Haustiere

Bin ich paranoid oder spinnen die Ämter?

» User #13675 schrieb:

Mein Hund lebt auch im Zwinger... er wird im Mai 13 Jahre alt und ist ein Schäferhund. Er fühlt sich wohl im Zwinger und will auch gar nicht in die Wohnung. Haben wir schon oft versucht. Er freut sich zwar aber nach 2 min. steht er an der WOhnungstür und bellt weil er wieder raus möchte. Die WOhnung ist einfach für ihn zu warm. WIr gehen auch öfters mit ihm raus, und spielen mit ihm, also er hat auf jeden fall seinen Auslauf. Obwohl ich der meinung bin das ein grosser Hund nicht in die WOhnung gehört sondern in den ZWinger.
Zum Thema Tierschutz...die waren auch schon bei uns. WIr haben am Zwinger die Leine hängen, da meinten sie auf einmal...der Hund wäre im Zwinger extra angeleint, er würde nichts zu fressen und nichts zu saufen bekommen. ALs wir ihnen den Zwinger zeigen wollten wollten sie nicht mit rein und wollten es sich auch nicht ansehen! Das hasse ich. Da sollen sie sich das erst anschauen und dann meckern aber nicht einfach was sagen was gar nicht stimmt. Ich habe auch gesagt " sieht mein hund traurig oder unterernährt aus?" WIe gesagt er ist fast 13 Jahre alt und hatte noch nie ne Krankheit, und wenn ein hund unglücklich ist denk ich mal das er da gar nicht so alt und gesund bleibt


» User #12036 schrieb:

*grusel*

Ich glaube kaum, daß du in der Lage bist zu beurteilen ob dein Hund glücklich ist oder nicht. Na klar, er ist 13 Jahre alt, ist nicht unterernährt und hatte nie eine Krankheit, also kann Zwingerhaltung doch nicht schlecht sein.
Ein Hund, der in seinem Leben nichts Besseres als einen Zwinger kennengelernt hat, der empfindet diesen als "normal", aber mehr nicht. Dieser Hund hat sich einfach seiner Situation angepaßt, genau wie die Hunde die mit Schlägen aufgewachsen sind, auch die empfinden Gewalt als normal, weil sie es nie anders kenengelernt haben.
Ein großer Hund gehört in einen Zwinger! Sowas muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Sag mal, was glaubst du eigentlich mit was du es zu tun hast, wenn du dich mit einem Hund umgibst?

Ja, schade daß die Ämter nicht so genau hingucken wollen.


» User #13938 schrieb:

Und DU weißt,daß er sich nicht wohlfühlt?

Ich halt jetzt mal lieber die Luft an...sonst rutscht mir noch was raus!
Würde sich bei mir die Möglichkeit ergeben,daß er mit hoch geht,würde er jede Nacht an meinem Fußende schlafen...kannste wissen!Aber ich bin momentan leider zu egoistisch um ihn wegzugeben,nur weil er unsere Treppe nicht hoch geht und ich leider nicht die finanziellen Möglichkeiten hab einen Lift einbauen zu lassen,(das ist sicher keine Entschuldigung,aber was rechtfertige ich mich überhaupt?)
könnte auch daran liegen,daß ich ihn über alles liebe...


» User #12036 schrieb:

Nein, natürlich weiß ich das nicht. Wir bzw. meine Eltern, hatten früher selbst Schäferhunde im Zwinger. Sie haben das Firmengelände bewacht. Tagsüber waren sie drin, aber abends kamen sie raus. Ich fand das als Kind schon furchtbar, aber die Hunde kannten es nicht anders. Ich fand die Argumentation für die Zwingerhaltung ein wenig daneben. Bin halt kein Freund davon. Allerdings weiß ich auch, daß es Hunde gibt, denen es im Zwinger besser ergeht als bei manchen Haltern zuhaus.

Du mußt nicht die Luft anhalten. Wenn du es hier nicht sagen kannst, schreib mir eine PN, da darfst du mich dann wüst beschimpfen icon_wink.gif

LG Martina und Flay


» User #4693 schrieb:

Zu dem Thema kann ich auch was beisteuern. Nur mal so zum drüber nachdenken.
Ich bin öfter in Polen (mein Mann ist Pole), dort ist es üblich, kleine Hund im oder am Haus zu halten und sie sich mehr oder weniger selbst zu überlassen. D.h., wenn sie "Gassi" gehen müssen, werden sie rausgelassen und gehen dann auf eigene Faust los. Mit allen Gefahren, die damit verbunden sind, vor allem der Straßenverkehr.
Das sind die "glücklichen" Hunde.
Nun zu den "unglücklichen". Das sind fast alle, ab einer bestimmten Körpergröße, die leben im Zwinger oder oft als Kettenhunde.

Ich habe dort mal einen Bauern kennengelernt. Sein kleiner Hof diente der Selbstversorgung, er behandelt seine Tiere (das Pferd, die Kuh, die Schweine, die Hühner) entsprechend gut. Die Kuh kommt täglich auf die Weide, die Stute auch, die Hühner laufen frei rum.

Nur die Hunde...die leben an der Kette. Er hatte damals einen 16(!)-jährigen Schäferhundmix. Der war damals alt und gesund. Nur glücklich war er nicht.

Bei meiner Schwiegermutter lebt ein Hund (Jagdhundmix) im Zwinger, der ist inzwischen ca. 12 Jahre alt. Ebenfalls gesund. Glücklich bestimmt nicht.

Nur, weil ein Hund im Zwinger ein hohes Alter erreichen kann, kann man nicht davon ausgehen, dass er auch zwangsläufig glücklich ist. Glücklich wird er nur dann sein, wenn er tagsüber genügend Aufmerksamkeit und Zeit von seiner Familie bekommt.


