Haustiere

Hund in der Innen-/Großstadt

» User #14649 schrieb:

Hallo zusammen icon_wink.gif

Zu Beginn @ Martina
Du hast recht, ich weiss nicht ob mit den Hunden regelmässig ins Grüne gefahren/spaziert wird. Wenn ja, ist ja alles tip top. Aber alleine den Weg dorthin (wenn er länger ist) finde ich nicht ok, weil der Hund sein Geschäft zurückhalten muss. Ausser er macht eben auf die Strasse, aber das ist sicher keine angenehme Umgebung. Ich habe übrigens eine Pflegehündin übernommen, welche nur auf Grünflächen macht...Bei der hat man in der Stadt keine Chancen und man sieht ihr den Stress an, wenn sie kein ungestörtes, grünes Plätzchen findet.
Warum ich meinen kritischen Beitrag geschrieben habe? Durch diese diversen Zitate in dem Thema:

"Wir drehen jetzt eine Gassi-Runde durch die Innenstadt"
"Ab und zu lasse ich ihn allerdings gegen Regenwasserrohre pinkeln"
"Darf er auf dem Gehweg sein Geschäft vollrichten, wenn ich sein Kot danach aufsammel?"
"Er ist immer angeleint".
"Ich wohn hier auf einer Neubauanlage, wo Hunde generell nicht hinmachen dürfen."
"Mich hat mal jemand darauf aufmerksam gemacht, daß man seinem Hund schließlich beibringen könne, sein Geschäft in der Bordsteinrinne zu erledigen."
"Ferner besteht noch Leinenzwang auf allen Parkanlagen."
"Die schicken ihre Hunde auf die Fahrbahn zum lösen"
"Er wundert sich meist nur, dass er halt nicht immer darf wenn er will."


Ne ganze Menge, oder? @ all:
Für mich als Hundehalter ist es wichtig, dass die Hunde artgerecht gehalten werden. Dass sie jeden Tag frei (evt. mit Artgenossen) über Grünflächen toben können. Natürlich kann man auch mit einem Hund in der Stadt wohnen, aber dann sollte man dem Hund nach Feierabend seine Bedürfnisse ermöglichen. Es muss auch möglich sein (Bsp. bei Krankheit oder wenn der Hund sehr alt ist und nicht mehr weit gehen kann), dass ich mal schnell vors Haus gehen kann und der Hund gleich dort an einem kleinen Plätzchen sein Geschäft (klein oder gross) erledigen kann und nicht noch ne halbe Std. zu einem geeigneten Platz laufen muss. Ich habe schon Hundebesitzer gesehen, welche ihren Hund an der Leine durch die Strassen bis zum nächsten grünen Plätzchen ziehen (weil sie sich nicht getrauen, ihn auf den Gehweg/Strasse machen zu lassen). Der Hund muss dann solange aushalten, was sicher nicht angenehm und gesund ist. Sowas finde ich nicht in Ordnung.
Ich bin übrigens erst 18 und wohne noch Zuhause, in einer schönen Gegend (direkt Hundespazierwege und Felder, Wald vor der Tür). Aber auch wenn ich ausziehe werde ich mir so eine hundefreundliche Umgebung aussuchen. Das ist sicher icon_wink.gif
Cykill, ich mache dir hier übrigens keine Vorwürfe. Ich finde du kümmerst dich gut um deinen Hund, ich schreibe nur allgemein.

LG Val Marina


» User #14410 schrieb:

Hallo ihr!
Ich danke Dir eggi!

Ich will hier wahrlich nicht auf irgendwelche Tränendrüsen drücken, oder für gar mich und meinen Berufsstand emporheben!

Das was ich will, ist ganz einfach, Hundehalter im Umgang mit ihren lieben zu sensibilisieren, sie aufmerksam zu machen, dafür was passiert, wenn sie Heim gehen und alles hinter sich lassen!

Bin ich doch selbst Hundehalter und weiß ich doch um so vieles, macht es mich aber noch lange nicht zum Überhundehalter, denn wir alle kochen nur mit Wasser!

Tom


» User #12036 schrieb:

Zu diesem Thema möchte ich mal etwas anführen, was sicherlich nicht unbedingt dem Thema entspricht, aber irgendwo Grundsätze und ihre Auslegung betrifft.

Wir haben hier zur Zeit mit einer Gruppe militanter Halbstarker zu kämpfen, welche durchaus in der Lage sind, innerhalb kürzester Zeit ein recht gepflegtes Wohnviertel in ein unratverseuchtes Ghetto zu verwandeln und sich aus ansonsten nicht unbedingt der Norm entsprechend zu verhalten. Niemand sieht sich dafür zuständig!

