Haustiere

Extrem ängstlicher Hund

» User #1193 schrieb:

Hallo Tobi,
Dein Kleiner scheint ja ein ziemliches Trauma davongetragen zu haben. Von einer Bekannten, die eine Naturheilpraxis für Tiere hat, weiß ich, dass sie traumatisierten Tieren immer Arnica in einer hohen Potenz in einer einmaligen Gabe verabreicht. Das soll dem Hund gut helfen. Ich kann das aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, da ich sie damals noch nicht kannte und bei meinem ehemaligen Strandhund mit Bachblüten sehr erfolgreich gearbeitet habe. (Ich weiß, dass es einige im Forum gibt, die dafür wenig Verständnis haben, aber bei uns hat es geholfen) Das ist natürlich kein Allheilmittel, hilft aber in der richtigen Zusammensetzung seelische Traumen zu verarbeiten. An Deiner Stelle würde ich dem Hund auf alle Fälle von den Bachblüten "Star of Bethlehem" und "Aspen" geben. Die erste Blüte hilft, seelische Traumen zu verarbeiten und die zweite ist gegen Angstzustände. Du kannst auch am Anfang mit "Rescue-Tropfen" einsteigen, aber nicht länger als 2-3 Wochen. Die Tropfenkombinationen kann man in der Apotheke mischen lassen. Es gibt aber auch ein Buch vom Kosmos-Verlag, "Bachblüten für Hunde", das Dir vielleicht weiterhelfen kann, wir haben damit jedenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht, und unser Tiga hatte über mindestens 5 Jahre als Strandhund absolut miese Erfahrungen gemacht und war Männern gegenüber alles andere als freundlich... Ferner könnt Ihr nur geduldig versuchen, das Vertrauen des Hundes zu gewinnen. Es wird noch viel Zeit vergehen, bis der Hund Euch wirklich vertraut. Gebt nicht auf, irgendwann versteht er, dass Ihr es nur gut mit ihm meint!
Alles Gute Strandschlamper


» User #1814 schrieb:

Guten morgen an alle,
die Idee mit den Bachblüten finde ich auch nicht schlecht. Allerdings würde ich da doch empfehlen dies nicht alleine "zusammen zu rühren" sondern auch da fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Da kommt es auch auf den Hundetyp, Verfassung usw. an.

Als wir letztes Jahr für die Geburt meiner Hündin Bachblüten verwendet habe ging es ihr dermaßen gut, das sie an alles gedacht hat nur nicht an die Gebut.

Also alleine (ich habe auch ein Buch zu Hause, gut zum nachlesen) würde ich das lieber nicht machen.

Viel Glück Daschali
und bitte nicht aufgeben!


» User #2919 schrieb:

Hallo,

generell möchte ich mal sagen das man bei den Bachblüten nichts falsch machen kann...das schlimmste wäre das eben nichts passiert, dann ist es eben die falsche Mischung...!
Ergänzend würde ich noch dazu sagen das "Mimulus" und "Cherry plum" noch wichtige Blüten bei Ängstlichkeit sind! icon_wink.gif


» User #1789 schrieb:

Hallo,
vielen Dank für die Informationen.
War jetzt bei einer Hundepychologien und Trainerin!
Hat sehr viel gebracht. Danke an Alle!
(mit Bachblüten haben wir auch gearbeitet.)


» User #2603 schrieb:

Hallo ich kann dir auch mal einiges Erzählen ich bin zwar erst 16 habe aber schon meine Erfahrungen mit solchen Hunden habe vor ca.5 Jahren meinen eigenen Hund bekommen der dort wo er geboren wurde nur geschlagen wurde von der Kindern und dem Mann der Familie mein Hund hat die ersten 3 Monate seines Lebens dort gewohnt und hat in den drei Monaten nicht mal Tageslicht gesehen war nie draußen geschweigedenn im Garten der Familie er kannt garnichts und musste sein Geschäft immer im Haus machen was man natürlich gerochen hat naja nach den 3 Monaten haben wir ihn da raus geholt und ich habe ihn geschenkt bekommen ... als wir dass erstmal mit ihm rausgegangen sidn ist er nur am Boden lang gekrochen udn vor jedem geräusch hinter meine Beine gehuscht um sich zu verstecken seine Rute war immer unter seinem Bein eingeklemmt das ging eine ganze Weile so mein Vater und mein Bruder durften ihn Wochen lang nicht Anfassen doch nach ner Zeit hat er gemerkt dass er von niemanden aus unserem Haus geschlagen wird und mein Vater und mein Bruder durften ihn auch anfasse und mit ihm raus gehen auch andere Hunde kannte er nicht und lief immer vor ihnen weg naja ich habe oft mit ihm draußen geübt habe Freunde zu mir eingeladen zu denen er nach einer Weilde auch sein Vertrauen aufbaute naja so habe ich die ganzen Jahre die ich ihn jetzt schon habe mit ihm geübt wir waren nicht bei der Hundeschule und er hat auch kaum mehr Angst vor Autos usw. doch dass mit den Menschen konnte ich ihm nicht abgewöhnen noch mit seinen 5 Jahren hat er totalen schiss vor fremden leuten oder Leuten die er schon öfters gesehen hat aber diese dürfen iohn trotzdem noch nicht anfassen naja gib die Hoffnungen nicht auf dein Hund packtb das schon!