» User #6159 schrieb:

Sorry, aber beim Thema Zwingerhaltung rollen sich mir die Fußnägel hoch...
In meinen Augen gibt es keine vertretbare Zwingerhaltung und ist es noch so ein toller Zwinger und kommt der Hund noch so viel raus. Ein Hund - egal welcher Größe - ist nun Mal ein Rudeltier und kann man ihm die Zugehörigkeit zu seinem Rudel nicht bieten, sollte man sich lieber ein anderes Hobby suchen.
Wenn Dein Schäferhund in der Wohnung nicht länger als 2 Minuten bleiben will, liegt das wohl daran, dass er mittlerweile so eine dichte Unterwolle hat, dass es ihm zu warm ist, willst du ihm ernsthaft ermöglichen bei der Familie zu leben, fang im Sommer mit an und er wird zum Herbst hin erst gar nicht so viel Unterwolle kriegen.
Sorry, aber ich hätte auch gern ne Dogge gehabt, war schon immer mein Traumhund aber da ich in einem zweistöckigen Haus lebe mit einer recht steilen Treppe und das ständige Hoch/Runter für ne Dogge auf die Jahre eine gesundheitliche Belastung gewesen wäre, ist es halt "nur" ein Spike geworden also wie kann man sich denn nen Bernhardiner holen wenn man im zweiten Stock wohnt? Es gibt auch andere tolle Rassen für die die Treppen kein Problem dargestellt hätten...
Und wer jetzt mit dem Argument kommt, ob sich Wohnungshunde, die den ganzen Tag nur drin hocken wohler fühlen... Nein, natürlich gehören genügend Auslauf, sinnvolle der Rasse entsprechende Beschäftigung und und und genauso dazu wie eben die Möglichkeit bei seinem Rudel zu leben.

Gruß
Heike und Spike


» User #4693 schrieb:

Ganz so extrem würde ich es nicht sehen. Es kommt wirklich drauf an, was man ansonsten mit dem Hund macht. Die Hofbesitzerin auf deren Hof mein Pferd steht, sperrt ihre Jack-Russell-Terrier-Bande abends auch in den Zwinger. Die toben dafür aber den ganzen Tag über den Hof und die machen ehrlich gesagt, einen durchaus zufriedenen Eindruck.

Ein Bernhardiner zB. kommt draußen besser zurecht. Das ist ähnlich, wie bei unserem Neufi, die bilden auch wenn sie drinnen sind Unterwolle aus und denen ist es drinnen VIEL zu warm.
Buddy schläft auf unserem Balkon. Im Winter ist die Balkontür zu im Sommer offen.

Wir haben mit unserem Buddy mal Verwandte besucht (im Sommer). Die haben eigentlich immer einen Hund, zu der Zeit hatten sie gerade keinen, der alte war im letzten Winter gestorben.
Nachts wollte ich Buddy mit ins Haus nehmen, er kennt es nicht anders. Wir wurden gefragt, ob wir ihn nicht über Nacht im Zwinger lassen wollen. Ich hatte große Zweifel.
Wir haben es dann aber trotzdem probiert, hatten aber abgesprochen, dass wir ihn rein holen, wenn er weint.
Es war überhaupt kein Problem. Er war die ganze Nacht über ruhig. Er hat diesen für ihn fremden Zwinger wie selbstverständlich als Schlafplatz akzeptiert, hatte die Eingangstür vom Haus im Blickfeld und hat gesehen, dass wir dort reingegangen sind.
Morgens war natürlich die Wiedersehensfreude riesig!


» User #6159 schrieb:

Wenn die Hunde den ganzen Tag dabei sind und dann zum Schlafen über Nacht in den Zwinger kommen ist das vielleicht noch akzeptabel...
Auf unserm Platz sind zwei Bernhardiner, ein Neufundländer und mehrere Berner Sennen, sie alle leben im Haus mit dabei und fühlen sich keineswegs unwohl oder es ist ihnen zu warm.
LG
Heike und Spike


» User #13938 schrieb:

Na,dann muß ich meinem Berni jetzt wohl ein schönes warmes zu Hause suchen und das Stricken anfangen...Oder mir dafür einen seblstgestrickten Hund holen
Jetzt wird mir erst klar,wie schlecht ich bin!Gaaaaanz übel!

Lächerlich!


» User #13675 schrieb:

So nun muss ich auch was dazu sagen. Ich kann sehr wohl sagen das mein Hund glücklich ist denn ich kenn ihn ja mittlerweile schon 13 Jahre. Er bekommt seinen Auslauf und auch seine Streichel einheiten und alles was ein Hund so brauch damit er glücklich und zufrieden ist!
Ich finde es nicht okay wenn grosse Hunde zum Beispiel Bernhardiner in der WOhnung gehalten wird. WEnn Haus und Garten vorhanden ist dann okay aber in ner WOhnung...bitte! Ich weiss es gibt keine Artgerechte Haltung für ein Tier denn das geht einfach nicht aber ne WOhnung ist es auf keinen Fall.
Wenn jemand einen grossen Hund in der WOhnung hält und arbeiten geht ist er auch allein. Meiner kann sich dafür draussen in die SOnne legen. Ob nun in der Wohnung allein oder im Zwinger allein wenn man arbeiten ist... da gibt es ja wohl kein Unterschied!
Genauso find ich es nicht okay wenn man sich einen Husky holt und in der Stadt lebt...denn der Husky ist damit auch nicht glücklich! Wenn ihr schon redet das meiner und Berni nicht glücklich sind weil sie im Zwinger wohnen dann kann ich das mit den Huskys auch sagen und das ist glaube mehr wahr als ein Zwingerhund!


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