Haustiere

Suche Hilfe und Tips bei der BEAGLE Erziehung

» User #1752 schrieb:

Hallo, ich bin gerade etwas niedergeschlagen. Wir haben seit Januar einen Beagle Rüden der ist jetzt
9 Monate alt. Wir haben uns nach langer Informationsphase für einen Beagle entschieden und würden Ihn auch nie mehr hergeben. Wir waren in der Welpenspielstunde und sind inzwischen in die Hundschule übergegangen. Wir wussten auch das Beagle Dickköpfig sind. Ich weiss halt zur Zeit nur nicht ist es die dickköpfigkeit wenn er absolut nicht hört oder ist es das sogenannte Pflegelalter? Zur Zeit ist unser Pablo wahnsinnig anstrengend. Ich muss alles mindestens 20mal sagen und wenn ich Glück habe macht er dann was ich will. Zu Hause ist er ziemlich brav, aber ausserhalb immer so hektisch. Wir hatten von Anfang an eigentlich keine Probleme, er kann auch gut mal alleine bleiben, wir haben Ihn überall mitgenommen ( z. B zum Essen ) er hat dann geschlafen, er fährt gerne Auto, wir konnten ihn ohne Leine laufen lassen usw. Aber ihn im Moment irgendwohin mitzunehmen ist fast schon eine Qual. Er ist nur wibbelig und bellt viel, besonders wenn er andere Hunde sieht, und inzwischen ist er auch schon 2mal beim spazieren abgehauen. Ich kann seine Aufmerksamkeit einfach nicht mehr so gut auf mich lenken wie am Anfang. Ich könnte jetzt auch noch viel mehr erzählen. Aber für den Anfang reicht das vielleicht. Ich hoffe ich höre mich nicht zu negativ an. Wir lieben diesen Hund. Ich will eigentlich nur wissen ob das eine Phase ist die vorübergeht oder ob
wir was falsch machen. icon_sad.gif


» User #985 schrieb:

Hi Rike,

dein Hund ist jetzt aus dem Babyalter raus, in dem er nur Mama hinterher rennt. Er ist nun in der "Pubertät" (Flegelphase) und da ist es ganz normal, dass einige Probleme auftreten. Er wird selbständiger und testet aus ...
Es ist wichtig, dass du jetzt nicht die Nerven verlierst oder resignierst, sondern in Ruhe, aber äußerst bestimmt und konsequent an der Erziehung weiterarbeitest.
Es ist schon mal gut, dass du eine Ausbildung mit ihm machst. Sprich mit dem Trainer und erkläre ihm dein Problem. Wenn er qualifiziert ist, wird er dir helfen, auf dein Problem eingehen und ggf. auch mal nur mit euch beiden ein paar Übungen machen.
Solche Phasen sind absolut normal, bei manchen Hunden mehr und bei anderen weniger stark ausgeprägt. Lass dich jetzt bloß nicht unterkriegen. Du darfst auf keinen Fall vor lauter Frust die Erziehung aufgeben. Ich kann zwar verstehen, dass man in solchen Situationen zur Resignation neigt, aber denke daran, wenn du jetzt stark bleibst, wirst du in Zukunft dafür belohnt. icon_wink.gif

Viel Energie, Nerven und Erfolg!

LG
Zwurbel


» User #1752 schrieb:

