Haustiere

Kastration - einen oder beide Hunde?

» User #322 schrieb:

Hallo!

Ich habe es geschafft und mir einen zweiten Westie dazu gekauft. Nun besitze ich also einen Rüden und eine Hündin.

Da ich nicht züchten möchte, würde ich gern eines oder gar beide Tiere kastrieren lassen, jedoch habe ich meine Bedenken, aufgrund der Folgen (Wesensänderungen, Träufeln, etc.).Meine Tierärztin wies mich darauf hin, da mein Rüde "hypersexuell" ist und eine vergrösserte Prostata aufweist, diesen kastrieren zu lassen, da es im Alter evtl. mal Probleme beim Kotabsetzen geben könnte und dann eine Kastration unumgänglich wäre.Bei meiner Hündin allerdings riet sie mir auch dazu, da bei Hündinnen oftmals Gesäugetumoren aufkommen und wenn man diese zu spät erkennt, evtl. jede Hilfe für das Tier zu spät sei.
Ist es ratsam, beide kastrieren zu lassen, oder nur ein Tier?Mein Rüde (ca. 4 Jahre) war der "Erste" bei mir. Die Hündin habe ich mir im April 2003 dazugeholt. Sie ist mittlerweile ein knappes halbes Jahr alt. Gezahnt hat sie bereits. Die erste Hitze allerdings hat sie noch nicht gehabt.
Ist es ratsam, die Hunde -aufgrund evtl. "Grundbesitzansprüche" meines Grossen- in einer bestimmten "Reihenfolge" kastrieren zu lassen?

In der Hoffnung, dass mir hier schnellstmöglich jemand weiterhelfen können, verbleibe ich erstmal bis dahin
mit freundlichen Grüssen


» User #913 schrieb:

Hallo Nixe,

für mich gibt es keinen Grund eine Hündin zu kastrieren, es sei denn es liegt eine medizinische Indikation dafür vor. Wenn man sich eine Hündin anschafft, dann weiß man, dass sie ca 2x jährlich läufig wird und blutet. Für viele Leute ist es einfach zu unbequem in dieser Zeit auf sie aufzupassen, oder mehr zu wischen. (Meine jetzt nicht Dich oder grundsätzlich alle, die ihre Hündin haben kastrieren lassen).
Für den TA ist eine Kastration immer gutes schnell verdientes Geld. Für die Hündin ist es ein nicht ganz ungefährlicher Eingriff, immerhin ist es eine Bauch-OP.
Anders sehe ich das beim Rüden. Er wird zwar auch in Vollnarkose gelegt, was immer ein gewisses Risiko mit sich bringt, aber es ist nur ein kleiner Schnitt am Hodensack. Er erholt sich normalerweise schnell wieder. Und die Indikation ist bei Eurem Rüden ja noch zusätzlich gegeben, nämlich die vergrößerte Prostata. Für das Zusammenleben Eurer Hunde ist es völlig ausreichend den Rüden kastrieren zu lassen.
Die Hündin vorsorglich kastrieren zu lassen ist ein sehr beliebtes Argument bei den TÄ. Wo würden wir allerdings hinkommen, wenn wir alles vorsorglich operieren lassen würden, was möglich wäre...?
Viele Grüße, Maja.


» User #253 schrieb:

hallo ihr zwei,
ich schließe mich der meinung von maja an. ich würde auch nur den rüden kastrieren lassen auf grund der prostata und der hündin. die kastration bei einem rüden ist ein wesentlich geringerer eingriff als bei einer hündin. das mit den gesäugetumoren ist auch völliger quatsch den einige neuere studien belegen dass genauso viele kastrierte hündinen an tumoren leiden wie unkastrierte. icon_wink.gif
ich hoffe ich konnte dir bei deiner entscheidung helfen!
alles liebe und gute für dich und deine hunde
mella icon_smile.gif


» User #1082 schrieb:

