|
|

» User #8 schrieb:
Miau liebe Dosinen und Dosiers,
wollte mal fragen, ob jemand von euch Erfahrungen mit Katzenakne hat (schwarze Krümmelchen am Kinn - dicht am und fast bis ins Mäulchen). Es geht um unsere Madame ...
Nach meinen telefonischen Beschreibungen tippt die Züchterfreundin auf Katzenakne - nachdem ich ein paar Bilder auf Fachseiten angeschaut habe, ist es das wohl auch ... Kinnakne kommt vor allem bei hellen und rothaarigen Katzen vor - die dazu noch Probleme mit Zahnfleisch oder Zähnen haben oder hatten ... und das hat sie ja wirklich gehabt und ich denke, die restlichen Zähnchen müssen auch bald weichen ...
Akne am Kinn entsteht vor allem, wenn Mieze etwas „schmuddelig“ ist (so wie Madame, die nicht selten ihr Futter im Bärtchen spazieren trägt und dazu noch eine Wonnesabberin ist) und sich nicht anständig putzt. Ist also ein hygienisches Problem (und das Zickchen lässt sich ja auch nicht von ihren Mitkatzen putzen). Es bilden sich dann irgendwann Eiterpusteln und Pickel, die sehr schmerzhaft sind (ich stelle arge Berührungsempfindlichkeit und Rötungen fest) die dann den ganzen Kopf und sogar den Brustbereich befallen können (habe ich nachgelesen).
Also, ich muss was tun, Madame sieht auch etwas leidend aus ...
Meine Züchterin meinte: schnellste Variante - die verdammt unangenehm für die Katze ist, da brennt wie wild, aber am effektivsten und flottesten hilft: Clerasil ... Bei meiner kleinen Zicke habe ich da aber echt Bedenken, die ist doch sooo empfindelich ... Würdet ihr so was tun?
Meine Naturheilkundefrau riet mir: mindestens zweimal täglich sanft aber sorgfältig saubermachen - danach Johanniskrautöl auftupfen. Das kann aber dauern und diese Behandlung kann Mieze ordentlich nerven ... Konsequenz wäre aber sehr wichtig.
Leider würde so was in den meisten Fällen nie ganz weggehen, sondern schubweise immer wieder ausbrechen. Gerade helle Tiere sollte man deshalb sorgfältig diesbezüglich im Auge haben und beim kleinsten Anzeichen direkt mit hygienischen Maßnahmen beginnen und vorbeugend Johanniskrautöl vertupfen ...
- Aha, hätte mir das mal jemand vorher gesagt ... Man lernt echt nie aus.
Tierärzte würden meist erfolglos mit Antibiotika behandeln ... deshalb eile ich mal ausnahmsweise nicht direkt in diese Richtung, sondern frage ein wenig bei anderen Dosis rum.
Hat also jemand von euch Erfahrung mit kleinen schmuddeligen Akne-Krümmelmäulchen und was hat wie geholfen?
Miau?
Claudia
» User #3960 schrieb:
nein, Erfahrung hab ich nicht...
Aber halt deiner Madame mal einen Vortrag über die Reinlichkeit einer Madame.
Du scheinst ja nur die Wahl zu haben zwischen kurz und schmerzhaft und lang und ständig unangenehm.
Die Frage ist doch, ob dich Madame auf Dauer die Behandlung durchführen lassen würde und was insgesamt für die Katze weniger unangenehm wäre.
Das ganze ist wohl sehr eine persönliche Entscheidung.
» User #117 schrieb:
Huhu Claudia,
habe mal folgenden Tipp gelesen und hat wohl auch gewirkt, jedenfalls hat sich der Fragesteller nach 3 Wochen herzlichst bedankt für den guten Tipp:
Silicea Globulis, 1x am Tag ein Globuli in der Potenz D12 ins Naßfutter.
Und noch etwas habe ich gelesen: Katzen bekommen das wohl ganz gerne wenn sie aus Plastiknäpfen fressen.
Liebe Grüße
Hase
» User #8 schrieb:
| Tabby hat folgendes geschrieben:: | nein, Erfahrung hab ich nicht... Aber halt deiner Madame mal einen Vortrag über die Reinlichkeit einer Madame.  |
Hallo Erika,
wenn du die Fusseln an meinem Mund sehen könntest ... Ich hab schon immer mit ihr geschimpft, weil sie es irgendwie so gar nicht mit der Reinigung ihres Kopfbereichs hat (die Ohren und die Nase müssen wöchentlich ran und die Äuglein eigentlich täglich) - dafür hat sie einen blitzsauberen Popo, da ist sie wirklich sehr pingelig ...
