Haustiere

Gibt es Dominanz beim Hund?

» User #3470 schrieb:

charly hat folgendes geschrieben::
Hallo zusammen!

Ich denke, das große Problem liegt in der fehlenden eindeutigen Klärung darüber, was Dominaz eigentlich bedeutet. Selbst so anerkannte Persönlichkeiten wie Bloch, Mech und co. haben unterschiedliche Auffassungen darüber, was dominantes Verhalten eines Hundes bedeutet. Und so macht sich jeder selbst seine Gedanken darüber. Letztendlich bildet man sich selbst eine Meinung oder man übernimmt die Erklärung, die einem am Sinnvollsten und zutreffendsten scheint.

Aber merkwürdiger Weise haben alle Interpretationen über dominates Verhalten bei Hunden eine Gemeinsamkeit. Sie sind durchweg negativ behaftet und führen letztendlich immer zur Anwendung von Gewalt, sei es nun in Form von Schlägen, Anwendung von E-Geräten oder Korallen oder ähnliches.

Nun wie kommt das?

Im Wörterbuch steht, Dominanz heißt herrschen. Aha! Herrschen also. Daraus läßt sich schon mal der negative Touch ableiten.

Herrschen heißt aber eigentlich nichts anderes als Führen. Was für Fähigkeiten zeichnet einen guten Führer aus? Welche Eigenschaften muß also ein soziales Lebewesen besitzen, um die Führungsrolle übernehmen zu können?

Führer haben Vorbildfunktion. Sie müssen die Fähigkeit besitzen, Konflikte gewaltfrei lösen zu können. Hunde sind Meister der Konfliktvermeidung. Nur so bleibt die Funktion der Rudelgemeinschaft erhalten. Sie müssen also Lösungsstrategien entwickeln und anwenden können. Um die richtige Strategie zu finden, müssen Sie eine gewisse Intelligenz aufweisen und Entscheidungen treffen können. Natürlich müssen Sie auch ein gewisses Durchsetzungsvermögen besitzen um Ihre Stellung zu behaupten. Aber das läuft i.d.R. völlig Aggressionsfrei ab. Diplomatie ist erfolgreicher als Agression, denn bei Agression kann einer gewinnen - das stimmt. Aber beide können auch verlieren. Halbe Sieger sind beide bei beschwichtigten Konflikten, da keiner unterliegt. Sie haben keine Wunden zugefügt bekommen und sind psychisch stabil geblieben. Das vermeidet Folgekonflikte und die Sozialgemeinschaft bleibt nach außen stark. All diese Eigenschaften, die zur Erhaltung des Rudels wichtig sind, sind von Natur aus nicht negativ und sogar zum Überleben notwendig.

Doch wie bereits eingangs gesagt, endet dominantes Verhalten des Hundes aus Unwissenheit und Ignoranz der Hundehalter leider üblicherweise in der Anwendung von Gewalt. Gewalt ist jedoch immer die falsche Lösung. Gewaltanwendung ist die Kapitulationserklärung vor der eigenen Unfähigkeit Hunde zu erziehen. Und der Verlierer? Der Verlierer ist der Hund.

Viele Grüße
Charly



Ich verstehe nicht, warum immer versucht wird Hunde(Tiere im allgemeinen) zu vermenschlichen. Für uns Menschen sollte es erstrebenswert sein Konflikte ohne Gewalt lösen zu können. Doch im Tierreich sieht das doch ganz anders aus. Menschliche Konfliktlösungsstrategien bei Tieren sind doch nicht artgerecht!


» User #107 schrieb:

Jupp hat folgendes geschrieben::
Ich verstehe nicht, warum immer versucht wird Hunde(Tiere im allgemeinen) zu vermenschlichen. Für uns Menschen sollte es erstrebenswert sein Konflikte ohne Gewalt lösen zu können. Doch im Tierreich sieht das doch ganz anders aus. Menschliche Konfliktlösungsstrategien bei Tieren sind doch nicht artgerecht!


Hi Jupp,

es ist immer wieder erstaunlich, wie gerade diejenigen, die eine Vermenschlichung beklagen, in Wahrheit diejenigen sind, die menschliche Verhaltensweisen anwenden. Ihr (ich spreche jetzt mal im Plural all diejenigen an, die Deiner Meinung sind) seid es doch, die menschliche Hierachien in ein Hunderudel hineinprojezieren.

Wie sieht denn eine solche Hierachie aus? Chef, 1. Führungsebene, 2. Führungsebene ..., Fußvolk.