» User #1392 schrieb:

Hallo Maybritt- da wäre in deinem Fall eine Hundeschule nicht das Schlechtest, natürlich nur in einer guten, in der speziell an dem Problem gearbeitet wird. Wäre ja auch für den Hund zusätzliche Lebensqualität! Dort lernen beide sehr viel, auch den sozialen Umgang. Erkundige Dich doch mal, ich bin sicher dass es Dir sogar sehr viel Spass bringt!
Gruss
Sigi


» User #3995 schrieb:

Hallo,
versuche es mal mit einem "Kong"
also ein Ball mit Schnur.
spiele mit dem hund damit und nur damit,er bekommt den Ball zwar aber du hast Den H. unter Kontroole hast ja die Schnur also kann er nicht weglaufen.
er muß lernen das das Spiel nur bei dir stattfindet.
Wenn du das eine Zeitlang machst und du
dann den Ball aus der Tasche nimmst wirst du sehen das der Hund kommt.
Wir bilden Hunde nur über diese Motivation aus.
mit erfolg

Gruß
Frank


» User #2499 schrieb:

Hallo Tobi!

Unsere Hündin haben wir zwar von Welpe an, aber sie ist auch eine sehr ängstliche und unsichere und sehr unterwürfig. Ich habe jetzt den Tip gekriegt, aus der Apotheke sogenannte "Rescue-Tropfen" zu kaufen, da sind verschiedene Bachblüten drin. Die sollen da helfen. Eigene Erfahrungen kann ich dir bislang leider nicht an die Hand geben,weil ich damit noch nicht anfangen konnte, weil meine Hündin jetzt läufig ist. Ich will warten, bis die Läufigkeit vorbei ist und es dann ausprobieren. Schaden kanns ja nicht.

Viele Grüße, Kerstin


» User #4385 schrieb:

Hallo Tobi,

da hast Du ja direkt mit Deinem ersten Hund ganz schön in die ... gegriffen. Nu mußt Du dadurch.

Grundprinzip bei ängstlichen Hunden ist die Desensibilisierung. Das heißt, dass Du Deinen Hund in den kommenden Tagen und Wochen systematisch an die Dinge heranführen mußt, vor denen er sich ängstigt. In Watte packen und diese Situationen vermeiden ist genau das verkehrte. Somit ist eine Hundeplatzarbeit hinsichtlich der Ängste Quatsch.
Außerdem ist ganz wesentlich, dass Dein Hund Dich als absolut starken, souveränen Hunde-/Rudelführer erfährt (hat nichts mit Härte zu tun). Das heißt, dass Du als Ersthundbesitzer so schnell wie möglich lernen solltest, möglichst alles im Umgang mit Deinem Hund "richtig" zu machen. UMSO SCHWIERIGER EIN HUND, UMSO PERFEKTER MUSS ICH ALS RUDELFÜHRER SEIN. Zum Einen, damit er gehorcht auch in Angstsituationen, zum Zweiten, dass er aus Dir heraus Sicherheit und Vertrauen schöpfen kann.

Du siehst: kompetente Hilfe ist dringend angeraten. Also such Dir jemanden, der sich mit der Arbeit solcher Hunde auskennt, auch wenn das teurer ist als Hundevereinsgebühr. Die meisten Ausbilder in Vereinen haben von solcher Art von Ausbildung leider überhaupt keine Ahnung.

Viel Erfolg wünsch ich Dir ...