Danke schön Zwurbel, das baut mich auf. Heute nachmittag habe ich schon mit der Hundetrainerin telefoniert sie hat es so ähnlich gesagt. Heute abend gehen wir wieder in die Hundeschule. Sie sagt, das der Hund natürlich austestet wie weit er gehen kann und wir ihn zeigen müssen wo es lang geht.
Aber hier ein Beispiel: Wir sitzen draussen vor dem Restaurant, haben essen bestellt. Pablo sitzt unter dem Tisch, was ihn mächtig stinkt denn er würde lieber auf dem Tisch sitzen icon_smile.gif oder umherlaufen. Es kommt noch ein Paar mit Hund und setzt sich einen Tisch weiter. Jetzt fängt unser Hund natürlich an und macht Theater. Er bellt, jault und zieht mich fast vom Stuhl, weil er zu dem anderen Hund will (spielen). Die Leute rundherum schauen natürlich schon alle. Mein Mann ist dann aufgestanden und hat Pablo schnell nach Hause gefahren und kam dann wieder damit wir unser Essen noch beenden konnten.
Das war natürlich der einfachst Weg, aber ich kann doch nicht im Restaurant Hundeerziehung machen das nervt die anderen Leute. Aber eine Lösung ist das natürlich nicht, denn wir wollen Ihn ja eigentlich gerne mitnehmen.


» User #1392 schrieb:

Hallo Rike,
es gibt immer Situationen, wo es besser ist, den Hund zuhause zu lassen. Ich nehme Sammy auch gern immer mit, zumal ich es auch wichtig finde dass er sich in verschiedenen Situationen "ordentlich" zu verhalten lernt. Aber ein Hund am Nachbartisch... das würde bei uns auch nicht so toll klappen icon_eek.gif icon_wink.gif (je nachdem, wie der andere dann noch drauf ist). Ich denke, in so einem Fall habt ihr das einzig richtige getan.
Naja, und ruhiger wird er ja auch ( mit den Jahren, grins)
Viele Grüße
Sigi


» User #1365 schrieb:

Hallo Rike,
Mit neun Monaten kommt bei einem Junghund die Zeit wo er eben etwas Selbstbewusster wird und eben ab und zu lieber mal Seine Interessen verfolgt.
Beagles sind in der Regel verfressen, nutz das aus. Lieber bei den Fütterungen zu Hause etwas sparsamer und auch ein Fastentag, einmal die Woche kann nicht schaden. Dafür aber bei jedem Spaziergang Leckerlis mitnehmen. Für alles, was der Hund gut macht Loben und mit Leckerlis Belohnen. Versucht den Hund dazu zu bringen das er Positives Verhalten von sich aus zeigt um Belohnt zu werden.
Gruß Adrian


» User #44 schrieb:

Hallo, Rike,

kann Deine Niedergeschlagenheit verstehen, ging mir anfangs ähnlich. Wir haben unseren Rauhaardackel seit 10 Monaten, inzwischen ist er 15 Monate alt. Als ich gleich zu Anfang mit ihm in die Hundeschule ging, hatte ich noch die Illusion, in einigen Monaten einen gut erzogenen Hund aus ihm machen zu können, den Zahn haben sie mir dort gleich gezogen mit der Aussage, daß die Ausbildung eineinhalb bis zwei Jahre dauern wird.

Mittlerweile sind wir 10 Monate dabei, haben diverse Extrem-Flegelphasen und sonstige Schwierigkeiten hinter uns und werden vermutlich nochmal sechs bis acht Monate brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Ich kann nur sagen: Es lohnt sich, durchzuhalten!

Viele Grüsse

Pitú


» User #578 schrieb:

