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Nachrichten - Beißunfall in Berlin ... Hundeführerschein

» User #1995 schrieb:

zynismus ist hier nicht angebracht, denn..

wenn sich jeder seinem/einem hund gegebüber so verhalten würde, wie es angebracht ist,bräuchte man nicht nach gesetzen schreien.

der mensch müßte eigentlich noch mehr an führerscheinen und prüfungen machen, so lange bis er wirklich lernt, das ein tier ein lebewesen ist und soweit wie möglich artgerechte haltung und erziehung braucht.

aber leider schaffen sich die meisten menschen immer noch einen hund an, weil sie es toll finden eine "gefährten" zu haben, weil nachbar schmitz auch einen hat, ein hund schließlich einfach zu einer familie gehört und es außerdem toll ist, wenn ich mit einem großen hund daher komme.


und genau diese leute sind eine schande für den rest der hundehalter, weil die "guten" automatisch mit in verruf kommen, auch wenn die ihre hunde richtig erzogen haben.

deshalb verstehe ich nicht, das man dagegen wettert.
ICH bin bereit zu zeigen das ich einen gut erzogenen hund habe, mit dem ich überall hin kann. und ICH möchte auch das mein hund auch mal ohne leine laufen darf, ohne das ich ein schlechtes gewissen vor ämtern haben muß und weil es tierquälerei ist wenn ein hund sein leben an der leine fristet, vor allem dann die stadthunde, nur weil herrchen oder frauchen egoistisch ist.

MIR ist mein hund soviel wert, das ich es ihm ermöglichen will das er halbwegs sein bewegungsdrang ausleben darf. und wenn ich jetzt kein geld habe, dann spare ich eben was das zeug hält. oder gehen die wenigsten des geldes wegen zum ta?


» User #8250 schrieb:

Also janos, das ist ja vielleicht ganz witzig, aber doch recht verharmlosend.

Der 8-jährige Volkan in Hamburg wurde weder von Kaninchen noch von Zierfischen getötet, sondern von freilaufenden Hunden, deren Besitzer sie nicht im Griff hatten. Vergiss das mal bitte nicht.

Solange solche Dinge passieren, und sie passieren noch immer und zu oft, sollten Lösungen gesucht werden, die dabei helfen, diese Vorfälle zu verhindern.

Und diese Lösungen sollten auch mit hohen Geldstrafen verbunden sein, damit es richtig weh tut. Immer noch besser als wenn sich der Gesetzgeber irgendwann gezwungen sieht, große Hunde ganz zu verbieten...


» User #3523 schrieb:

@Anakin
Zitat:

Der 8-jährige Volkan in Hamburg wurde weder von Kaninchen noch von Zierfischen getötet, sondern von freilaufenden Hunden, deren Besitzer sie nicht im Griff hatten. Vergiss das mal bitte nicht.

selbstverständlich nicht, aber scheinbar hast Du völlig vergessen, dass er in erster Linie deshalb starb weil Behörden bereits bestehenden Handlungs-/Reglementierungsspeilraum gegenüber den Haltern bereits lange im Vorfeld nicht nutzten.

Und hattest nicht genau Du geschrieben:
Zitat:

Dieser Hundeführerschein ist ja dafür gedacht, daß Besitzer großer Hunde etwas mehr Verantwortung übernehmen.

Wenn ich mich an die Bilder in den Medien von damals erinnere, dann sehe ich relativ kleine Hunde.
Der Hundeführerschein soll ja eben nicht, wie Du es formulierst, "zu etwas mehr Verantwortung" beitragen, sondern sicherstellen das Personen mit etwas "etwas weniger Verantwortungsbewusstsein" gar keinen Hund mehr halten können, damit keine Unfälle mehr passieren können ... icon_wink.gif

Zitat:

zynismus ist hier nicht angebracht..

aber sicher, wie gesagt, Ich selber hätte nichts gegen einen Hundeführerschein, glaube aber nicht wirklich, dass er durchführbar ist.

Grüsse


» User #8250 schrieb:

es gibt nur einen weg, das herauszufinden...

allerdings nutzt es nicht viel, wenn einer dann kontrolliert wird, und ein bußgeld von 20 € bekommt.

das müßten dann schon 200 € sein.

ich finde das ist genauso wie mit den rasern auf der autobahn. bußgeld von 50 € juckt doch keinen...