Bette-Midler hat folgendes geschrieben::
hallo ihr zwei,
ich schließe mich der meinung von maja an. ich würde auch nur den rüden kastrieren lassen auf grund der prostata und der hündin. die kastration bei einem rüden ist ein wesentlich geringerer eingriff als bei einer hündin. das mit den gesäugetumoren ist auch völliger quatsch den einige neuere studien belegen dass genauso viele kastrierte hündinen an tumoren leiden wie unkastrierte. icon_wink.gif
ich hoffe ich konnte dir bei deiner entscheidung helfen!
alles liebe und gute für dich und deine hunde
mella icon_smile.gif


Hallo,
da scheinst Du ja die falschen Studien zu lesen, denn es ist bewiesen , das kastrierte Hündinnen weniger an Gesäugetumoren leiden, weil sie nicht Scheinträchtig werden, dadurch das Gesäuge nicht ausgeprägt wird, somit die veränderung der Lymphknoten unterbleibt. Ein weiterer vorteil der Kastration ist das Gebärmutterveränderungen ausbleiben, vereiterungen etc., Wesensveränderungen sind nur im positiven Sinne zu vermerken,, denn sie werden ruhiger, umgänglicher. Wenn nun jemand sagt, die Hunde werden automatisch dick durch eine Kastration, das stimmt so auch nicht, man muss nur darauf achten, wenn der Hund etwas ruhiger wird, das Futter dementsprechend zu reduzieren.

Das sind alles vorraussetzungen, die für eine Kastration sprechen, so jedfenfalls meine Meinug und die Feststellung zahlreicher Studien, die "Vorteile" der Kastration bekommt man nur zu spüren, wenn man es rechtzeitig macht, nämlich VOR der 1.Läufigkeit.

Den Rüden würde ich auf jeden Fall Kastrieren lassen, wenn er jetzt schon eine Prostatahypertrophie hat, werden die Beschwerden bestimmt noch schlimmer, gerade dann wenn die Hündin läufig wird.


Gruß
Anja


» User #913 schrieb:

Hallo Anja,
verstehe ich Dich da jetzt richtig, dass du der Meinung bist alle Hündinnen sollten prophylaktisch kastriert werden?

Gruß, Maja.


» User #1082 schrieb:

Hallo,

nein , nicht alle.
Nur die, mit denen man wirklich nicht züchten will.

Es bleibt ja immer noch jedem selbst überlassen.
Man kann zum Beispiel nicht generell sagen, die Hündin soll vor der 1. Läufigkeit kastriert werden.
Manchen stört die Läufigkeit nicht, bei manchen ist es so heftig, das man es nicht aushalten kann.
Manche Hündinnen weden schon nach der 1. Läufigkeit so stark Scheinträchtig, das man eine kastration nur anraten kann.

Ich bin generell für die Kastration. Ich habe meine letzte Hündin mit 6 Monaten kastrieren lassen, bin damit sehr gut gefahren. Sie ist leider nur 11 Jahre geworden, das sie Blasenkrebs hatte. Also Krebs generall kann man mit einer Kastration nicht abschalten. icon_wink.gif

Mit meiner jetzigen Hündin ( 5 Monate) war ich mir bis vor kurzem noch ganz sicher sie kastrieren zu lassen, aber mich haben jetzt schon so viele Leute angesprochen ob ich mit Ihr züchten will, das ich da noch überlege. Die Rasse gibt es hier sehr selten...aber ich glaube doch eher nicht, weiß auch nicht , was man da so alles machen muß, Ausstellungen etc..aber da gehört nicht hierher.