Sie ist so eine entzückende Schönheit ( hier war sie gerade frisch gewienert: http://forum.yellopet.de/album_page.php?pic_id=2659 ) - mir vollkommen rätselhaft, dass sie "obenrum" so schmuddelig ist und sich auch von den Mitkatzen nicht pflegen lässt. Die lecken sich nämlich gegenseitig das Gesicht, das Kinn und die Ohren sauber ...
Miau!
Claudia, die überlegt, ob sie wirklich mal Clerasil kaufen soll - aber dieses Teufelsbranntzeug in ihrer pickeligen Teeniezeit auch schon sehr unangenehm gefunden hat ...
» User #5535 schrieb:
Du kannst das auch vorschtig mit einer weichen Zahnbürste abrubbeln, aber nicht alles auf einmal, sondern eher so nach und nach. Das funktioniert prima. Oder zwischendurch immer mal mit einem Feuchttuch abwischen.
» User #3960 schrieb:
Ich find die Idee mit den Globulis gut und würde das zuerst mal probieren.
Die Frage ist halt auch, wie Johanniskrautöl wirkt. Bei Menschen wirkt Johanniskraut ja seelenaufhellend, kann aber auch recht beruhigend wirken.
vielleicht haste dann eine ganz verträumte Madame?
Oder ist sie derzeit in der Teenagerphase, in der sich ja bekanntlich weit ums Bad rumgedrückt wird?
» User #3956 schrieb:
Hallo Claudia.
ich habe gerade etwas recherchiert und folgende Info im Web gefunden:
"Für die Behandlung stehen verschiedene Spezialshampoos, Lösungen und Salben zur Verfügung. Da diese lokal aufzutragenden Arzneimittel hochwirksame Substanzen enthalten, sind die meisten Therapeutika nicht frei verkäuflich, sondern nur in tierärztlichen Praxen erhältlich. Je nach individuellem Krankheitsbild werden unterschiedliche pharmakologische Wirkstoffe verwendet, z.B. Magnesiumsulfat, Cephalosporine u.v.m. Produkte für den Menschen (z.B. Clearasil) sind nicht geeignet, da Katzen auf verschiedene Substanzen sehr sensibel reagieren. Zusätzlich enthalten diese Produkte Alkohol, den nicht nur die Haut der Katze äußerst irritierend findet. [...] In schweren Fällen kann eine Behandlung mit antibiotischen Tabletten oder Tropfen notwendig werden. Chronisch erkrankte Tiere profitieren manchmal von der Gabe mehrfach ungesättigter Fettsäuren (z.B. Becel-Oel).Katzenakne kann durch unsaubere Fresslätze und Plastikschüsseln verursacht werden. Daher sollte als erster Schritt im Fall von Akne, noch vor medikamentöser Behandlung, der Fressplatz überprüft werden. Er sollte immer sauber sein. Fressensreste sollten weggeräumt, Plastikteller durch Porzellan ersetzt werden. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Katze keine Reste an ihrer Mäulchen hängen hat. Ggf. muss man der Katze dieses abwischen." (Quelle: maine-coon.ch)
"Es besteht sehr wahrscheinlich ein Zusammenhang mit einer schlechten Reinigung des Kinns und meiner Ansicht nach auch mit dem Schmieren und Kopfreiben an Kanten und Objekten. Das wiederum machen Katzen nicht so gern, wenn sie eine Zahnfleischentzuendung oder Zahnschmerzen haben. Die Talgdruesen am Kinn werden nicht oft und intensiv genug ausgedrueckt und abgerieben, weil dieses Schmieren an Kanten schmerzt.
Dann verstopfen sich die Talgdruesen und wenn Bakterien dazukommen gibts Akne. Also: Kontrolle auf Probleme in der Mundhoehle und Reinigung vom Kinn. Dazu eignen sich die ganz feinen Flohkaemme oder auch ganz zart der Fingernagel (nicht ausquetschen!), um den schwarzen Talg zu entfernen.
Mit speziellen medizinischen Shampoos koennen die Talgdruesen auch in der Tiefe gereinigt werden. Wenn die Haut geroetet und verdickt ist oder das Kinn ganz dick wird, muessen voruebergehend Antibiotika eingesetzt werden." (Quelle: miau.de)
Spricht also nicht unbedingt für die Clerasil-Methode, würde ich sagen. Vielleicht hörst Du doch mal beim TA nach bezüglich Spezial Shampoo?
