Haustiere

Strafe - aber wie?

» User #13772 schrieb:

Ria hat folgendes geschrieben::
Und noch was zu dem "hauptsache es funktioniert"
Um welchen Preis...?
Bestätigung seiner selbst?

Die Rasse (Deutscher Pinscher) ist sehr selten, manche behaupten, auch ungeeignet für Schutzhundausbildung (wegen angeboborener Agresivität), aber wir werden es versuchen icon_confused.gif
und glaube nicht, das mein Hund leidet, Er weiss wie Er sich benehmen sollte, weiter Nichts.
Und um welchen Preis? Na ja... mal sehen, vielleicht auch Worldchampion? Wer weiss...


» User #13413 schrieb:

Viel Erfolg bei eurem Vorhaben.
Hoffentlich macht euer Kleiner mit bei dem was ihr so mit ihm vor habt.


» User #12972 schrieb:

Hallo,
ich kann nur jedem Halter eines Hundes empfehlen, der eine Ausbildung machen will, egal in welche Richtung, den Hund erst einmal Hund werden zu lassen.
Geht man zu schnell in die Ausbildung und zu aggressiv, macht man den Hund einfach nur kaputt und verkürzt auch sein Leben.
Zu hoher Leistungsanspruch fordert seinen Preis.
Langsames Heranführen an das Angestrebte und den Mut zu sagen: Mein Hund ist hierfür ungeeignet, ich probier mal was anders. IST EINFACH EIN MUSS!
Falscher Ehrgeiz auf den Rücken des Hundes ausgetragen, ist keine Tierliebe oder ein Zeichen, dass man es drauf hat, sondern Überheblichkeit und Aroganz dem Tier gegenüber. Was ich aufs Schärfste Verurteile.
Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge, hat mal unser Ausbilder zu mir gesagt und es stimmt.

Man kann ein Ziel schnell erreichen, meistens auf Kosten des Hundes oder langsam im Einklang mit dem Hund. Was einem mehr wert ist, zeigt die Persönlichkeit des Halters.

Ich strafe meine Hunde mit Ignorieren, mit Korrigieren - bin Zäh im Durchsetzen eines Befehls ohne irgendwelche Halsbänder. Das Einzige, was ich einsetze ist die Wurfkette, zum Erschrecken wenn ich etwas weiter weg stehe, damit sie ein Verhalten abbrechen, was ich nicht dulde.

Meine Bouvierhündin kam aus einer Leistungszucht, der Rüde aus einer s.g. Schönheitslinie. Die Hündin hab ich sportlich ausgebildet, aber erst im Alter von ca. 3 Jahren. Der Rüde lies ich mal reinschnuppern, aber hab immer darauf geachtet, dass ich ihn nicht irgendwas abverlange, was er nicht erfüllen kann.

Meine Doggen Tom nehme ich härter ran, der fordert dies auch durch seine Art und Weise ein, er braucht Leistung. Fibie dagegen würde ich damit nur keputt machen.

Ich empfehle auch, angemessen zu strafen und mal in sich reinschauen, ob das wirklich sinnvoll ist, jetzt am Rad zu drehen und den Hund maßzunehmen.
Gruß eggi


» User #15166 schrieb:

Hallo,
haben seit knapp 1 Woche einen jungen Zwergspitz-Mix Rüden. Er ist jetzt 8 Wochen alt und zwickt mit seinen spitzen Zähnchen total gerne. Klar will er nur spielen, aber wie gehe ich damit richtig um? Ich habe Angst, dass er wenn er älter ist total verbissen wird. Ich habe gelesen, dass man wie seine Argenossen auch reagieren würden reagieren soll. Also quietschen und aufhören mit ihm zu spielen. Aber das interessiert ihn gar nicht. Ich finde, dass er das gar nicht wahrnimmt. Wenn ich nichts mehr mit ihm spiele, spielt er mit sich selbst oder was anderem und kommt dann irgendwann wieder an. Dann ignoriere ich ihn eine Zeit lang, aber das ist ihm ja auch egal und er spielt mit Blättern, Bällen, Kissen sich selbst oder rennt einfach nur rum oder legt sich hin und schläft etc. Habe jetzt gelesen,d ass man den Hund auch einfach mal vor die Türe sperren kann. Also alleine in einen anderen Raum oder so. Hab es noch nicht ausprobiert, aber hört sich recht hart an. Kappiert der Kleine das? Kann mir eigentlich vorstellen, dass meinen das gar nicht jucken könnte und er sich dann einfach wieder hinlegt oder rumspielt mit irgendwas oder sich selbst und gar nicht versteht, was ich eigntlich erreichen wollte. Und wenn er eh dauernt zwickt, wenn er garade nicht schläft und seine "Aktive Phase" hat, dann müsste ich ihn dauernt weg sperren. Oder soll ich auf diese Methode nur zurückgreifen, wenn meine 1.Methode mit dem quitschen und ignorieren nichts bring tund er immer mehr und heftiger zubeist?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen

GLG, sarah


» User #15243 schrieb:

hallo alle miteinander!
ich hab mir grad diesen thread hier durchgelesen, und bei dem pinscher, der als welpe wie ein "pyranhia"(schreibt man den so?) gebissen hat, fiel mir das verhalten von snoopy ein.
ihn hab ich mit 8 wochen geholt. er ließ sich anfangs kaum anfassen, geschweige denn festhalten, sobald man sich zu ihm auf den boden setzte, griff er an, verbiß sich regelrecht. ebenso verhielt er sich anderen hunden gegenüber, egal ob welpe oder erwachsener hund. komischerweise haben sich sogar erwachsene hunde ihm gegenüber nicht gewalttätig benommen, obwohl man meinen müsste, solch "asoziales" verhalten würden die doch von ihrer natur her ausmerzen.
die einzige maßregelung die er von den hunden bekam war, dass sie sich mit ner schnellen bewegung erhoben haben, ihn kurz deftig anknurrten und ihm aus dem weg gingen. machte er sich weiter an sie ran, gabs wieder einen deftigen abwehrknurrer und ignorieren.
in der welpenstunde hab ich das dann ähnlich mit ihm gemacht, wenn er auf andere welpen losging. kurz dazwischen, ihn blockiert und angeschnauzt(knurrig tief) und die welpis in sicherheit gebracht, also von ihm entfernt und ihn allein stehen lassen.
ich bekam einige kommentare...ich müsse ihm klar zeigen, wer der chef ist, ihn mit schnauzengriff, unterwerfung, oder an der kehle packen plus in die augen schauen und anbrüllen, oder mal nem klatsch aufs hinterteil, die grenzen setzen. er sei jetzt schon seeehr dominant und würde bissig und gefährlich bleiben, wenn ich mich da nicht gleich durchsetze.
zu hause hatten meine fast erwachsenen söhne echt ein problem mit dem kleinen gremlin. er griff sie an...ob sie am boden oder auf dem sofa saßen...nicht nur ein spielmitmirbeißen...sondern feste nach vorne losgehen und festbeißen, um sie in die flucht zu schlagen.
anfassen, streicheln, körperpflege fast unmöglich.
er hatte sich uns ausgesucht, indem er sich als einziger des wurfes nicht mit eingezogener rute verkrochen hatte, sondern beim über die boxenwand drüberbeugen...zackschnappbeiß... an meinem finger festgebissen hing.(ich weiß, es ist absolut zu verurteilen, aus solch einem wurf, von solchen züchtern überhaupt einen hund abzunehmen, aber ein paar tage zuvor verstarb mein alter bärli und ich war voll durch den wind, sorry)

wie bin ich damit umgegangen?
ich habs gemacht, wie es mir die älteren hunde gezeigt haben. ich hab mich auf den boden gelegt und als er zum "angriff" kam, hab ich mich blitzschnell großgemacht, eine ruckartige bewegung auf ihn zu und knurrig angemotzt und in seiner schrecksekunde bin ich dann ruhig einen meter weiter gegangen um mich wieder hinzulegen und ihn nicht weiter zu beachten. er machte bei mir noch einen schwächeren, zweiten versuch und von da an wars vorbei. meine söhne waren erstaunt, trauten sich das aber in der form nicht zu, so überzeugend sein zu können, also hab ich sie bei "angriffen" eben auf die art verteidigt, wie auch die anderen welpen.
siehe da: der gremlin hat es innerhalb eines tages begriffen.
ein einzige mal, als er mit mir gleichzeitig ne weißwurst packen wollte und er meinen arm erwischte, hab ich ihn spontan schnell gepackt, er warf sich aufn rücken, zeigte unterwerfung und er ging nicht mehr an "meine beute" ran.