Gruß
Anja


» User #913 schrieb:

Hallo Anja,

ich bin da einer ganz anderen Meinung. Wenn eine Hündin scheinträchtig wird, was ja auch nur bei einigen passiert, dann kann man es auch erst mal homöopathisch probieren. Wenn das passende Mittel herausgefunden wird, dann klappt das fast immer. Ist natürlich umständlicher, dem Hund zweimal jährlich Kügelchen zu geben, als sie einmal kastrierenzu lassen, aber wenn mich das stört schaffe ich mir einen Rüden an. (Bitte nicht persönlich nehmen!)
Wenn ich bedenke, was man alles vorsorglich operieren könnte...oje, die armen Tiere.
So gesehen könnte man ihnen doch alles herausschneiden, was nicht lebensnotwendig ist und irgendwann einmal Schwierigkeiten machen könnte.
Zumal auch nicht alle Hündinnen, die scheinträchtig werden, es so ausgeprägt haben, dass es eine Qual wird...Wenn es trotz der Homöopathika nicht funzt, kann man immer noch an eine Kastration denken. Allerdings wenn der Hund leidet, nicht der Besitzer.
Ich habe eine Hündin, die wird zweimal im Jahr läufug. Dann müssen wir etwas aufpassen und mehr wischen als sonst, aber das ist auszuhalten. Denn - das wußten wir ja auch vorher!

Was hast Du eigentlich für Hunde? Du sagst die Rasse ist selten?

Gruß, Maja.


» User #1082 schrieb:

Hallo,

ich nehm das nicht persönlich.
Ich bin halt nur anderer Meinung , ich arbeite seid 18 Jahren als Tierarzthelferin und bekomme da so einiges mit, was Scheinträchtigkeiten, Gesäugekrebs und so angeht.
Es gibt halt viele Leute, die die Läufigkeit sehr stört und wiederum auch Hündinnen, die darunter sehr leiden..., vieles kann man halt mit Hom. Mitteln behandeln, aber es wirkt halt nicht immer, man kann froh sein wenn man einen Hund hat, wo das funktioniert, das versuchen wir auch erst, bevor wie zu härteren Mitteln greifen,
wie gesagt, dies ist meine Meinung, wenn ich natürlich nicht die Erfahrungen gesammelt hätte in der Tierarztpraxis, dann hätte ich vielleicht eine andere Meinung icon_wink.gif icon_wink.gif

Ich habe einen Petit Basset Griffon Vendéen, viele Leute sprechen mich halt an, aber ich glaube ich könnte mich wenn ich züchten sollte mich von den Welpen schlecht trennen, da man im Nachhinein nie weiß, ob sie es gut haben ( wieder mal die leidige Praxiserfahrung icon_wink.gif icon_wink.gif ), bin auch gegen diese Hundeausstellungen, aber das ist wohl vorschrift, wenn man züchten will? damit kenn ich mich wirklich nicht aus icon_smile.gif

Bis dahin
Anja


» User #913 schrieb:

Oja, diese Hunde finde ich klasse. Davon gibt es ja wirklich nicht so viele. Wir hatten hier und da mal einen in der Praxis.
Ich hatte es so verstanden als meintest Du alle, die nicht zur Zucht gebraucht werden - kastrieren!
Dann war das wohl ein Mistverständnis icon_smile.gif .
Was gebt Ihr denn so gegen Scheinträchtigkeit, homöopathisch meine ich? Verwendet Ihr hohe oder niedrige Potenzen?

Grüße von der neugierigen Maja.


» User #243 schrieb:

Nur mal kurz angemerkt:
Bei Hündinnen, die dazu neigen, sich aggressiv gegenüber Artgenossen zu verhalten, wird von der Kastration abgeraten! Eine solche verstärkt das aggressive Verhalten. Daß also durch eine Kastration die Hunde automatisch umgänglicher werden, stimmt so nicht.
In den letzten Ausgaben von "Partner Hund" und "Der Hund" finden sich die Ergebnisse der jüngsten Umfrage bzgl. Kastration ja-oder-nein.
Vielleicht solltest Du da mal einen Blick reinwerfen, um Dir eine Entscheidung leichter zu machen.

Gruß
Ice


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