Und wie funktioniert so eine Hierachie? Die Aufgaben des Vorgesetzten müssen erfüllt werden, ohne irgendwelche Mitspracherechte oder Gestaltungsmöglichkeiten zu gewähren. In manchen Hierachien sogar Befehlsgleich (Befehl=Anweisung in schriftlicher, mündlicher oder sonstiger Form mit Anspruch auf Gehorsam). Und wenn es nicht so funktioniert, wird es auf verschiedene Wegen durchgesetz. Notfalls mit Gewalt.

Und das ist genau so, wie Ihr Euer Hunderudel führt. In einem Hunderudel ist das aber nicht so. Eine derartige hierachische Form, mit den entsprechendem zwanghaften Vorstellung zur Durchführung, kennt eine Rudelgemeinschaft nicht. Ich sprach lediglich von Eigenschaften, die ein soziales Lebewesen besitzen muß, um die Führungsrolle übernehmen zu können. Du aber sprichst von den Handlungen, die zur Erhaltung der menschlichen Hierachiestruktur vorgenommen werden. Und genau diese Handlungen übernehmt Ihr blind und wendet sie bei der Erziehung von Hunden an. Ich aber nicht. Also wer vermenschlicht hier was?

Viele Grüße
Charly

PS: Erläutere mal bitte jetzt konkret, was artgerecht bedeutet. Bitte nicht irgendeine Meinung, die sich irgendwann mal einer gebildet hat, sondern eine konkrete eindeutige Definition. Und bitte aus Hundesicht. icon_wink.gif


» User #3181 schrieb:

Hallo Charly,

ich kann dem, was Du geschrieben hast, inhaltlich nicht ganz zustimmen.

Ich halte es auch für möglich, dass Du zumindest einen Teil derer, an die Du Dein Posting adressiert hast (sehe mich ebenfalls mal als Adressaten icon_wink.gif ) nicht ganz richtig verstanden hast.

Denn wenn Du schreibst:
Zitat:
es ist immer wieder erstaunlich, wie gerade diejenigen, die eine Vermenschlichung beklagen, in Wahrheit diejenigen sind, die menschliche Verhaltensweisen anwenden. Ihr (ich spreche jetzt mal im Plural all diejenigen an, die Deiner Meinung sind) seid es doch, die menschliche Hierarchien in ein Hunderudel hinein projezieren.

Wie sieht denn eine solche Hierarchie aus? Chef, 1. Führungsebene, 2. Führungsebene ..., Fußvolk.

Und wie funktioniert so eine Hierarchie? Die Aufgaben des Vorgesetzten müssen erfüllt werden, ohne irgendwelche Mitspracherechte oder Gestaltungsmöglichkeiten zu gewähren. In manchen Hierarchien sogar befehlsgleich (Befehl=Anweisung in schriftlicher, mündlicher oder sonstiger Form mit Anspruch auf Gehorsam). Und wenn es nicht so funktioniert, wird es auf verschiedene Wegen durchgesetzt. Notfalls mit Gewalt.

dann trifft dies zumindest auf meine Sicht der Dinge nicht zu.
Die Hierarchiestrukturen, die Du ansprichst, die nämlich aus oberer Ebene, mehreren Stände-Ebenen und letztlich dem Fußvolk bestehen, (also praktisch General-Hauptmann-Gefreiter usw.) sind in der Tat typisch menschlich und haben mit dem Aufbau eines Wolfs- oder Hunderudels wenig zu tun. Denn es geht dem Menschen, das behaupte ich jetzt mal, zu guter Letzt in erster Linie darum, mit solchen Hierarchien dem eigenen Wohl zu dienen und sich Selbstbestätigung innerhalb der Gesellschaft zu verschaffen. Das ist zumindest heutzutage nicht mehr unbedingt überlebensnotwendig, gehört aber zu den elementaren Charakterzügen des Menschen hinzu, die m. E. nicht mehr zu leugnen und auch bei nahezu jedem Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt vorhanden sind. Jeder Mensch streichelt ab und an gerne sein Ego, und im übrigen werden auch schon Kleinkinder heutzutage auf das Rangdenken fixiert, das sich ja letztendlich meistens in beruflicher oder gesellschaftlicher Stellung, dem Einkommen, dem Intellekt, dem Aussehen oder was auch immer manifestiert.