dann haben wir ihm mit belohnung beigebracht, dass hände, berührungen, festhalten, körperpflege, etwas angenehmes ist.
beim ersten tierarztbesuch, gleich die ersten tage, weil er geradien (oder so ähnlich) hatte, hatte er sofort die tierärztin getackert, war ne qual für sie und mich und hunderl, das beißende kleine monster zu untersuchen.
nach zwei wochen saß er brav aufm tisch und wir konnten sogar ganz ohne gewalt zähne kontrollieren. sie war erstaunt und wollte unbedingt wissen, was ich mit dem gemacht hatte, dass er wie ausgewechselt war. sie hatte eine schlimme entwicklung befürchtet.

wieso war dieser welpe so gewesen?
viel zu früh war die mutter entfernt worden, die "vermehrer" hatten die hunde null sozialisiert. die hunde kannten bis zur 8woche nur die sterile pferdebox, ohne spielzeug, hatten diese box noch nicht verlassen, wurden nur angefasst zum impfen. hatten nur kontakt zum menschen , wenn er futter brachte oder die box säuberte und dabei wurden sie nur rumgeschubst, getreten und wenn sie angefasst, bzw, hoichgenommen wurden, dann packte man sie nur an einer pfote und riss sie hoch, lies sie dann einfach wieder fallen, wenn man mit ihnen fertig war.
snoopys wurfgeschwister waren alle absolut ängstlich und verkrochen sich...er hatte das fluchtstadium schon leider hinter sich und war mit 8 wochen ein absoluter angstbeißer, der sofort nach vorne losging.

und heute?
...ist er freundlich zu allen menschen und hunden, hat seit der welpenzeit niemanden mehr bedroht, ist superlieb zu kindern, lässt sich alles abnehmen, arbeitet mit freude, lernt superschnell und ist ein klasse kamerad. nur, wenn ihm freche rüpelhunde respektlos ins gesicht hüpfen zur begrüssung, wehrt er die auf die art ab, wie er es von uns erfahren hat...mal schnell abwehrknurr und abwenden.
er ist zwarnie der selbstsichere hund, wie andere, aber er zeigt so deutlich mit mimik und körperhaltung, wenn ihm etwas zu viel oder zu eng wird, dass es nie soweit kommt, dass er zu sehr bedrängt wird und knurrren oder gar schnappen müsste.
am hundeplatz kann jeder mensch, ob groß, ob klein rangehen, auch wenn er angehängt ist, und er freut sich und genießt streicheleinheiten.

Strafen? bis auf die körpersprachlichen grenzsetzungen,einmal packen bei der weißwurst, hats keine gebraucht.

lange rede kurzer sinn:
viele wege führen nach rom...und wenn ich mit hunden lebe, umgehe, versuche sie zu erziehen...dann nehme ich den weg, den mir die hundegezeigt haben.


» User #16686 schrieb:

ich meine ja das sprachliche strafen (z.B.: pfui, böser hund oder aus) wenn man es ernst sagt hat es auch seine wirkung und wenn man ihn dann noch ignoriert dann ist das strafe genug nur bei schwerem vergehen icon_cry.gif sollte man körperliche strafen benutzen bwohl ich kein fan davon bin icon_confused.gif
viel glück noch sarah icon_biggrin.gif


» User #9306 schrieb:

