Haustiere

Extrem ängstlicher Hund

» User #12553 schrieb:

Hi Toddy!
Also ich weiß nit, ob ich dir wirklich helfen kann, aber ich werd dir mal was erzählen:
Als Kind hatt ich en Kaninchen, das hat in meinem Zimmer gelebt, mit offenem Käfig, Katzenklo und Auslauf so weit er wollte. Aber so weit wollte der Kleine eben nicht, da vor meinem Zimmer (Teppichboden) die Fliesen angefangen haben. Irgendwann wollt ich dann aber, dass er noch weiter läuft und hab einfach Handtücher an den Teppichboden dran gelegt, über die er dann laufen konnt. Das hat natürlich problemlos geklappt. Wenn er dann zu schnell war, sind sie verrutscht,- klar:) Und er musste ja irgendwie wieder zurück. Is dann von einem Handtuch zum nächsten gehopst usw. Ich hab dann immer weniger Handtücher hingelegt, natürlich mit viel Locken und Lecker Happihappi icon_razz.gif Irgendwann is er dann ne Strecke bis zu nur noch einem Handtuch ganz langsam "gekrochen" und schon bald hat das Ganze ohne Handtücher geklappt und er konnt dann sogar richtig auf den Fliesen laufen (zwar langsamer als sonst, aber trotzdem).

Weiß nicht wirklich, ob dir das hilft. Aber du kannst deinem Süßen ja auch erst mal mehrere Decken nebeneinander legen und die dann reduzieren... Hm, keine Ahnung ob das da klappen könnte icon_redface.gif Aber versuchen kannstet ja mal icon_cool.gif

Schönen Abend noch, Mone


» User #12881 schrieb:

Hallo Muhmuh,

vielen Dank für deinen Tip, werde ich probieren, falls meine Übung von gestern versagt.

Ich habe gestern Abend um seine Decke mal ein Futterring gebaut, den ersten so, das er die Vorderpfoten auf´s Laminat stellen musste, um ranzukommen, den zweiten so weit weg, das er sich schon strecken musste und den dritten dann so weit, das er komplett auf´s Laminat musste und dann noch der "Jackpott" ca 2m vom Deckchen weg. Hat super gefunzt, Romeo konnte nicht wiederstehen und hat alles fein säuberlich gefuttert, dann noch tierisch gelobt.

Heute werde ich das Spiel wiederholen, da Romi eh nicht richtig frisst, bestimmt der neuen Umgebung wegen, bekommt er das Futter auf diese Weise.


» User #12553 schrieb:

Un wie klappt's mittlerweile? Hört sich ja schon toll an, was dein kleiner da hinbekommen hat:)

Unsere Kira hat am Anfang (ham se auh erst 4 Wochen) auch nit richtig gefressen. Aber wenn ich se aus der Hand gefüttert, Futter hoch geworfen, in Futterball, Kong usw. gemacht hab hats prima funktioniert. Man musst aber immer bei ihr bleiben, sobald sie allein war, hat se nit mehr gefuttert. Als et dann das erste mal rohes Fleisch gab, war ihr drumherum aber auch alles egal icon_razz.gif


» User #12881 schrieb:

Der Futterring war auch nicht das beste, ich habe ihm jetzt sein Deckchen im Wohnzimmer "geklaut", so das er jetzt nur noch auf Laminat liegt, klappt auch mittlerweile besser mit dem Laufen, machen immer Übungen langsam durch die Wohnung gehen und wenns ohne "strampeln" geht, gibts Leckerli und Lob. Nur in die Küche möchte er nicht, da steht aber Futter und Wasser.

Hab die Näpfe schon umgestellt, am Eingang der Küche, traut er sich auch nicht. icon_heul.gif

Wir gehen gemeinsam in die Küche und ich muss ihn immer vorsichtig an den Napf "schieben" und dabei sitzen bleiben, dann frisst er etwas, ca ein viertel von dem was er fressen sollte. Wasser bekommt er Nachmittags, wenn wir grosse Runde gehen und abends bringe ich das Wasser zu ihm.

