zu gross. Ich übe das Verhalten mit anderen Hunden in der Hundeschule, beim Spaziergang antworte ich auf Äusserungen wie: "Lassen Sie ihn doch frei, der will doch nur spielen"´, dass ich das eben nicht will. Ich kenn meinen Hund ja schliesslich besser als andere!
Grüsse
-CITA-


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