Haustiere

Wie denkt mein Hund?

» User #982 schrieb:

Hallo!

Also ich vermeide die Verknüpfung "Heranrufen-Anleinen" so,indem ich meine Hunde beim Spaziergang auch öfter mal einfach so rufe. Ich lasse sie herankommen,lobe sie oder spiele kurz mit ihnen,oder lasse sie einfach mal kurz absitzen,dann können sie wieder laufen.

So wissen sie dann nicht,ob sie angeleint werden oder nicht.
Obwohl man die Tiere ja nicht täuschen kann. Wenn ich gut bekannte Routen laufe,bleibt mein "Älterer" Hund von selbst genau an der Stelle sitzen,an der ich ihn auch meist anleine. Natürlich wird er dafür dann auch belohnt.

Viele Grüße
Jana & die "Russel"bande


» User #1311 schrieb:

Hallo Adrian
Das gibts natürlich auch,wenn jemand seinen Hund für zu spätes zurückkommen bestraft, dies ist auch ein sehr gutes Beispiel hier wird der Hund ins Meideverhalten gezwungen, weil er nicht verstehen kann wofür er bestraft wird. Trotzdem habe ich schon Hunde beobachtet,wo seine Bezugsperson gar nicht in der Lage wäre ihren Hund ins Meideverhalten zu versetzen,im Gegenteil, hochen Hauptes zieht sein Hund fast grinsend neben seinem Führer vorbei!
Gruss Roli


» User #985 schrieb:

Hi Roli,

mein Hund verbindet mit der Leine scheinbar nichts negatives, bleibt eher still stehen, wenn man ihm die Leine oder das Halsband anlegen will.

Vielleicht könnte man solche Probleme folgendermaßen "bekämpfen" bzw. vermeiden:

Dem Hund grundsätzlich vor dem Rausgehen Halsband und Leine anziehen, damit er weiß "Aha, wenn Halsband und Leine kommen, dann darf ich raus *freu*". Dann erst ein Stück an der Leine laufen lassen, bevor er frei laufen darf. Während des Freilaufs öfter mal zu sich rufen und ausgiebig loben, aber nicht bzw. nur ab und zu kurze Zeit anleinen, dann wieder Freilauf. Evtl. könnte man hierzu auch eine lange Laufleine benutzen, damit er sich durch eine Leine nicht generell eingeschränkt fühlt.
Des weiteren darf die Leine natürlich NIE als Strafmittel (Drohen, Schlagen) benutzt werden oder wortlos daran rumgezerrt werden, anstelle den Hund durch Kommandos zu korrigieren (z.B. "langsam" wenn er zieht).

Wie gesagt, habe ich diese Probleme zum Glück nicht (man muss ja nicht alle haben icon_wink.gif ), aber ich könnte mir vorstellen, dass dies eine Möglichkeit zur Verbesserung wäre.

Liebe Grüße
Zwurbel


» User #1311 schrieb:

Hallo Zwurbel
Ich bin da genau gleicher Meinung, so wie du beschrieben hast kann der Hund keine negative Verknüpfung mit dem anbinden machen,was die lange Leine betrifft habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht,ich nehme da sogar eine 25 m lange Schnur und lasse meinen Hund auf der Wiese umhertollen, so lernt mein Hund im spielen das auf Distanz auch eingewirkt werden kann,sei es fürs zurückkommen oder ein Ablegen auf Distanz.
Gruss Roli


» User #44 schrieb:

roli hat folgendes geschrieben::
Meine Frage: Wie regelt ihr diese, nicht gewollte Verknüpfung?


Von ungewollten Verknüpfungen kann ich auch ein Lied singen! Hatten das Thema gerade neulich in der Hundeschule, es ging darum, dem Hund abzugewöhnen, daß er Leckerli von Fremden nimmt oder auch ausgelegte Leckerli. Anfangs lagen die Leckerli auf einer umgedrehten orangenen Frisbeescheibe und alle liefen mit ihren Hunden vorbei, wobei der Hund eben nicht zugreifen sollte. Nachdem alle Hunde das begriffen hatten, wurden die Leckerli einen halben Meter weiter in's Gras gelegt und schon dachten alle Hunde, nun sei das Fressen wieder erlaubt!
Offenbar hatten sie das Verbot erstmal nur mit der Frisbeescheibe verknüpft und waren nun baß erstaunt, dass Leckerli im Gras ebenfalls tabu sind.