Ist bestimmt nicht der richtige Weg, ich hoffe, das sich das mal legt und der Kleine allein zum Napf findet.

Spielzeug ist auch noch nicht so sein Ding, den Kong hat er bisher nur zwei mal "angeschaut" und probiert, wenn zwei Leckerlies rausfallen, wars dann auch wieder für ihn.

Vielleicht hat er bisher auch noch nicht richtig Hunger oder Durst gehabt, das er seine Angst überwindet und allein zum Napf geht, hab nur Angst, das er dann dehydriert oder so...


» User #12553 schrieb:

Hm, ich wünsch euch dann mal noch viel Glück. Aber bisschen besser scheints ja schon geworden zu sein.

Kira trinkt ihr meistes Wasser auch nit ausm Napf, sondern aus nem Eimer im Bad, wo wie das kalte Wasser vorm Duschen immer drin sammeln;)

Ich denk schon, dass es besser ist, deinem Süßen Wasser und Futter immernoch zu zeigen/geben. Mir ham am Anfang auch en paar Leute sagen wollen "dann hat die keinen Hunger, sonst würd die fressen". Aber Kira hat nicht gefuttert. Erst wenn ich dabei geblieben bin... Vielleicht solltest du es auch mal mit anderem Futter versuchen. Weiß ja nicht was du fütterst, aber manchmal wirkt das Wunder. Kira steht total auf weißen Joghurt, Hüttenkäse und natürlich alles was vom Tisch kommt icon_mrgreen.gif Kriegt se aba nit icon_razz.gif
Mach ihm doch mal rohes Rinderhack in den Kong, ohne ihn sonst zu füttern. Das könnte er ja dann auch an ner "sicheren Stelle", also nit Küche kriegen. Seit dem ich das gemacht hatte, zeigt Kira sehr großes Interesse am Kong *g*

Viel Glück, Mone


» User #15912 schrieb:

Hallo Tobi!

Ich habe seit April einen 8-jährigen Cocker-Rüden (Ingo), der extrem ängstlich war. Er lebte isoliert von Artgenossen, wurde von seiner Vorbesitzerin sehr vermenschlicht, aber auch geschlagen, wenn sie nicht weiter wusste, also null Erziehung und wiederkehrende
Probleme mit Angst/Aggression.
Mir war sehr wichtig, von Anfang an keine gravierenden Fehler zu machen.
Zum Glück kenne ich eine Hundeschule, in der absolut gewaltfrei gearbeitet wird: kein Würgehalsband, kein Leinenruck, kein Halti, kein Sprühhalsband, keine Klapperdose, keine lauten Kommandos, etc. Diese ganzen Hilfsmittel sind absoluter Blödsinn, denn würde ich meinem Kleinkind ein Würgehalsband anlegen oder eine Klapperdose hinterher werfen? Also! Man kann davon ausgehen, dass Tiere einen IQ eines Menschenkindes im Alter von 1-3 Jahren haben...

Zuerst musst Du Dir das Vertrauen Deines Hundes erarbeiten.
Die ersten vier Wochen habe ich Ingo konsequent nicht gestreichelt, nicht angesprochen, ihm nicht in die Augen gesehen, mich nicht über ihn gebeugt.
Damit nimmt man dem Hund einen Großteil der Angst, die er vor dem Menschen hat.
Und je besser Du ihn ignorierst, desto weniger bedrohlich wirst Du für ihn.
Aber wirklich NICHT streicheln! Auch wenn Du Deinen Hund noch so liebst und er noch so süß ist! Für einen ängstlichen Hund ist Streicheln der pure Stress!

Seine Tagesration an Futter bekam er ausschließlich von mir, d.h. immer, wenn er zu mir kam, gabs etwas.
Er hatte also nur noch den Wassernapf.