In einem Wolfs- oder Hunderudel gibt es ebenfalls eine Hierarchie. Es gibt das Alphatier (bei Rüden und Hündinnen) und nachgeordnete Tiere, die ebenfalls auf verschiedenen Ebenen Plätze haben. Gleichgeordnete Tiere gibt es m. E. nicht, allerdings können gerade in Hundegruppen die Unterschiede in der Stellung minimal und aus menschlicher Sicht auch auf Anhieb gar nicht auszumachen sein. Dennoch gibt es unter zwei Hunden, auch wenn sie sich gut verstehen, immer einen, der im Zweifelsfalle bereit wäre, sich dem anderen unterzuordnen.

Allerdings sind die Gründe für diese Hierarchien unterschiedlich zu denen im menschlichen
Sozialleben: Im Wolfsrudel ist es in der Tat überlebenswichtig, dass jedes Tier einen festen Platz hat. Es kommt dabei nicht auf (sooft in Tierfilmen gebrauchte) Vokabeln wie Stolz, Ehrgefühl, Herrschaftlichkeit an. Das Faktum, das es dieses Ranggefüge gibt, dient aschlicht und ergreifend der Tatsache, dass es eine feste Ordnung geben muss. Denn Wölfe sind auf den Rudelverband angewiesen, um Jagderfolg zu haben. Das wiederum setzt voraus, dass der Verband auch über einzelne Jagden hinaus intakt bleiben muss. Das funktioniert aber nun mal auf Dauer nur, wenn klar ist, wer welche Position übernimmt, da bei einem Zusammenschluss von mehreren Lebewesen Konflikte vorprogrammiert sind, angefangen bei der Reihenfolge des Fressens bis hin zur Festlegung der Laufroute. Und es wäre nicht möglich, in Rudeln zwischen 5 und 30 Tieren zusammen zu leben, wenn jedes frei nach eigenen Ideen handeln würde; dann würde das Rudel schon daran zerfallen, das es keinen gemeinsamen Weg, keine gemeinsame Beute, aber auch keine gemeinsame Verteidigungsstrategie erarbeiten könnte.

Klar "diktiert" der Leitwolf nicht jedem anderen Tier, was es gerade zu tun und zu lassen hat. Er verwendet den über seine Position erlangten Einfluss nur dann, wenn es praktikabel ist, z.B. bei der Reihenfolge der Futteraufnahme, dem Recht zur Verpaarung oder eben der Führung des Rudels im eigentlichen Sinne; er bestimmt also die Richtung.
Wenn er seinen Einfluss für Menschen sichtbar geltend macht, mit Zähnefletschen Knappen, Nackenbiss etc., geht es eigentlich immer um die Demonstration seiner Position an sich. Er spielt seine Macht nur dann deutlich aus, wenn ein anderes Tier seine Situation gewollt oder ungewollt, verstärkt oder auch nur in einer generellen Situation, in Frage stellt. Dann aber klärt er mit den ihm gegeben Mitteln für alle Beteiligten ab, dass er das dominante (und stärkste) Tier ist und dass er 1. im Zweifelsfalle geltend macht, den bestimmenden Einfluss im Rudel auszuüben und 2. dass er die Vorrechte, die seine Position mit sich bringt, beansprucht (Futter, Paaren etc).
Wenn er diese Position nicht schnell oder vor allem entschlossen genug verteidigt, wird er sie verlieren, und jetzt greift wiederum ein nicht-menschlicher Zug: Er verliert nicht nur die Nummer 1, sondern verliert den Rückhalt im gesamten Rudel und wird letztlich ausgestoßen.

Das Rangdenken ist somit im Erbgut der Hunde verwurzelt, wenn auch nicht mehr in gleichem Ausmaß wie bei ihren wilden Vorvätern. Wenn man nun mit seinem Hund artgerecht kommuniziert, dann heißt das meiner Meinung nach Folgendes:

Man darf seine überlegene Stellung nicht missbrauchen, um einen Hund willkürlich, auch im Rahmen der Ausbildung, zu beliebeigen Handlungen zu bewegen, die er dann noch nicht einmal versteht. Ausbildung hat mit dem Rudelgedanken nichts zu tun.