Unsere Hunde verteilen nirgendwo mutwillig irgendwelchen Müll, der auch in öffentlichen Behältnissen entsorgt werden könnte, unsere Hunde zerstören nicht mutwillig irgendwelche Sitzbänke oder Spielplatzelemente, oder andere Einrichtungen die der Freude der Allgemeinheit dienen (auch Vandalismus genannt), unsere Hunde bedrohen in der Regel auch nicht unsere Mitmenschen oder belästigen sie gar sexuell.

Unsere Ordnungsämter haben leider nichts weiter zu tun, als zu kontrollieren ob die Hunde der Gemeinde auch gültige Steuermarken tragen und ordnungsgemäß Haftpflicht versichert sind.
Den Schaden den der Mensch durch pubertäre (boah, ist das cool) oder anders gearteter (boah, bin ich blöd) Willkür der Umwelt zufügt, interessiert niemanden, ist ja nur eine Ordnungswidrigkeit, also liegt nichtmal ein Handlungsbedürfnis seitens unserer Ordnungshüter in Grün vor, sollte man sich erdeisten diese um Hilfe zu bitten!

Der Haufen meines Hundes in irgendwelchen auch nur annähernd begrünten "Anlagen" die von unseren Steuergeldern einmal im Jahr notdürftig "gepflegt" werden oder die Tatsache daß er auf nicht erwünschtes Annähern und Berühren seitens ihm völlig fremder Menschen mit Ausweichen oder sogar Knurren reagiert, weist ihn definitiv als "nicht gesellschaftsfähig" oder "nicht ordnungsgemäß geführt" und als Bedrohung für Menschheit und Natur aus.

"Jo, iss klar" icon_rolleyes.gif

LG Martina


» User #13286 schrieb:

Gut geschrieben, Morendis! Beim Lesen kommen einem die Tränen, vor Wut, vor Ohnmacht. Der Hundehalter als Sündenbock der Gesellschaft, an dem die Obrigkeit ihr Durchsetzungsvermögen demonstriert, weil sie sich an die grösseren Fische nicht traut. Nun wohne ich zwar nicht (mehr) in der Grossstadt, aber genau dasselbe hab ich hier auf'm Lande auch gedacht, - z.B. als ich auf einem Hinweisschild mitten in der Pampa gelesen habe, dass es bis zu 5.000 Euro (fünfTAUSEND) Bussgeld kosten kann, wenn man seinen Hund während der Brut- und Setzzeit vom 1.4.-15.7. ohne Leine laufen lässt. Ich sehe die Notwendigkeit, Wild und bodenbrütende Vögel zu schützen, durchaus ein, nur finde ich, dass die Bussgeldhöhe in GAR keinem Verhältnis zu dem eventuell angerichteten Schaden steht. In anderen Bereichen (z.B. als Autofahrer) darf man sich für ein so hohes Bussgeld schon 'ne ganz superdicke Sache leisten. Und von staatswegen dürfen unsere Hunde sogar erschossen werden. Jäger behauptet "Hund hat gewildert", bestenfalls steht Aussage gegen Aussage, die Kosten des Verfahrens werden geteilt, aber den Hund kann Dir keiner wieder lebendig machen. Wo in unserer Gesellschaft gibt es sonst noch derartige Gesetze, die dann auch noch in legale Ausführung gebracht werden?!


» User #12036 schrieb:

Ja Koko, genauso ging es mir beim Schreiben.

Bei dem hohen Bußgeld kann ich mir vorstellen, daß die Höhe abschreckend wirken soll.

Was dieses Abschußgesetz angeht, werd ich mich gleich mal beim Ordnungsamt schlau machen. Mir hat mal ein Jäger erzählt, daß freilaufende Katzen wenn sie sich mehr als 300m von ihrem Heim entfernen, abgeschossen werden dürfen, weil sie dann als wildernd eingestuft werden.

Bei uns werden jedes Jahr Hasen und Fasane in die Natur gesetzt, damit Hobbyjäger im Herbst ihren fragwürdigen Bedürfnissen nachgehen dürfen!
Normalerweise müssen sie dabei auch einen bestimmten Abstand zu Wohngebieten einhalten. In einem Jahr prasselte bei uns der Schrot auf unsere Autos, beim Nachbarn aufs Terassendach, weil ca 30 Jäger meinten im Feld direkt vor einer Häuserzeile Hasen jagen zu müssen.

Die ballerten lustig und munter in Richtung Häuser!

Nachdem wir dann die Jäger ansprachen und auf unsere Kinder und auch Haustiere verwiesen, kam der Spruch mit den wildernden Katzen. Unglaublich.

Soviel zu Gesetzen und ihre Einhaltung in der Pampa. icon_rolleyes.gif

Und jetzt texte ich den Typen vom Ordnungsamt zu.

LG Martina


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