Beim Gassigehen übte ich hundertmal (mind.), die Übung:
sobald der Hund weiter weg läuft von mir, dem Hund den Rücken zudrehen und in die Hocke gehen.
Wenn Du das machst, kommt der Hund zu Dir und Du belohnst ihn mit Futter.(Nicht mit der Stimme belohnen und wenn Du sprichst, dann nur leise!)

Der Hund lernt schnell, dass Du derjenige bist, der was Gutes für ihn hat.
Und wichtig: durch den Input "Futter", was ja etwas absolut Positives bedeutet, verschwindet die Angst.
Der Hund kann nur eine Sache machen, nicht zwei gleichzeitig.
Das positive Gefühl des Fressens überlagert das negative Gefühl der Angst!


Es gibt noch viel mehr Dinge, die wir bisher gelernt haben.
Ich rate Dir sehr, eine Hundeschule zu suchen, in der wirklich einfühlsam und liebevoll gearbeitet wird.
Durch den Kontakt mit anderen Hunden ist meiner in der kurzen Zeit viel selbstsicherer geworden.
Unsere Beziehung hat sich total verbessert. Er läuft nicht mehr weg, zeigt mir gegenüber kaum noch Beschwichtigungs-Signale, etc.
Dein Hund ist noch jung - sieh mal, mein älterer Rüde mit 8 Jahren hat sich in der kurzen Zeit so verändert, Du wirst noch sehr viel Freude mit Deinem Hund haben,
ich wünsch Dir alles Gute!
Manu


» User #16724 schrieb:

Guten Abend...

Auf der Suche nach Rat und Beistand bin ich gerade in diesem Forum gelandet!
Ich habe mir auch schon alles zu "meinem" Thema durchgelesen und hoffe, dass einige hilfreiche Tipps dabei waren! Ausprobieren...icon_wink.gif
Trotzdem wollte ich hier noch einmal speziell mein Problem schildern!


Am Freitag haben wir endlich unsere Nelly zu uns geholt! Gefunden haben wir sie nach mehreren gescheiterten Anläufen im Tierheim im Internet über eine Vermittlungsseite gefunden!
Sie ist ungefähr 8 Monate alt, ein Beaglemischling und wurde in Spanien gerettet und durch eine Organisation nach Deutschland gebracht!

Wir wussten, dass sie neuen Menschen gegenüber aufgrund ihrer schlechten Erfahrung äußerst skeptisch ist (besonders Männern gegenüber) und konnten sie daher bei unseren ersten Treffen in ihrer ersten Familie (die mussten sie aus Allergiegründen nach 1nem Monat wieder abgeben) auch nicht wirklich streicheln oder sonstiges!

Beim 1 Kennenlernen beschränkte sich das dann auf "Leckerli geben" mit viel viel Skepsis, vorsichtiges Beschnuppern!
Vorher wurden auch wir angebellt und sie hat sich konsequent hinter Frauchen versteckt!
Bei einem gemeinsamen Spaziergang siegte aber die Neugier und man wurde beschnuppert und begutachtet!

Wie durch ein Wunder war bereits beim 2 Treffen, was auch der Abholtermin war, schon ein Streicheln möglich und im Auto war jede Scheu wie weggeblasen!
Ihre erste Pflegemama hat uns in ihr neues zuhause begleitet und dann von ihr Abschied genommen!

Von da an war wirklich jede Scheu uns gegenüber wie weggeblasen! An der Stelle sei vielleicht mal gesagt wer "wir" überhaupt sind! Wir, das sind meine Freundin und ich!
Nelly kam kuscheln, kam wenn man sie gerufen hat, spielte, wollte gestreichelt werden ohne Ende, ist mit uns rausgegangen, folgte und auf Schritt und Tritt...absolut "traumhaft" und so hatten wir das nicht zu hoffe gewagt! Dieser Umschwung kam mehr als plötzlich!

Nun zu unserem Problem:
Sie scheint die anderen Familienmitglieder nicht zu akzeptieren! Da wären fürs erste die Schwester und die Mutter! Beiden haben wir natürlich mit der Problematik bekannt gemacht und beide geben sich große Mühe!
Doch Nelly bellt und knurrt, bellt und knurrt...lässt sich auch nichts sagen...hört nicht auf..fängt immer wieder an!