Hallo zusammen,
war hier im Forum auf der Suche nach Erziehungsmethoden. Meine Hündin bekam ich, als sie schon 1 Jahr alt war. Nun ist sie im Teenageralter und versucht, mir auf dem Kopf herumzutanzen bzw. ihre Grenzen auszutesten. Beispiel von gestern: Wir gehen mit einer befreundeten kleinen Terrier Hündin in einem weitläufigen Park-u. Waldgelände spazieren. Die Hunde können frei laufen und spielen was das Zeug hält. Auf unserem Rückweg zum Auto kommen wir an einer Stelle vorbei wo eine Treppe zu einer weiteren großen Wiese führt. Meine Hündin läuft die Treppe hoch und steht oben in der Hoffnung, dass wir auch dort hin kommen. Wir wollten aber unseren unteren Weg weiter gehen und ich gab das Kommando: "Klara, hier". Was macht Klara? Sie schaut mich an, wirft den Kopf zur Seite und rennt einfach weiter auf die höher gelegene Wiese. Da sie an diesem Tag schon 2x meine Kommandos nicht befolgt hatte, war ich stinkig und bin hinterher. Ich glaube, sie ahnte was nun kommt. Sie machte von ganz allein Sitz, legte die Ohren an und wartete auf mich. Ich habe dann bei ihr den Schnauzgriff gemacht, in einem bösen Ton mit ihr geschimpft und sie für den Rest des Weges angeleint. Sie musste bei Fuß gehen und durfte auch nicht mehr mit ihrer Freundin spielen.
Abends gehen wir zum Gassigang auch in diesen Park und Klara war so lieb. Ging immer in meiner Nähe, schaute mich ständig an und war total lieb.

Vielleicht hatte es ja was geholfen, das mit dem Schnauzgriff. Aber es wird wieder passieren, dass sie ihren Kopf durchsetzen will, davon bin ich überzeugt. Was mache ich dann? Wird die Strafe verschärft? Wie macht Ihr das mit Euren Hunden?
Eure Siduri


» User #17775 schrieb:

Hallo zusammen,

Hunde für Ihr Verhalten strafen, ein interessantes Thema, bei dem eher die Halter an Ihre Grenzen kommen, als die Tiere.

Von früher kenne ich noch die 'alten' Methoden, die ich aber ablehne.
Die Tiere habe gehorcht, aber meist mit angelegte Ohren und eingeklemmten Schwanz.

Ich bin auch für den Einsatz von Kokkektur-Aktionen, so wie die Hunde es und vormachen.

Groß machen, knurren, Schnautzgriff, ignorieren. Dieses kombiniert mit tieferer - NICHT lauterer - Stimme und Konsequenz, das läuft bei meinem Bestens.
Übrigens auch bei Hunden von Freunden. icon_wink.gif

Und @ siduri:
Deine Aktion find ich in soweit gut, wenn Deine Klara mit wedelnder Rute am Abend neben Dir ging.
Verschärfen würde ich im Wiederholungsfall nicht.
Vielleicht eher mal überlegen:
Ist Klara evtl. Langweilig gewesen?
So ein Spaziergang soll ja nicht nur den Bewegunbgsapparat des Hundes in Gang halten und Möglichkeiten zum pinkeln und Kot absetzen bieten.

Wenn ich mit Freundin und Hund unterwegs bin, sehe ich immer noch zu, daß ich dem Hund auf den Ihm bekannten Wegen etwas biete.
Unterhalten kann ich mich immer (mit meiner Freundin), aber die Spaziergänge sind in erster Linie für den Hund - bei mir.

In diesem Sinne
LG
Samir


» User #9306 schrieb:

Hallo Samir,

Ist Klara evtl. Langweilig gewesen?

Nein, das mit Sicherheit nicht. Wir haben kurz vorher noch Wasserspiele im großen Teich gemacht und beide Hunde spielen auf dem 2stündigen Weg ständig fangen, verstecken und Bällchen suchen.

Ich glaube, dass das ausreichende Beschäftigung ist, oder?
Komme übrigens gerade wieder an den Schreibtisch. War mit Klara draußen. Sie hat super auf Kommandos reagiert und sehr gute Laune gehabt. icon_lol.gif


» User #17775 schrieb:

Hi,

bin Dir mit der Frage anscheinend zu nah getreten - Wollte ich nicht!

Habe nur hier im Umfeld doch noch einige, die den Spaziergang nur als Blasen- & Darmentleerung sehen.
Und für Klara freut es mich, das sie einen verantwortungsvollen Halter hat.
LG
Samir


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