Haustiere

Jetzt ist es soweit - auf dem Kicker

» User #12268 schrieb:

Hallo Freunde icon_biggrin.gif

Randinfos:

Ich halte einen Mischlingshund (Husky/Münsterländer) seit Welpenalter. Der ist mitlerweile 9 Jahre alt, und hat:
- mehrfach die Begleithundprüfung gemacht.
- Ist über 40cm hoch und auch über 20Kg schwer
- Gechipt
- Geimpft
- Bei der Steuer gemeldet
- Bisher nicht negativ aufgefallen

Der gute ist in zwei Haushalten daheim, einmal in meinem und dann noch in dem meiner Schwester. Angemeldet ist er auf mich.

Probleme:

1) Hundesteuermarke icon_sad.gif
2) Beißvorfall icon_mad.gif
3) Sachkundenachweis


zu 1)

Meine Schwester ist mit dem Hund auf der Straße angehalten wurden und hatte keine Hundesteuermarke dabei. Nun habe ich ein Schreiben der Stadt Köln bekommen, in welchem dies als Ordnungswidrigkeit vorgewurfen wurde und möchte von mir nun folgende Stellungnahme dazu haben.

a) wird der Verstoß zugegeben (ja/nein)
b) falls nein, aus welchen Gründen?


warum schicken die mir sowas, ich war doch nicht mit dem Hund draussen? was soll ich denen denn dazu schreiben? Soll ich mich überhaupt darauf melden? Welche Konsequenzen erwarten mich?


zu 2:

Ein Junge (11) hat das Haus, in dem meine Schwester wohnt trotz Verbot betreten und wurde von meinem Hund 'angeblich' gebissen (ich war nicht dabei). Nun steht das Amt wieder vor der Türe, hat sich erstmal daran gestört, daß das Tier nicht gemeldet ist. Gut, da haben wir mit dem Bearbeiter einen Termin vereinbart und das nachgeholt. Dann kam eine Aufforderung, daß der Hund auf Gefährlichkeit überprüft werden muss, vom Veterinärsamtsartz Köln-Ehrenfeld. Auch das habe ich gemacht. Eine Dame kam dazu bei mir vorbei und hat sich den Hund angesehen, dann sind wir noch ne Runde spazieren gegangen und sie hat das Verhalten des Hundes beobachtet. Ergebnis: Hund absolut ungefährlich!

Die Mutter des besagten Jungen hat derweil eine Anzeige gegen meine Schwester erhoben, wegen Körperverletzung, hat einen Anwalt eingeschaltet, der vorab schonmal 1000,- EUR Schmerzensgeld fordert und das Amt nervt mich ein wenig mit seinen Überprüfungen und Briefen.

Wie soll ich mich weiterhin verhalten, was habe ich noch so zu erwarten?


zu 3:

Was soll das sein, Sachkundenachweis? Warum soll ich sowas machen. Reicht es nicht, wenn meine Schwester sowas hat?


» User #1995 schrieb:

so wie du es schon gesagt hast, er ist auf DICH angemeldet, also mußt du auch beweisen das der hund ok ist.
bei deiner schwester ist er ja nur zu besuch.

die behörden gehen davon aus das man einen hund nicht teilen kann und ziehen immer den besitzer, bei dem der hund gemeldet ist in dem fall dich, zur rechenschaft.
da kannst du dich winden wie du willst, da mußt du durch.

hast du einen wachhund, muß dies auch gemeldet sein und du bist vepflichtet dies mit hinweisschildern an dem grundstück anzuzeigen.

hast du es nicht beim ortnungsamt gemeldet, muß schmerzensgeld gezahlt werden.
dann läuft dein hund als stink normaler hund wie jeder andere und der hat einfach nicht zu beißen, grundstück hin oder her.


» User #10054 schrieb:

Also, der Reihenfolge nach:

Ordnungswidrigkeit wegen nicht Tragens der Hundemarke: Zugeben - ja - (weil er trug ja keine). Einspruch einlegen: Begründung: Hund ist angemeldet da und dort... Als Beweis Kopie des Steuerbescheides beifügen. In Zukunft: Steuermarke am Halsband des Hundes belassen.

Du kannst auch vorsorglich Widerspruch einlegen und Fristverlängerung beantragen. Dann gehst Du zu einem Anwalt und lässt Dich fachkundig beraten.

Warum die Stadt Köln Dir das Schreiben schickt ist einfach, Du und nicht Deine Schwester bist Halter des Hundes und somit auch für ihn verantwortlich.

Auf das Schreiben der Stadt Köln musst Du auf jeden Fall reagieren, weil die Behörde Dich unter umständen auch mit einem Zwangsgeld belegen kann. Sie hat auch weitere Mittel, aber das hier alles auszuführen ginge zu weit.

Was soll das heißen, Dein Hund hätte "angeblich" ein Kind gebissen. Ganz offensichtlich muss es ja wohl so sein, sonst hätte die Mutter des Kindes keinen Anwalt eingeschaltet und die Behörde wäre auch nicht tätig geworden. Es müssen also sehr stichhaltige Argumente da sein, die beweisen, dass Dein Hund zugebissen hat. Ob der Hund oder der Junge Schuld hat oder nicht steht auf einem anderen Blatt.

So. Zunächst mal zur Zuständigkeit. Haftbar gemacht wirst Du und zwar in Eigenschaft als Halter des Hundes. Jetzt wäre es sehr sinnvoll, wenn Du eine Hundehalterhaftpflichtversicherung hast. Falls nicht, kann es unter Umständen für Dich teuer werden.

Dass das Amt jetzt einen Sachkundenachweis (ist wohl der sogenannte Hunde-Führer-Schein) damit gemeint und einen Wesenstest verlangt ist zu verstehen. Schließlich muss überprüft werden, ob Dein Hund gefährlich ist oder nicht.

Das zuständige Ordnungsamt wird Dir sicherlich sagen können, wo Du diese Test absolvieren musst.

Dass Deine Schwester einen Sachkundenachweis hat ist schön für sie. Doch Du bist/warst zum Zeitpunkt des Vorfalles Eigentümer des Hundes (er ist ja auch auf Dich angemeldet) und hast somit selbst diesen Nachweis zu erbringen.


Sei mir nicht böse, aber Du kommst mir ein bisschen naiv vor. Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber volljährig musst Du wohl sein, sonst könntest Du keinen Hund anmelden.

Ich kann Dir jetzt nur Folgendes raten:

Such schnellstmöglich einen Anwalt auf und lass Dich ganz ausführlich beraten, bevor Du irgendwelchen Unsinn anstellst und der Hund vielleicht wegen Deiner "Dummheiten" noch ins Tierheim muss.

Gruß Taron


» User #10054 schrieb:

Ach ja, hatte ich noch vergessen, bezüglich Sachkundenachweis usw. Findest Du hier im Forum einige sehr wichtige Postings.

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