Letztlich war die Methode eben die, den Hunden in Folge Leckerli ganz unterschiedlich zu präsentieren: Auf der Frisbeescheibe, im Gras, auf Asphalt, aus der fremden Hand etc. und immer war es tabu, das Leckerli ohne Aufforderung zu nehmen, so daß jedem Hund irgendwann klar wurde : Das Leckerli selbst ist tabu!

Viele Grüsse

Pitú


» User #1156 schrieb:

funktioniert bei mir genau so lange, wie ich meinen kleinen im blick habe. stöbert er allein durch ein gebüsch und findet da was leckeres, ist leider alles gelernte vergessen icon_sad.gif


» User #1995 schrieb:

Da hab ich doch auch mal eine Frage. Hallöchen alle!

mein Hund hat bis vor 2 Monaten immer Streicheleinheiten und liebe Worte am Zaun bei uns bekomen, von den leuten hier im Ort. Jetzt wo er eine "männliche" Stimme hat und er nicht mehr der süße Welpe ist, gehen sie einfach vorüber.
Meiner Meinung nach versteht er nicht, warum er jetzt nicht mehr beachtet wird und es war auch mein Fehler es zuzulassen. Jetzt hab ich den salat. denn wie gesagt, ich war/bin ja immer mit im Garten, war mit an dem Zaun und hab es Nette und Liebe geschehen lassen, er hat sich bestimmt gedacht, toll Frauchen sagt nix, also ist es ok. Jetzt wo keiner mehr an den zaun kommt, sondern nur noch vorbei geht, macht er einen Affenzirkus und will Aufmerksamkeit. Ich muß 3-4 rufen, bis er dann kommt und sich vor mich hinsetzt. Ansonsten gibt es kein Problem, er hört wie eine 1 drinnen wie draußen. Wie gesagt, bis Jemand am Zaun vorbeigeht. Mit Ablenkung, Ball, Beißwurst oder der Gleichen ist das auch kein Problem.
Ist das jetzt ein Rangordnungsproblem? Oder tatsache nur eine falsche Verknüpfung.


» User #1365 schrieb:

Hallo Schlumpfine,
er hat nicht falsch sondern richtig verknüpft. Er hat gelernt, das die Leute die Am Zaun vorbeigehen für Ihn etwas Positives bedeuten, denn Die spielen ja mit Ihm. Was Du jetzt machen solltest ist Deinen Hund umzuerziehen. Ich würde vorschlagen Du gewöhnst Ihn an den Clicker. Wenn nun dein Hund dann Jemanden erblickt der an Eurem Haus vorbei will, Clicke und belohne Ihn sofort und so weiter. Das ganze natürlich nur so lange wie Er sich ruhig verhält. Wenn Er den Affen macht aufhören und ignorieren. Wenn Er wieder ruhig ist weiter machen. So sollte Er die Leute weiterhin mit etwas positivem verbinden, aber ruhig bleiben.

Gruß Adrian


» User #1995 schrieb:

Danke dir für deine Antwort. Mir wurde auf einem anderen Board gesagt, das ich ein massives Rangordnungsproblem habe, weil er nicht gleich hört. Was ist denn da nun dran? Ist es so? Oder ist es "nur" die Verknüpfung. Denn wie gesagt, geht keiner vorbei, hab ich auch kein Problem. Und "böse" bellen tut er ja auch nicht, er "quietscht" zwischendurch sogar, wie im "Stimmbruch" und hüpft wie ein Kanguruh herum. Spricht ihn dann doch mal Einer an, dann schmeißt er sich auf den Boden. Dabei wedelt nicht der Hund mit dem Schwanz, sondern der Schwanz mit dem Hund. Er macht dann die typischen Spielaufforderungen. Er benimmt sich dann wie ein Welpe. (Er ist jetzt 1 Jahr alt)
Hört sich jetzt an, als wenn ich mit ihm nicht spiele und kaspere und er sich das von Andere holen muß, dem ist aber nicht so.
Er ist eh ein freundlicher Hund und wedelt fast den ganzen Tag alles und Jeden an, wenns nur nett und freundlich aussieht.


» User #1365 schrieb:

Soweit ich das von hier beurteilen kann, habt Ihr definitiv kein Dominanzproblem. Wobei ich dafür, der denkbar schlechteste Ansprechpartner bin, da ich von dem ganzen Dominanzkram sowieso nicht so viel halte.

Gruß Adrian


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