» User #1995 schrieb:

gehe mit anakin konform, doch...

wenn ich erwischt werde den hund frei laufen lasse, keinen HF habe uhd 200 euro löhnen soll, was ist dann wenn ich es einfach nicht zahlen kann?
sich die situationen häufen? da kann ein schönes sümmchen zusammenkommen.

was macht man dann?
den hund konfessieren? oder er wird beim ersten mal gleich selber vom besitzer in TH gegeben, weil man das geld nicht hat?
wird letztendlich nicht der hund als solches bestraft?


wird wohl nicht einfach werden, alles unter einen hut zu bringen.
wobei der hund gut bei weg kommt.


» User #10863 schrieb:

Das der HF vielleicht nicht unbedingt der Weisheit letzter Ratschluß ist, darüber muß man nicht unbedingt reden, doch bei all den unsinnigen Ideen die diesbezüglich in den letzten Jahren durch die Medien gegeistert sind, find ich den HF wirklich nicht übel, Zynismus hin oder her, wie würdet Ihr es denn handhaben, welche Alternativvorschläge hättet Ihr denn?
Und wo genau liegt Euer Problem mit dem HF, ist es das Geld oder die Tatsache an sich, oder spezielle "Prüfungsleistungen" die evt. verlangt werden würden?

Liebe Grüße
KIWI icon_biggrin.gif


» User #1995 schrieb:

also ich habe null probleme mit dem HF, meinem hund zuliebe.


» User #3523 schrieb:

Zitat:

Und wo genau liegt Euer Problem mit dem HF, ist es das Geld oder die Tatsache an sich, oder spezielle "Prüfungsleistungen" die evt. verlangt werden würden?

Meiner Meinung nach ist es eben schlussendlich wohl eher das finanzielle Problem, nicht das der Halter, sondern das der Länder bzw. Kommunen.

Hundeverordnungen sind doch wenn ich richtig informiert bin Ländersache, und die gibt es doch bereits, und die Kommunen erheben bereits jetzt schon fragwürdige Beträge über die Hundesteuer.

Diese Gelder sind eben nicht zweckgebunden, wieso sollte es dem Erlös aus Hundeführerschein et. al. anders gehen? Abgesehen davon dass von der zweckgebundenen Verwendung für Kontrollern diese auch flächendeckend durchgeführt werden müssten.

Die Länder in Deutschland haben sicher ganz andere finanzielle Probleme...

Woher kommt eigentlich die Annahme, dass alles besser wird wenn nur der Staat endlich mehr Gesetze und Verordnungen verabschiedet?

Die grössten Probleme/Tragödien, fast täglich in den Medien nachzulesen, ereignen sich eben genau dann, wenn Behörden ihren Auftrag mit Ermessensspielraum ausführen können, bzw. wenn dort jemand anfängt nachzudenken.

Werden Verordnungen aber kurz und knackig 1:1 umgesetzt ist es eben auch wieder nicht richtig, da man plötzlich Härtefälle/Ausnahmen entdeckt, die Personengruppen benachteiligen könnten.

Sehr oft kann man feststellen dass besonders in der Politik keine Weitsicht für evtl. Spätfolgen vorhanden ist, dann sollten sich zumindest diejenigen, die immer am lautesten nach diesen Verordnungen schreien, der Konsequenzen für sich und andere vollumfänglich bewusst sein...

Und Vermeiden kann man solche Tragödien eben in erster Linie dadurch, dass man Aufklärungsarbeit leistet, und die Instrumente, die bereits existieren zielgerichtet anwendet.