Aber es ist ungemein wichtig, dass der Hund ein Alpha-Wesen " hat und auch anerkennt, solange er nicht selbst diese Rolle übernimmt (in der Praxis hin und wieder der Fall, dann wird es bei entsprechend großen Hunderassen durchaus hin und wieder auch gefährlich). Es liegt aber denn nun mal in der Natur des Hundes, entweder selbst eine Führungsposition anzustreben oder aber sich einem anderen Wesen rangmässig unterzuordnen. Das setzt aber voraus, dass da ein Wesen ist, dem er sich unterordnen kann. Das setzt, wie Du ja auch geschrieben hast, voraus, dass dieses Wesen zur "Alpha-Rolle" befähigt ist. Aber der Hund kann diese Befähigung eben nur erkennen (und auch infolgedessen nur anerkennen), wenn sie ihm mit "sprachlichen" Mitteln, die er auch selbst anwenden würde, verständlich und konsequent vermittelt wird. Das heißt, dass er in den Situationen, in denen er die Rudel-Führerschaft des Menschen anzweifelt, auf seinen Rang verwiesen erden muß. Wie das nun im Einzelfall geschieht, ob mit bösem Blick oder drohender Stimme bei dem einen Hund,
wo der andere auch schon mal erst nach einem Klaps oder, wenn er bereits gebissen hat, schlimmstenfalls nach einer Ohrfeige die Stellung des Menschen akzeptiert, das hängt vom Einzelfall ab. Gewalt im eigentlichen Sinne ist, wie bei Wolfsrudel auch, nur dann nötig, wenn ein „krasser“ Verstoß gegen die Stellung des Menschen erfolgt ist. Dabei ist meistens dann schon ein Verhalten des Menschen vorausgegangen, dem der Hund entnehmen konnte, dass der Mensch sich im Zweifelsfalle gerade nicht durchsetzen können würde, sonst hätte er seiner Natur nach diesen Vorstoß nicht unternommen.

Daher denke ich schon, dass das Verständnis der Hunde und ihres Sozialgefüges auch die Bereitschaft bedingt, sich ihnen gegenüber entsprechend zu verhalten. Natürlich wird, wie ich andernorts schon ausgeführt habe, bei einem konsequent erzogenen Hund die Notwendigkeit, die Dominanz in aller Härte abzuklären, nicht bestehen. Aber dass es Dominanz gibt und dass der Mensch sich darauf einlassen muss, wenn er, wie Jupp geschrieben hat, artgerecht mit dem Hund kommunizieren will, das steht für mich außer Frage.

Dennoch bin ich Kritik gegenüber offen; schließlich wollen wir ja hier auf sachlichem Wege Meinungen austauschen und vergleichen.

Mit freundlichen Grüssen

Duro


» User #1840 schrieb:

Da gibt es mal wieder nix hinzuzufügen duro super erklährt.

man kann einen hund nicht mit einem kind vergleichen einem kind kann man erklären warum es was nicht tun darf einem hund muss man es eben zeigen. das Hunde nicht gewalt anwenden ist ebenso quatsch sieh dir doch mal an was ab geht wenn die alphastellung in frage gestellt wird. da ist es manchmal auch nicht mit beiß´hemmung getan denn es kommt schon zu verletzungen die manchmal nicht unerheblich sind wenn es sich um annährend gleich starke kontrahenten handelt.klar versucht jedes lebewesen gewalt aus dem weg zu gehen denn das risiko einer eigenen verletzung die dann je nach schwere auch den tod bedeuten kann. klar es kommt nicht nur auf körperkraft sondern auch auf intiligenz an. aber auch im wilden hunderudel gibt es gewalt denn da wird nicht geredet. habt ihr euch mal mit dem omega befasst der wird von den anderen oft gemobbt also zum stressabbau verwendet das ist u. a seine funktion und da kommt auch gewalt zum ausdruck und der omega geht dennoch zum alpha wenn es gewünscht ist. es wird zb nach einem rangkampf wieder das vertrauen hergestellt und zwar duch lecken der mundwinkel des alphas zeigt der andere seine unterlegenheit an so wird der verband wieder gefestigt. es ist schade das viele leute die hunde mit menschen vergleichen und so behandeln. zwang ist bei rangproblemen das mittel nr 1 denn was macht denn der alpha wenn zb einer sich beim fressen vordrängelt es wird erst geknurrt wenn er dann nicht geht wird er verjagt da sagt der alpah auch nicht liebes rudelmitgleid lass mich bitte zuerst fressen sondern er sagt eher um es mit menschl worten zu sagen lass mich fressen oder du bekommst ärger mit mir.

bye basti


» User #3181 schrieb:

Hi Basti,
hab nur noch 2 Anmerkungen:
1. Du hast natürlich vollkommen recht, das Wichtigste an dem "wölfischen System" ist, dass jedes Tier weiss, dass es im Rahmen der Hierarchie nichts weiter zu befürchten hat, wenn es sich an bestimmte Regeln hält, und dass alle Tiere darauf achten, dass innerhalb der Gruppe zwischen allen Tieren ein vertauensgeprägtes Verhältnis herrscht.
genseitige Respektbezeugungen (an der Schnauze lecken usw) sind ebenso wichtig wie die Nähe der Tiere untereinander; so erklärt auch auch, dass Tiere im Verband einer festen Rangordnung trotzdem gerne miteinander "kuscheln".
2. Den kursiven Text oben bitte als nicht-kursiv lesen, war ein Unfall... icon_wink.gif ...wurde zwischenzeitlich korrigiert
Viele liebe vorweihnachtliche Grüsse
Duro