Viele Grüße
Katja
» User #3714 schrieb:
Hallo Claudia,
mein Ronny hat auch Katzenakne. Schon viele Jahre. Mein Ta hat mir damals auch erklärt, daß das wohl fast nur bei Katzen mit weißen Kinn auftritt und halt dann, wenn die Guten es mit der Pflege nicht allzu genau nehmen .
Mein Ta hat mir damals den Tipp gegeben, daß Kinn mit Schmierseife und etwas Wasser (auf einem Waschlappen) einzuseifen und damit die schwarzen Stippen zu entfernen. Das habe ich auch eine zeitlang gemacht, brennt wohl nicht (im Gegensatz zu Clearasil ) und Ronny hat es sich recht gut gefallen lassen.
Mein Ta hat mir aber auch erklärt, daß es nicht weiter schlimm ist und hauptsächlich ein "Schönheitsfehler" ist. Ronny hatte allerdings auch keine starken Entzündungen.
Ich habe dann nach einiger Zeit mit der Waschlappennummer aufgehört und irgendwann wurde es von alleine besser. Manchmal habe ich mir das Kerlchen geschnappt und ihm die Dinger vorsichtig aus dem Fell geknibbelt. Das fand ich noch viel besser als mit der Lauge (Ronny auch ).
Und so handhaben wir das auch heute noch manchmal. Wobei es echt total gut geworden ist und man nur noch so ein Paar Stippen an seinem Kinn findet.
Liebe Grüße
Christiane
» User #8 schrieb:
| hasenschnitte hat folgendes geschrieben:: | | Silicea Globulis, 1x am Tag ein Globuli in der Potenz D12 ins Naßfutter. Und noch etwas habe ich gelesen: Katzen bekommen das wohl ganz gerne wenn sie aus Plastiknäpfen fressen. |
Liebe Häsin,
danke für den Tipp mit den Globuli - vielleicht dies und dazu noch das Johanniskrautöl? Das Clerasil kann ich ja immer noch probieren, wenns nicht besser wird.
Ach ja - Plastiknäpfe gabs bei uns noch nie und auf Hygiene rund um den Napf achte ich auch.
Ist halt ein Schmuddelkind - und die Wurfschwester vom Wunderkater Dickbär ...
Miau!
Claudia
» User #4455 schrieb:
Hallo Claudia,
kein Clearasil! Ich habe mal gelesen, dass man das auf keinen Fall machen soll. Ich kann Dir die Quelle leider nicht angeben, weil ich im letzten halben Jahr soooo viel über Katzen gelesen habe, wie für mein ganzes Studium nicht...
Das Zeug ist ja auch wirklich scharf und Katzen sind sehr empfindlich - schließlich soll man sie auch nicht mit Menschenshampoo waschen oder gar mit Weichspüler, was heute dämlicher Weise immer noch häufig empfohlen wird.
Calima hatte auch mal so einen Anflug dieser blöden Katzenakne. Schwarz-braune Krümelchen am Kinn, die man mit dem Nagel wegkratzen konnte... Da habe ich angefangen, ihr bei der täglichen Fellpflege (die ich damals für den Zweck eingeführt hatte) mit der weichen Fellbürste das Kinn ordentlich zu schrubben (nicht zu doll, wenn Madame dort schon Entzündungen hat!). Danach hatte sie zwar immer ein rotes Kinn, aber nach zwei Wochen war der Spuk vorbei und ist auch nicht wieder gekommen. Die meisten Katzen mögen es ja auch, am Kinn gekrault zu werden, also ist das sogar noch angenehm für sie.
Mit Neo habe ich zur Zeit das selbe Problem und ich versuche bei ihm dasselbe, auch wenn man ihn nicht so leicht "zwingen" kann wie Calima, weil er noch ängstlicher ist.
Du kannst es natürlich auch mit Homöopathie versuchen, wenn Madame schon zu berührungsempfindlich ist, um ihr das Kinn zu bürsten, denn wenn dem so ist, richtest Du mit der Bürsterei wohl nur mehr Schaden an. Bei meinen Katzen sind halt nur die Krümel zu sehen und keine Pusteln oder Eiter oder offene, rote Stellen (wobei Neo Stellen am Kinn hat, wo das Fell fehlt... ).
Liebe Grüße,
Susanna
Weiterlesen: Kinnakne - Schwarze-Krümmel-Mäulchen ... was hilft? Seite 1, 2, 3, 4, 5
|
|