Zwischendurch "duldet" sie die beiden im selben Raum, geht auch Schnuppern und sogar das Lecerli wird aus der Hand genommen! Auch beim gemeinsamen Spazierengehen lässt sie sich von den beiden an der Leine halten, schnuppert dann und läuft weiter!
Man wagt schon auf Fortschritte zu hoffen...

Doch im nächsten Moment tut sie so, als hätte sie die beiden noch nie gesehen und bellt und knurrt was das Zeug hält!

Die Schwester hat das Nachbarzimmer und kann nur unter Gebell die Treppe hochkomme! Sobald sich im Flur unten was regt geht es los!
Auch wenn sie sich dann im Zimmer befindet und nur einen Ton sagt oder sich bewegt fängt Nelly wieder mit dem Bellen an und hört nicht auf!

Wie kann man dort eine Annäherung erreichen?
Wir wissen naürlich, dass das seine Zeit dauern wird, wir hätten nur gerne überhaupt mal eine "Richtlinie"!

Eine "schnelle" Gewöhnung wäre auch für Nelly viel besser, da sie so viel weniger allein wäre! Sie hätte so viel früher jemanden zum rausgehen und wäre weniger alleine!
So muss sie in unserem Zimmer bleiben wenn wir in der Schule/Arbeit sind, da die Schwester eher nach Hause kommt und ja bei dem Gebell gar nicht alleine das Haus betreten kann! Wir wissen ja schließlic nicht, wie Nelly sich verhalten würde, wenn wir nicht dabei sind!
So hat sie heute das gesamze Zimmer auseinander genommen...

Was tun?
- Sollen die Mutter und die Schwester sie ignorieren?
oder sollen wir weiter versuchen ihr die beiden mit Leckerlis, Futter und Spaziergängen angenehm zu machen?!
- Soll man versuchen das Bellen und Knurren zu unterbinden? Wenn ja, wie?
- Was wäre eine angebrachte Verhaltensweise von uns und von den beiden?

Wäre lieb, wenn uns jemand helfen könnte, der mit so einer Art von Angst Erfahrung hat! Für uns beide ist sie sonst der liebste Hund der Welt nur die Umstände machen es uns echt sehr schwer!

Danke..
Julia


» User #17650 schrieb:

Hallo,

also ich würde auf jedenfall eine gute Hundeschule besuchen,wo man sich richtig um ihn kümmert,was auch gut ist Privatstd. bei einen Trainer zu nehmen.
Aber das wichtigste ist das du eine gute Beziehung zu ihm aufbaust und viel Geduld hast...viel Glück wünsche ich dir! MFG


» User #17848 schrieb:

hallo
meine pflegehündin arany wollte sich auch nie anleinen lassen. ich habe ihr dann immer leckerlis hingehalten und mich weggedreht von ihr. die hand hinterm rücken und gewartet bis sie rankommt. das erfordert sehr viel geduld. wenn sie rangekommen ist habe ich sie gelobt und irgendwann hat sie sich ranleinen lassen.
hoffe das es dir hilft.
mit freundlichen grüßen
Conny


» User #18610 schrieb:

Hallo an Alle,

ich habe beinahe das gleiche Problem wie das eben behandelte bei mir ist es so...
Ich habe seit einer Woche einen Alt-Deutschen Schäferhund sie heißt Edda wir haben sie von einem Bauernhof gekauft doch wir wißen nichts von ihrer Vorgeschichte am Anfang war sie ganz zutraulich doch als erst der Sturm Emma und denn bei uns noch eine Party war ist sie auf einmal total ängstlich und kommt nur noch geduckt an ich würde gerne von euch einen Rat haben, wie ich es schaffen kann, das mein Hund vertrauen zu mir Aufbaut und auch mir gegenüber keine Angst mehr hat danke schonmal im voraus ...


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