Hallo Rike,
nen Tip konkreten Tip kann ich Dir auch nicht geben, sind ja auch schon ne Menge hier von meinen Vorrednern aufgezählt worden.
Will Dich nur ein bischen aufbauen, indem ich Dir bestätigen kann, das das bei Deinem Wuff in dem Alter absolut normal ist. Ich dachte auch, jau, jetzt hab ich nen Welpen, den kann man noch "formen" icon_wink.gif Falsch gedacht! Am Anfang lief alles echt bestens, ich konnte ihn überall mit hinnehmen (Biergarten, Stall usw.), andere Hunde wurden beim Spazierengehen nur nett angeguckt. Er lief mir auch ohne Leine überall hinterher, hat supi auf Zuruf gehört.
Ha, und dann wurde der Hund so 7 Monate alt. Und Ende mit dem Hören und der Ruhe icon_wink.gif Wenn wir nun in den Biergarten gingen, wurde ich halb von der Bank gezerrt (einmal bin ich sogar mit ganzer Bank umgefallen icon_wink.gif ), andere Hunde wurden gnadenlos angebellt, die Ohren auf Durchzug! Ich habe auch die Welt nicht mehr verstande. Bis ich hier im Forum auch von anderen hörte, dass jetzt nun wirklich die Flegelphase/Pubertät losgeht. Ich arbeite jetzt mit einer Mischung aus Lob, Tadel und Ignorieren. Es wird auch besser, aber Rückschläge haben wir immer wieder, aber ich denke (und hoffe) mit der Zeit wirds besser. Und ich muss mich echt manchmal arg zusammenreissen, das ich nicht ausraste icon_wink.gif
Deswegen, wünsch auch ich dir viel Geduld und immer schön ruhig bleiben, irgendwann wird alles besser icon_smile.gif
Gruss, Ronchos


» User #1752 schrieb:

Vielen Lieben Dank für eure Zusprüche. Mir geht es schon viel besser, wenn ich weiss das es uns nicht allein so geht. Gestern abend waren wir wieder in der Hundeschule ( er hat nur dauergebellt ), aber heute war ein echt guter Tag. Ich muß Ihn ja auch mal loben. Er war sehr lieb heute und hat verhältnissmäßig gut gehört. Ich denke wir müssen auch inzwischen einfach die Spaziergänge bzw. Aktivitäten mit dem Hund erhöhen. Im Hinterkopf habe ich immer noch "nur nicht zuviel zumuten, er ist ja noch jung, wegen den Knochen und so". Fahrrad fahren und joggen soll er ja eigentlich erst ab 1 Jahr hat uns die Züchterin damals gesagt. Kleine Strecken fahren oder joggen wir aber schon mal damit er sich dran gewöhnt. Er hat auch Spaß dabei haben wir jedenfalls den Eindruck, und wenn wir Ihn mal so richtig fertig gemacht haben icon_wink.gif beim Spaziergang, klappt das mit dem hören auch besser.


» User #1365 schrieb:

@ Rike,
Kleine Strecken fahren oder joggen wir aber schon mal damit er sich dran gewöhnt. Er hat auch Spaß dabei haben wir jedenfalls den Eindruck, und wenn wir Ihn mal so richtig fertig gemacht haben beim Spaziergang, klappt das mit dem hören auch besser.

Zum einen solltet Ihr Euch schon an das halten, was Euch Die Züchterin gesagt hat. Ein Züchter hat Erfahrungen über Seine Rasse, den man meist vertrauen kann. Auch ich empfehle allen nicht vor dem ersten Lebensjahr mit dem Fahrradfahren zu beginnen.
Zweitens hört Euer Hund nach dem Er durch einen Spaziergang fertig ist nicht besser, Er macht nur weniger Fehler. Da Er schlapp ist, hat Er dann kein Interesse mehr an Potenziellen Ablenkungen.

Gruß Adrian


» User #1752 schrieb:

Hallo Adrian,
natürlich schleife ich den Hund nicht kilometerweit mit dem Fahrrad mit, ich meinte mit kurze Strecken zum lernen ungefähr 50- max. 100 Meter. Das sollte sich nicht so anhören als ob wir uns der Empfehlung der Züchtering widersetzen würden.Das mit dem Hören nach dem Spaziergang war auch eher augenzwinkernd gemeint, klar das der dann keine Lust mehr hat. Das
empfindet man dann manchmal nur als angenehm und wünscht sich das wäre öfters so. Haha.
Aber ich muss sagen, ich bin absolut zuversichtlich.
Ich habe sehr viel in diesem Forum nachgelesen und konnte mir das ein oder andere noch mitnehmen. Irgendwann sehnt man sich vielleicht sogar nach der Zeit zurück als der Hund noch agiler war. icon_smile.gif

Liebe Grüße
Rike