» User #3568 schrieb:

Hallo,

meiner Meinung nach gibt es Dominanz bei Hunden wie auch bei Wölfen. Dies kann man in zahlreichen Hundebüchern nachlesen. Auch haben sich viele Wissenschaftler damit beschäftigt und sind zu demselben Ergebnis gekommen (u.a. Angela Rixon,Gino Pugnetti,Ludek J. Dubroruka). Das dominante Tier ist in der Regel der Leitwolf, dem sich die anderen Wölfe unterwerfen müssen, denn sonst kommt es zu einer Beißerei, die auch tödlich enden kann icon_sad.gif
Ähnlich ist es auch bei Hunden. Sie legen die Rangordnung durch eine Beißerei fest, die allerdings in der Regel nur wenige Sekunden dauert.
Es gibt auch Hunde, die das nicht tun, weil sie entsprechende Charakterzüge haben; es gibt aber eben auch welche, die so veranlagt sind, dass sie eine dominante Stellung abstreben.

Bis zum nächsten Mal
Sabanne


» User #3568 schrieb:

Hallo,

meiner Meinung nach gibt es Dominanz bei Hunden wie auch bei Wölfen. Dies kann man in zahlreichen Hundebüchern nachlesen. Auch haben sich viele Wissenschaftler damit beschäftigt und sind zu demselben Ergebnis gekommen (u.a. Angela Rixon,Gino Pugnetti,Ludek J. Dubroruka). Das dominante Tier ist in der Regel der Leitwolf, dem sich die anderen Wölfe unterwerfen müssen, denn sonst kommt es zu einer Beißerei, die auch tödlich enden kann icon_sad.gif
Ähnlich ist es auch bei Hunden. Sie legen die Rangordnung durch eine Beißerei fest, die allerdings in der Regel nur wenige Sekunden dauert.
Es gibt auch Hunde, die das nicht tun, weil sie entsprechende Charakterzüge haben; es gibt aber eben auch welche, die so veranlagt sind, dass sie eine dominante Stellung abstreben.

Bis zum nächsten Mal
Sabanne


» User #9177 schrieb:

Dominanz ist doch auch eine gewisse Ueberlegenheit des Leittieres und ist somit wichtig dem Rest des Rudels Sicherheit zu geben. Ist es nicht ein bisschen wie bei den Pferden? Die können Dominanz und Vertrauen jedenfalls nicht trennen. D.h., dem sie vertrauen, unterwerfen sie sich und dem dem sie sich unterwerfen, vertrauen sie. Und das bedeutet Sicherheit.
LG, Chantal


» User #4762 schrieb:

Hallo!
Also bin ich der dominante Leithund! Na, da bin ich doch auf der Stelle, wo ich hin will.
Bei den Wölfen, um auf dieses Beispiel zurück zu kommen - ja die Alphas strahlen eine gewisse Präsenz aus. Sie leiten ihr Rudel durch alle Lebenslagen und haben einige Privilegien.
Gesteh ich dies meinen Hund zu, ist er aber in diesen Moment Leithundi und ich...?
Liebe Grüße Michi


» User #3194 schrieb:

Ich denke man sollte einen Alpha nicht auf seine Privilegien festglegen, sonst kommt wieder die Gleichung:
Alpha = erstrebenswert und tolles Leben
Darunter = armer bedauernswerter Sklave, der immerzu unterdrückt wird, keine Rechte hat und ein besch... Leben.
Aber Alpha zu sein ist gar nicht für alle Lebewesen so ertstrebenswert, selbst wenn die Hunde uns testen, ob wir dieser Stellung gerecht werden. Alpha zu sein bedeutet nicht besonders viele tolle Prievelegien zu haben, sondern auch viel Verantwortung und Arbeit.
Ist doch manchmal viel bequemer nicht immer Alpha zu sein. (mein jetzt die Mensch/Mensch Beziehungen).
Für den Hund ist es für mich so: Bin ich ein guter Alpha kann er entspannt sein Leben genießen, weil er sich auf mich verlassen kann. Muss er diese Aufgabe übernehmen, dann ist er überfordert.


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