PS: Grundfehler ist Beruhigen wollen. Tu so, als wenn die Situation ganz normal wäre ...[/i]


» User #12881 schrieb:

Hallo,

und wieder ein Neuzugang icon_smile.gif im Forum (natürlich mit Vorstellung im richtigen Thread icon_biggrin.gif ) und ein Hundepappa mehr auf dieser Welt icon_surprised.gif

Mein Sorgenkind ist auf einem Gnadenhof geboren (2004) der, Gott sei dank, geschlossen wurde. Vorgefunden wurde Romi in einem Baucontainer eingepfercht mit 20 Hunden, wobei schon 8 Hunde tot waren und der Kleine bis zum Bauch in der Sch... stand, abgemagert und völlig verängstigt. Unser Tierheim hat ihn dann aufgepäppelt und ihm ein wenig die Angst genommen.

Dann wurde er in eine Familie vermittelt, mit zwei Kindern und einer Katze, die dann wohl völlig überfordert waren mit seiner Ängstlichkeit. Die Kinder hatten sozusagen ein neues Spielzeug, die Katze hat ihn wohl auch zugesetzt, obwohl er eigentlich Katzen mochte, das Tierheim hat ja genügend davon. Jedenfalls haben sie ihn nach drei Wochen wieder abgegeben un der Arme war wieder völlig verägstigt.

Ich hatte dann mal die Computeranlage im Tierheim repariert und habe mir das alles mal angeschaut und bin bei Romi irgendwie hängen geblieben icon_smile.gif

Also 3 Wochen jeden Tag ins Tierheim, Gassi gehen und kennenlernen, vor vier Tagen dann die Überraschung, ich durfte Romi dann mit nach Hause nehmen.

Nun sind wir zwei und die kleinen Proble kommen ganz langsam ...

Als erstes Laminat, die ganze Wohnung ist ausgelegt und der Kleine hat riesen Angst auf dem Laminat zu Laufen. Wenn wir Gassi gehen wollen, keine Chance, muss ihm erst langsam seine Decke unter dem "Hintern" wegziehen, immer in der Hoffnung, der Hund kriegt keine Panik und fängt an zu rutschen. Klappt nicht immer so und die 10 Meter zur Tür werden dann immer zu einem Angstlauf mit ihm. Er strampelt dann wie ein Irrer weil er ja keinen Halt hat. Bisher hat es nur zweimal geklappt, das wir langsam und ohne rutschen zur Tür gekommen sind, mit viel Lob anschließend.

Das Problem, was aber daraus entsteht, er geht nicht allein zum Freß- bzw. Wassernapf. Heute Nacht bin ich aufgewacht, weil der Kleine immer so geschmatzt hatte. Hatte Durst, naja als mitleidiger Mensch bin ich dann aufgestanden und habe ihn Wasser gegeben.

Habe ihm mit seinen Lieblingsleckerlies mal eine kleine Stecke aufgebaut zum Freßnapf, keine Chance, den ersten hat er sich noch geholt, weil brauchte ja nur die Vorderpfoten aufs Laminat zu stellen.

Heute habe ich es geschafft, mal mit ihm gaaanz langsam durch die Wohnung zu gehen, hat super geklappt, allerdings wo er dann seine Decke wieder gesehen hat, war es aus mit der Langsamkeit, Panik und Gas naja und dann war eben wieder Schlittschuh laufen angesagt.

Vielleicht habt ihr ja einen Tip, wie ich ihm die Angst nehmen kann. Vielleicht sei noch dazugesagt, das ich das Laminat aus gesundheitlichen Gründen mal gelegt habe, wegen den Hausstaubmilben, reagiere ich allergisch drauf. Seit ich das Laminat habe, gehts mir gesundheitlich echt besser. Zum Glück vertrage ich Romeo anstandslos *froi* Keine allergischen Reaktionen.

Ansonsten ist Romeo natürlich immer noch sehr ängstlich gegen fremde Menschen, aber das Problem ist lösbar. Er kann problemlos mal 4 Stunden alleine bleiben, macht nicht in die Wohnung und bellt nicht und dekoriert bisher nicht um, wohl wegen seiner Angst hier zu laufen.

Die Bindung entsteht langsam, Gassi gehen, wenn wir erstmal draussen sind, geht auch super, die kleinen Sachen wie Sitz,Platz und Pfui klappen auch wunderbar. Er schnüffelt viel um die Umgebung kennenzulernen, vertägt sich mit anderen Hunden (nur vor den Herrchen oder Frauchen hat er Angst), sofern sie Signale aussenden.

So ein langer Roman, danke das ihr nicht beim Lesen eingeschlafen seit icon_smile.gif Über den einen oder anderen Tip wäre ich super erfreut.

In diesem Sinne liebe Grüße

Toddy


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