Grüsse[/u]


» User #10863 schrieb:

Das die Behörden in HH sicher nicht korrekt reagiert heben, steht völlig ausser Frage, auch das bereits Verordnungen existieren die nicht in dem Umfang durchgesetzt werden wie sie könnten ist klar, allerdings habe ich das Gefühl die bereits existierenden Verordnungen und Regelungen ( ich laß mich da gern belehren, denn ich habe da nicht den völligen Überblick) das Pferd buchstäblich von hinten aufzäumen, also wenn das Tier schon auffällig geworden ist. Der HF könnte präventiv wirken (hoffe ich).
Aufklärung ist ne tolle Sache, aber leider geht eine Aufklärung die nicht unter Zwang abgeht, in zumindest diesem Land, voll an der eigentlichen uninformierten und informationsunwilligen Zielgruppe vorbei. Ich finde das gerade ein HF, eine ganze Menge Aufklärungsarbeit leisten kann, sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht. Auch über die zu erwartenden Konsequenzen könnte man im Zuge des HF´s vollumfänglich aufklären.
Eine andere Sache ist die, dass man auch damit sicher nicht diejenigen Hundehalter erreicht, die sich am Rande der Legalität oder darüber hinaus aufhalten und die mit Sicherheit das Hauptproblem darstellen, aber vielleicht vermittelt der HF den Nichthundehaltern hier ein gewisses Sicherheitsgefühl und so manchem Hundehasser würde damit vielleicht ein wenig der Wind aus den Segeln genommen.
Zusätzlich sehe ich da eine gewisse Chance, einige der verschrieenen "SoKa"-Rassen zu rehabilitieren, denn ich glaube das gerade unter den Haltern dieser Rassen ne´ganze Menge sind, die ohne Probleme den HF ablegen könnten und sicher liebend gerne anderen Menschen beweisen würden, dass Ihre Tiere nicht die aggressiven Beisser sind als die sie immer dargestellt werden.
Kurz ( witzig nach dem Roman icon_confused.gif ) vielleicht ist der HF ne´echte Chance!

Grüßles die
KIWI icon_biggrin.gif


» User #4693 schrieb:

Mal ´ne Frage:
(weiß nicht, ob das schon geschrieben wurde)

Welche Anforderungen werden an den Hund gestellt bei so einer Prüfung?

Weil, wir haben einen Neufundländer. Der hat eine...na sagen wir mal...ziemlich lange Leitung.
Er gehorcht zwar (minimaler Grundgehorsam: sitz, platz, Fuß), aber mit der dem Neufundländer typischen Gelassenheit. Er mag Kinder, verträgt sich normalerweise mit anderen Hunden, zieht nicht an der Leine. Mit "Fuß" kann ich in im Prinzip aus jeder Situation abrufen oder zu mindest "abbremsen". Bis er dann bei mir ist, dauert es aber ein Weilchen. Er kommt dann eben nicht angeflitzt, sondern langsam angeschlendert.
Das mit dem "Fuß" hat er sich selbst so ausgesucht. Ursprünglich sollte "Fuß" nur bedeuten, dass er neben mir laufen soll (also "bei Fuß"). Heranrufen wollte ich ihn eigentlich mit "Komm". Das hat aber nie funktioniert. Für ihn hat "Fuß" eine Doppelbedeutung: herankommen und bei Fuß laufen. Komisch, wa? Na ja, ist eben ein ziemlicher Dickschädel.

Blöde Situationen erlebt man mit ihm eigentlich nur, wenn er an der Leine ist und von einem anderen Rüden "angemacht" wird. Dann wird er auch sauer. Ich kann ihn aber trotzdem halten bzw. wenn ich das Gefühl hab, die Situation gerät außer Kontrolle, kann ich ihn sitzen oder abliegen lassen. Dann ist von seiner Seite wieder Ruhe. Die Aggression ist aber noch nie von ihm ausgegangen.

Was er noch nicht mag: wenn ihn fremde (Männer) anglotzen, dann hat er manchmal schon angefangen, zu brummen. Das ist aber mit der Zeit auch schon selten geworden. Als kleiner Pipel hat er das regelmäßig gemacht. Er ist jetzt knapp 3 Jahre alt.

Kein Vergleich mit einem Hundesportplatz-ausgebildeten Schäferhund. Aber dennoch kontrolierbar.

Hätte man mit so einem Hund Chancen, so eine Prüfung zu bestehen?

PS: Noch was kann er auf Komando: Pfote geben und freundlich-feuchte Küsschen verteilen. icon_biggrin.gif Aber ich vermute mal, das ist nicht Bestandteil einer solchen Prüfung icon_sad.gif


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